Das Herrenalber Ziegelmuseum feiert am 20. September sein 20-jähriges Bestehen. Ab 11 Uhr lädt der Förderverein zu einer Jubiläumsfeier in und um das Museum herum in das historische Klosterviertel ein. Besucher dürfen sich bei freiem Eintritt auf ein vielseitiges Programm für die ganze Familie freuen.

Neben Snacks, Kaffee und Kuchen erwartet die Gäste ab 14 Uhr eine Live-Vorführung traditioneller Handwerkskunst. Zudem gibt es bis zum Nachmittag ein buntes Kinderprogramm. Ein weiteres Highlight an diesem Sonntag ist das von Museumsleiterin Christa Sagawe organisierte Oldtimer-Treffen. Ab 12 Uhr verwandeln sich die Klosterstraße und der Rathausplatz in eine Kulisse für historische zwei- und vierrädrige Fahrzeugschätze.

Seit seiner Eröffnung 2006 gehört das Ziegelmuseum zu den wenigen Kultureinrichtungen in Deutschland, die sich ausschließlich der Geschichte und Herstellung historischer Manufakturziegel widmen. Die ausgestellten „Feierabendziegel“ stammen aus der Sammlung von Edmund Bernt. Er entwickelte 2003 gemeinsam mit der damaligen Stadträtin und späteren langjährigen Leiterin Sigrid Fiebig die Idee für das Museum. Zwei Jahre später wurde der Förderverein „Museum Bad Herrenalb e.V.“ gegründet, der die Einrichtung bis heute betreibt.

Für die Realisierung des Museums schaffte Fiebig 2005 das schier Unmögliche und sammelte innerhalb eines Jahres die Hälfte des nötigen Startkapitals von 60.000 Euro über Spenden ein. Die verbleibenden 30.000 Euro steuerte die LEADER-Aktionsgruppe Nordschwarzwald bei. Nach dem grünen Licht des Gemeinderats im Mai 2006 folgte am 9. Dezember 2006 die feierliche Eröffnung.

Dass das Museum seit zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft ist, liegt vor allem am ehrenamtlichen Engagement seiner Akteure. Der Förderverein um die 2026 verstorbene Gründerin Sigrid Fiebig und Christa Sagawe, die 2019 die Leitung übernahm, hält das Museum durch wechselnde Sonderausstellungen lebendig, die – obwohl mit knappem Budget umgesetzt – die Besucher immer wieder aufs Neue durch ihren Ideenreichtum faszinieren. Wer sich davon selber überzeugen möchte, sollte sich die Sonderausstellung „Alte Handwerksberufe im Schwarzwald“ nicht entgehen lassen, die derzeit neben der Dauerausstellung präsentiert wird.

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