Nach den verheerenden Überschwemmungen in Nepal bringt Samaritan’s Purse die eingeflogenen Hilfsgüter nun in die betroffenen Regionen. Zerstörte Straßen und Brücken erschweren die Versorgung abgelegener Bergregionen. Der Erlanger Logistiker Christian Lambertus ist für die Hilfsorganisation vor Ort im Einsatz.

Nach den verheerenden Sturzfluten in Nepal weitet Samaritan’s Purse seine Hilfe für die betroffene Bevölkerung aus. Ende August hatten schwere Sturzfluten weite Teile Nepals und Gebiete entlang der Grenze zu Tibet getroffen. Mehr als 1.300 Menschen kamen nach bisherigen Angaben ums Leben, Tausende werden noch vermisst. Häuser, Straßen und Brücken wurden zerstört, zahlreiche Familien verloren ihre Lebensgrundlage.

Samaritan’s Purse arbeitet bereits seit dem schweren Erdbeben von 2015 mit christlichen Gemeinden und Organisationen in Nepal zusammen. Schon unmittelbar nach der Katastrophe konnten lokale Partner betroffene Familien darum mit dringend benötigten Hilfsgütern versorgen. Inzwischen ist weitere Hilfe eingetroffen.

Hilfe für schwer erreichbare Regionen: Logistik unter erschwerten Bedingungen
„Wir sind mit unserer Boeing 767 in Kathmandu gelandet – mit Decken, Lampen und Hygienesets an Bord“, berichtet Christian Lambertus aus Erlangen, der als Logistiker für Samaritan’s Purse in Nepal im Einsatz ist. „Jetzt geht es darum, die Hilfsgüter gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in die betroffenen Gebiete zu bringen, damit sie schnell bei den Menschen ankommen.“

Die Weiterverteilung stellt die Helfer vor große Herausforderungen. Straßen und Brücken wurden durch die Fluten zerstört, Regen erschwert die Transporte zusätzlich. In Bidur konnten zunächst 200 besonders betroffene Haushalte versorgt werden. Zwei Verteilungsteams und ein Erkundungsteam sind gemeinsam mit der Nepal Red Cross Society (NCRS) unterwegs.

Überschwemmungen machen Rückkehr in Heimatdörfer unmöglich
In einigen Gebieten wurden Häuser und Infrastruktur nahezu vollständig zerstört. Noch ist unklar, wo Familien leben können, die ihr Zuhause verloren haben. Neben der akuten Versorgung mit Notunterkünften, sauberem Trinkwasser und dringend benötigten Alltagsgütern wird deshalb zunehmend auch die längerfristige Unterbringung der Betroffenen zu einer Herausforderung.

Wassermassen rissen Schulkinder mit sich
„Das Ausmaß der Zerstörung in Nepal ist kaum vorstellbar“, sagt Sylke Busenbender, Vorstandsvorsitzende von Samaritan’s Purse Deutschland. „Unsere Helfer vor Ort berichteten uns von einer Frau namens Maya, die bei den Überschwemmungen ihre Tochter, zwei Schwiegertöchter und sechs Enkelkinder verloren hat. Die Kinder wurden in ihrer Schule von den Wassermassen mitgerissen. Auch ihr Haus, ihre Felder und fast ihr gesamter Besitz wurden zerstört.“ Busenbender betont: „Hinter den großen Opferzahlen stehen Tausende solcher persönlichen Schicksale. Bitte beten Sie mit uns für die Menschen in Nepal.“

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Über Samaritan’s Purse e. V.

Samaritan’s Purse widmet sich der Unterstützung von Menschen in Not, unabhängig von deren Herkunft, Religion oder Kultur. Unter dem Motto „Helping in Jesus‘ Name“ leistet Samaritan’s Purse weltweit humanitäre und medizinische Hilfe in Kriegs- und Krisengebieten. Einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist vor allem die internationale Geschenkaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, die Menschen einlädt, Kindern nicht nur das Nötigste zukommen zu lassen, sondern sie zu beschenken und ihnen die Botschaft von der Liebe Gottes zu überbringen. Der deutsche Zweig von Samaritan’s Purse wird von Sylke Busenbender und Marina Nobiling geleitet.

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