Alles begann mit einem unansehnlichen verwaisten Plattenbaublock der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH. Er stand am Walther-Grosse-Ring 22-25. Keiner wollte ihn mehr. Er war zum Abriss freigegeben. Hier sollten Parkplätze entstehen. Doch es kam anders.

Statt Abriss entschied sich die GWW für Sanierung und schuf 40 neue moderne Wohnungen. Auch die zwei angrenzenden Plattenbauten in der Dr.-Jacobs-Straße und Minslebener Straße wurden von der GWW dann energetisch saniert und fit gemacht. Den 5.500 qm großen Innenhof zwischen den Bauten verwandelte die GWW schlussendlich in einen vielseitigen „Klima-Garten“, der heute viele Bewohner zum Verweilen, zu Sport und Spiel anzieht. Begeisterung auf allen Seiten.

Aus diesem Modellfall entwickelte die GWW deshalb einen „Masterplan für die Revitalisierung ihrer Plattenbauareale“. 2024 wurde sie dafür mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet.

Jetzt, im September 2026, steht die Eröffnung des nächsten „Modellfalls“ an.

Das GWW-Areal Hilde-Coppi-Str. 1-3 und Ernst-Pörner-Str. 1-11 in Wernigerode mit insgesamt 90 3- und 4-Raum-Wohneinheiten wurde in großen Teilen saniert und erhielt nun als Krönung einen Innenhof, der der GWW-Idee des Klima-Gartens folgt.

Diesen nächsten Modellfall feierte die GWW nun am 3. September 2026 mit ihren Mieterinnen und Mietern und zahlreichen Vertretern der Stadtgesellschaft. Symbolisch wurde ein grünes Band zur Eröffnung des Klima-Gartens und zum krönenden Abschluss der modernen nachhaltigen GWW-Quartiersentwicklung durchtrennt. Die GWW investierte in das energetische Sanierungs-Projekt 2,8 Millionen Euro. Die Innenhofgestaltung belief sich auf 540.000 EUR, davon 166.000 EUR KFW-Fördermittel Revitalisierung.

Thomas Wünsch, Staatssekretär und Amtschef im Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt

in seinem Eröffnungs-Statement: „Klimapolitik darf nicht abstrakt bleiben“, betonte Wünsch. „Sie muss dort sichtbar werden, wo die Menschen leben: direkt vor ihrer Haustür.“ Der Klima-Garten zeige beispielhaft, wie Klimaanpassung und mehr Lebensqualität miteinander verbunden werden könnten. „Aus einem aufgeheizten Innenhof wird ein grünerer, kühlerer und lebenswerterer Ort. Der Hof ist ein Beispiel für klimaangepasste Stadtplanung, das in Sachsen-Anhalt weiter Schule machen sollte,“ so der Staatssekretär.

„Klimaanpassung ist nicht nur Gefahrenabwehr. Sie ist eine Chance, unsere Städte grüner, schöner und lebenswerter zu machen“, fuhr er fort. Gerade kommunale Wohnungsunternehmen könnten dabei wichtige Partner sein: „Wohnungsunternehmen bauen nicht nur Wohnungen – sie gestalten Lebensräume. Deshalb sind sie wichtige Partner beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung.“

Jens Zillmann, Verbandsdirektor des Verbands der Wohnungswirtschaft Sachsen-Anhalt e.V. nannte in seinem Statement zur Eröffnung die GWW-Bautätigkeit als richtungsweisend für Sachsen-Anhalt und darüber hinaus. Im Land kenne man die GWW mittlerweile als Vorreiter. „Das begann schon mit dem innovativen Neubau der Francke-Grundschule in Wernigerode, reichte über die Sanierung des Walther-Grosse-Rings mit Klima-Garten, verfestigt sich mit dem Sonnenhaus oder dem neuen Luther-Karree“, hob er hervor. Attraktive Wohnungsbau-Projekte seien wichtig gerade für Sachsen-Anhalt, in dem viele Kommunen mit Bevölkerungsschwund kämpften. Sie schafften Aufmerksamkeit und sorgten für ein positives modernes Lebensgefühl, das heute für die Ansiedlung ein wichtiger Aspekt sei, so Jens Zillmann weiter. „Als Verband sorgen wir deshalb auch für einen regen Austausch zwischen den Wohnungsgesellschaften, um Neues zu inspirieren und Mut zu machen.“

