Wenn zukünftig im Kreisgebiet Gasflaschen oder -leitungen brennen, wenn es zu Unfällen an Gastanks und austretenden Gasen kommt, „dann steht ab sofort der Rollcontainer Pulver zur Verfügung“, sagt Kreisbrandinspektor Marcell Büttner anlässlich der offiziellen Übergabe des Rollcontainers an die Stadt Herbstein, vertreten durch Bürgermeisterin Astrid Staubach Stadtbrandinspektor Bernhard Christen und dem Herbsteiner Wehrführer Swen Jost. Sie sind, neben Marc Filipp, dem zuständigen Sachbearbeiter aus dem Amt für Gefahrenabwehr des Vogelsbergkreises, für die Übergabe an das Katastrophenschutzzentrum des Kreises in Alsfeld gekommen. 

„Der Rollcontainer Pulver ist speziell für die Bekämpfung von Bränden ausgelegt, bei denen flüssige, gasförmige oder chemische Stoffe brennen und herkömmliche Löschmittel nicht eingesetzt werden können oder sogar eine zusätzliche Gefahr darstellen“, sagt Kreisbrandinspektor Marcell Büttner. Gerade bei brennendem Propan- oder Erdgas bietet Löschpulver entscheidende Vorteile: Es unterbricht die chemische Verbrennungsreaktion und sorgt dadurch für eine schnelle Löschwirkung. Vereinfacht gesagt handelt es sich bei dem Rollcontainer um einen überdimensionalen, fahrbaren Feuerlöscher mit rund 250 Kilogramm Löschmittel. „Damit sind die Einsatzkräfte bei speziellen Schadenslagen gut gerüstet“, sagt der Kreisbrandinspektor. Das Löschpulver wird mithilfe einer integrierten Treibgasflasche unter Druck gesetzt. „Über Schnellangriffsleistungen und spezielle Pulverpistolen kann es gezielt und mit hoher Wurfweite in den Brandherd eingebracht werden“, merkt Marc Filipp an. Der Rollcontainer ergänzt die vorhandenen Löschmittel Wasser und Schaum und stellt damit auch für besondere Brandlagen das passende Löschmittel bereit. 

Überörtliche Zuständigkeit

Da der Rollcontainer überörtlich zum Einsatz kommen soll, hat der Vogelsbergkreis das Material beschafft und der Stadt Herbstein übergeben. Wird die Feuerwehr der Stadt dann zu entsprechenden Einsätzen alarmiert, rückt sie aus und bringt den Rollcontainer an die Einsatzstelle.

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