Wie ehrlich ist die Wissenschaft? Ulrich Förstermann zeigt in seinem Roman „Der bittere Preis der Wahrheit” (ISBN 978-3-95716-398-1), wie schmal der Grat zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und moralischem Abgrund sein kann.
Aurélie Stein, junge Ärztin in der Krebsforschung, entdeckt Hinweise auf Datenmanipulation. Doch wer derartige Missstände enthüllt, gefährdet möglicherweise seine Karriere und Zukunft. Wie wahrhaftig bleibt ein junger Forscher/eine Forscherin, wenn der Druck zur schnellen Veröffentlichung, Abhängigkeit und Macht in der Hierarchie des Instituts die Karriere gefährden? In einem System aus Leistungsdruck, fragwürdiger Redlichkeit, Abhängigkeiten und Eitelkeiten muss Aurélie entscheiden, ob sie schweigt – oder ihr Gewissen über alles stellt. Aber Aurélie hat auch noch ein Privatleben. Wie überlebt ihre Beziehung den Stress des fordernden Berufes?
Ein scharfsinniger, fesselnder Roman über Macht und Moral in der biomedizinischen Forschung – erzählt aus der Perspektive einer Frau, die zwischen Klinik, Labor und Lebensentwürfen ihren eigenen Weg finden muss. Ulrich Förstermann bietet einen hoch aktuellen Einblick in die Welt der medizinischen und naturwissenschaftlichen Forschung, der eingebunden ist in eine berührende persönliche Entwicklung. Ulrich Förstermann, geboren 1955, ist Arzt und Pharmakologe, langjähriger Professor und Wissenschaftsmanager. Die Erfahrungen seines Lebens zwischen Labor, Klinik und Leitungsetage prägen seine literarische Perspektive.
Kerstin Fischer erzählt in „Simons Linien“ (ISBN 978-3-95716-393-6) eindringlich die Geschichte eines jungen Mannes auf der Suche nach seiner Identität. Sie schildert ein Künstlerleben, ein Coming-of Age in angespannten Familienverhältnissen, den Verlust einer großen Liebe, das Abrutschen in die Obdachlosigkeit. Der Roman ist ein bewegendes Werk über Scheitern, Hoffnung und die Sehnsucht nach einem Neubeginn.
Simons Jugend ist geprägt von der Krankheit seiner Mutter, einer gescheiterten Liebe und dem Abbruch seines Abiturs. Seine Freizeit verbringt er mit dem Zeichnen mit Bleistift. Als er auf den jüdischen Künstler Arthur Eulen trifft, wird dieses für ihn zum Mentor, Vorbild und zur Inspirationsquelle. Beide verbindet die Leidenschaft zur Kunst. Für Simon war das Zeichnen mit Bleistift schon immer ein Ausdruck seiner Träume, inneren Konflikte und eine Zuflucht.
Gemeinsam mit Arthur wagte er seine erste Ausstellung als Bleistiftkünstler, doch die ersehnte Anerkennung bleibt aus. Er arbeitet in einem Kiosk, wo er die junge Frau Kaja kennenlernt und findet Ablenkung im gemeinsamen Rausch mit seinen Freunden. Simon träumt davon, mit seiner Kunst seinen Lebensunterhalt zu verdienen und einmal Indien zu bereisen.
Er verliebt sich in Kaja, deren Lebensfreude Simon Hoffnung gibt. Doch Kaja trägt ein schweres Schicksal – sie ist an Krebs erkrankt. Nach ihrem Tod verliert Simon zunehmend den Halt. Die wiederholten Suizidversuche seiner Mutter und die Erkenntnis, dass sein biologischer Vater Roma war, werfen ihn aus der Bahn. Simon wagt den Neuanfang in einer Großstadt. Anfangs findet er in einer Wohngemeinschaft und einem Job in einer Kantine Halt. Doch auch das zerbricht, und Simon verliert alles: seinen Job, sein Zuhause und jegliche Sicherheit. Er landet auf der Straße und macht sie zu seinem neuen „Indien“ – einem Ort der Freiheit, aber auch der Einsamkeit und des Kampfes.
Frank Ebert bringt Zeitgeschichte in einen spannungsvollen Roman: „Tausendfache Vergeltung“ (ISBN 978-3-95716-333-2) nimmt den Konflikt zwischen Nord- und Südkorea in den Blick.
Seit 1948 ist Korea in zwei Staaten aufgeteilt. Der Konflikt verfestigte sich im Korea-Krieg 1950 bis1953 und hält bis heute an. Es ist nicht allein ein Konflikt zwischen zwei politischen Systemen – internationale Interessen spielen eine große Rolle, Verwicklungen bleiben nicht aus. Auf diesem Hintergrund spielt Eberts Roman „Tausendfache Vergeltung“. Der Ausgangspunkt ist ein historisches Ereignis: Im September 1996 strandete an der Ostküste Südkoreas ein nordkoreanisches Unterseeboot. Nahezu alle Besatzungsmitglieder sowie die mit dem U-Boot eingeschleusten nordkoreanischen Geheimagenten kamen in der Folgezeit ums Leben. Das kommunistische Regime Nordkoreas schwor seinem Erzfeind im Süden, der Republik Korea, für das Misslingen der Mission „tausendfache Vergeltung“.
Die rätselhaften Umstände dieses aufsehenerregenden Vorfalls, mit dem sich sogar der UN-Weltsicherheitsrat befasste, greift Frank Ebert in seinem Romandebüt auf. Darin widerstreiten gegenläufige Interessen von Politik und Wirtschaft, von Geheimdiensten und Medien, von Wahrheit und Menschlichkeit. Der amerikanische Journalist Al Ventura gerät mit seinen Recherchen nicht nur ins Fadenkreuz des nordkoreanischen Geheimdienstes. Die Enthüllungen unbequemer Tatsachen laufen auch den politischen Interessen der USA zuwider.
Der weitgereiste Autor hatte Gelegenheit, die Schauplätze der Handlung selbst zu besuchen. In der teils realen, teils fiktionalen Handlung belässt Frank Namen, Figuren, Orte, Ereignisse, Organisationen und Einrichtungen unverändert, sofern sie in einem realen Zusammenhang verwendet wurden.
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Einen besonderen Schwerpunkt bilden „Wahre Geschichten aus Leidenschaft geschrieben”. Hier schildern Menschen authentisch ihre Erfahrungen mit dem Geschäft der Ausbeutung der Gefühle europäischer Frauen und Männer in einigen islamischen Ländern (Bezness). Außerdem finden sich hier ungeschönte, persönliche Berichte über soziale Konflikte, Gewalterfahrung und sexuellen Missbrauch.
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