Tobias Kascha, Oberbürgermeister Wernigerode lobte zur Eröffnung den Elan der GWW, auch in schwierigen Zeiten Kurs zu halten und die Verbesserung der Wohnqualität und die nachhaltige klimagerechte Sanierung seiner Plattenbauten voranzutreiben. Dabei schaffe die GWW immer wieder eine neue Qualität. Die Quartiersentwicklung rund um den Innenhof Ernst-Pörner-Straße mit Klima-Garten sei ein weiterer Modellfall für Wernigerode. Hier habe sich der Leitslogan der GWW, „Hier spielt die Zukunft“ erneut vergegenständlicht. Er hob hervor, dass Wernigerode als bunte Stadt am Harz mit ihrer dynamischen Entwicklung, immer noch wachsendem Tourismus und Zuzug eine sichere Basis für Entwicklungsprojekte sei, wie sie die GWW hier starte. „Der Aufwand und das Engagement lohnt sich hier bei uns, weil er auf einen Bedarf trifft“, so seine Worte.

Christian Zeigermann, Geschäftsführer der Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, zur Eröffnung:

Als Highlight der GWW-Arbeiten zur energetischen und Leer-Wohnungs-Sanierung rund um die Pörner-Straße bezeichnet Christian Zeigermann den zweiten GWW-Klima-Garten. „In ihm vereinen wir alle Werte, die auch die Arbeit an den umliegenden Objekten prägte: Ziel war die Schaffung eines lebendigen Hofs, der generationenübergreifende Angebote, Möglichkeiten zur Erholung, Begegnung aber auch Mitbestimmung bietet. Und der unter ökologischen Gesichtspunkten auf die sich verändernde Klimaerwärmung reagiert.“

„Dazu kommt unser wertiges Fassadenkonzept, das auch Teil des Masterplans ist: Alle unsere Blöcke sollen sich zukünftig in der Farbgebung unterscheiden, aber im Design ähneln. Denn Plattenbauten sollte man nicht verstecken, sondern erhobenen Hauptes präsentieren“, so der GWW-Geschäftsführer weiter.

„Innovativ. Nachhaltig. Für alle Generationen. Und mit sozialer Verantwortung“, so wollen wir unseren Wohnungsbestand Stück für Stück erneuern. Die Pörner-Straße ist ein aktuelles Beispiel dafür“. Trotz umfänglicher Sanierungsmaßnahmen gäbe es aber weiter Wohnungen für jeden Geldbeutel im Quartier. Von Gentrifizierung keine Spur. Unterschiedliche Standards erzeugten unterschiedliche Mietpreise.

Die Wohnungen wurden so barrierearm wie möglich gestaltet. So werden bald Hauseingänge und auch das Kellergeschoss über eine Rampe erreichbar sein. Die Balkon-Brüstungen wurden durch komfortablere Glas-Anbauten ersetzt. Bei der Leer-Wohnungs-Sanierung entstehen Wohnungen mit neuer Elektrik, neuem Bad, neuen Fußböden, Türen und weiterem Komfort. Nach der Sanierung warten schicke funktionale Wohnungen auf die neuen Mieterinnen und Mieter. Und sie warten meist nicht lange

„Unsere Dachsanierung hier im Pörner-Straßen-Quartier bereitet auch bereits die Deckung mit PV-Anlagen für Mieterstromprojekte unter Leitung unseres Partners Stadtwerke vor. So können unsere Mieter noch mehr von Nachhaltigkeit profitieren. Denn als GWW haben wir die Sanierung mit der flächendeckenden Bebauung der Plattenbaudächer mit Photovoltaik-Platten kombiniert. Auch alle weiteren Plattenbaudächer der GWW werden zukünftig mit PV-Anlagen ausgerüstet“, unterstreicht Christian Zeigermann. Und verweist zum Schluss auch noch auf die Street-Art-Aktion des Italieners Alessio-B., der sich Ende August mit zwei Werken im Viertel verewigte.

Landschaftsarchitektin Catharina Bankert-Hahn erläuterte beim Eröffnungsrundgang durch den zweiten GWW-Klima-Garten ihr Konzept für den neu gestalteten Innenhof Pörner-Straße:
„Den Innenhof in einen abwechslungsreichen multifunktionalen Garten umzuwandeln, der allen heutigen ökologischen Anforderungen entspricht, war für uns eine interessante Aufgabe. Entstanden ist ein sogenannter „kühler Hof“, der den Bewohnern Freiraum gibt, aber auch Schatten spendet, sie zum Verweilen einlädt und die Kinder zum Spielen. Dabei haben wir vorhandenes Grün und Bäume einbezogen, aber auch viel neu gestaltet mit klimaangepassten Baumarten und Wildblumen und Stauden sowie einem Weidenhügel. Für eine nachhaltige Regenwassernutzung wurde die Dachentwässerung in eine Versickerungsmulde geleitet, die das Grundwasser anreichert und zusätzlich durch Verdunstung für Abkühlung sorgt.

Als Anwohnertreff haben wir eine Pergola mit Grillplatz geschaffen. Daran anschließend befindet sich einBoule-Platz, eine Spielwiese mit Badminton-Feld sowie ein Wäscheplatz. Die Kinder lockt sicher der Sandspielplatz mit Schaukeln und Bänken, umrahmt von Findlingen und Naturhecken.

Ich denke, der Innenhof wird sich schnell zu einem zentralen Begegnungspunkt entwickeln, mehr Verbundenheit mit der Umgebung schaffen und die Nachbarschaftsbeziehungen fördern.“

Fußball-Ikone und GWW-Botschafter Nils Petersen zur Eröffnung:

„Seit einigen Jahren schon begleite ich als GWW-Botschafter die Entwicklung des kommunalen Vermieters. „Hier spielt die Zukunft“ ist der Slogan der GWW, der ihre innere Haltung wirklich gut beschreibt. Das passte von Anfang an auch gut zu mir. Auch wenn ich nicht immer vor Ort bin, habe ich mich über die Fortentwicklung der GWW stets informiert. Und ich kann sagen: Wo die GWW als Baumeister auftritt, da ist immer Innovation und Fortschritt. Dieses Denken über den Tellerrand hinaus, weltoffen zu schauen und zu handeln und an jüngste innovative Entwicklungen anzudocken und sie in die Harzmetropole zu holen, das begeistert mich.

Ich bin gespannt, wie sich der neue Klima-Garten auf das Wohnverhalten der Mieterinnen und Mieter der Pörner-Straße auswirken wird. Mich überzeugt das Konzept.“

GWW in Kürze

Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, Tochter der Stadt Wernigerode, verwaltet in der Harzmetropole über 3.000 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 176.000 Quadratmetern. Die Wohnungen befinden sich unter anderem in den Wohngebieten Altstadt, Burgbreite, Stadtfeld, Harzblick und im Ortsteil Benzingerode. Etwa 7.500 der ca. 34.000 Wernigeröder wohnen bei der GWW.

Die GWW verwaltet zudem 28 Gewerbeeinheiten, darunter ein Café, das Wernigeröder Kino Volkslichtspiele, der Fürstliche Marstall, das Krummelsche Haus und ein Kreativloft mit Co-Working-Arbeitsplätzen. Zugleich ist sie Bauherr der August-Hermann-Francke-Grundschule in Wernigerode und des 100-Prozent energiealternativen „Sonnenhauses“. 2024 wurde die GWW mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die Sanierung das Gebäude-Karrees mit Klima-Garten rund um den Wernigeröder Walther-Grosse-Ring ausgezeichnet.

Für das „Sonnenhaus“ wurde die GWW 2026 als erster Mehrfamilienhaus-Neubau Sachsen-Anhalts mit der „Grünen Hausnummer Plus“ geehrt. Zudem erhielt sie dafür im Juli 2026 den AURA-Award, Sachsen-Anhalts höchste Auszeichnung für nachhaltiges Unternehmertum.

gww-wr.de

Über die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH

Die Gebäude- und Wohnungsbaugesellschaft Wernigerode mbH, Tochter der Stadt Wernigerode, verwaltet in der Harzmetropole über 3.000 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 176.000 Quadratmetern. Die Wohnungen befinden sich unter anderem in den Wohngebieten Altstadt, Burgbreite, Stadtfeld, Harzblick und im Ortsteil Benzingerode. Etwa 7.500 der ca. 34.000 Wernigeröder wohnen bei der GWW. 

Die GWW verwaltet zudem 28 Gewerbeeinheiten, darunter ein Café, das Wernigeröder Kino Volkslichtspiele, der Fürstliche Marstall, das Krummelsche Haus und ein Kreativloft mit Co-Working-Arbeitsplätzen. Zugleich ist sie Bauherr der August-Hermann-Francke-Grundschule in Wernigerode und des 100-Prozent energiealternativen „Sonnenhauses“. 2024 wurde die GWW mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis für die Sanierung das Gebäude-Karrees mit Klima-Garten rund um den Wernigeröder Walther-Grosse-Ring ausgezeichnet.

Für das „Sonnenhaus“ wurde die GWW 2026 als erster Mehrfamilienhaus-Neubau Sachsen-Anhalts mit der „Grünen Hausnummer Plus“ geehrt. Zudem erhielt sie dafür im Juli 2026 den AURA-Award, Sachsen-Anhalts höchste Auszeichnung für nachhaltiges Unternehmertum.

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