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Buchrezension
Daniel Böcking: Lass mal reden – Von Abtreibung bis Wokeness: Zwischen Zeitgeist und christlichen Werten

adeo Verlag in der SCM-Verlagsgruppe GmbH
160 Seiten
Hardcover: 16,00 Euro
E-Book: 11,99 Euro

ISBN-10 3863343530
ISBN-13:  978-3863343538

Interessant dabei ist, dass er dies aus einer christlichen Perspektive tut, da er im mittleren Alter eine echte Herzensbekehrung erlebte und seitdem Mitglied einer Freikirche in Berlin ist. Seitdem sieht er die Welt anders und ist überzeugt: Das Christentum hat etwas über den Zeitgeist zu sagen, der in so vielen Facetten daherkommt. Böcking möchte deshalb zum Diskurs einladen, Orientierung geben und unterschiedliche Meinungen harmonisieren. Es wird deutlich: Christliche Werte stehen mit dem Zeitgeist in Spannung – aber nicht unbedingt mit dem gesellschaftlichen Fundament.

Zum Inhalt

Auf 160 Seiten schrieb Böcking 23 kleine Essays, die nach Alphabet sortiert sind und die seine christlichen Überzeugungen zur jeweiligen Thematik darstellen. Er ist dabei für die gleichgeschlechtliche Ehe, die Trennung von Kirche und Staat, für Erotik unter dem Dach der Liebe (wie auch immer er das versteht), für christliche Meditation, für Wokeness mit Maß, möglicherweise gegen Abtreibung und definitiv gegen Cancel-Culture. Christentum sei bunt und deswegen schön. Glauben zeige sich in vielen Strömungen und Ausprägungen, doch Gott sei ein Gott der unveränderlichen Wahrheit. Die Essenz sei ganz praktisch: Vertrauen, Folgen und Handeln.

Zum Buch

Böcking gibt zu, dass er als Journalist kein Fachmann auf theologischem Gebiet ist und dass er selbst noch auf der Suche nach einer Meinung ist. Er gibt offen zu, dass ihm oft die göttliche Inspiration fehle und er nicht als „reifer Christ“ punkten könne. Das Buch will also kein ethischer Kompass sein und kennt auch keine Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit. Es ist jedoch ein Bekenntnis: „Christsein ist schön!“ (S. 10), denn bei Jesus siegt die Liebe. Christen sind frei, über nicht heilsentscheidende Punkte herzlich zu streiten und zu diskutieren. Böcking möchte dies mit Gelassenheit tun und die Gemeinsamkeiten betonen, damit der christliche Glaube auch moderne Debatten bereichern kann.

Authentisch und persönlich schreibt sich der Journalist seine Meinung von der Seele und begibt sich dabei so manches Mal auf dünnes Eis. Bei Reizthemen wirbt er für Vielfalt und Gelassenheit. Tatsächlich kann die Kritik lauten: zu oberflächlich, zu subjektiv und die Themenauswahl ist eigenwillig kombiniert. Dennoch regt das Buch zum Nachdenken an, da es im Kern um Glauben geht. Denn: „Faktenwissen trägt nur bis zu einem gewissen Punkt“ (S. 157). So lässt sich diese kleine Zusammenstellung als Predigt verstehen, die Mut machen soll, Liebe zu wagen. Und es ist tatsächlich mutig, wenn ein Boulevardjournalist seinen persönlichen Glauben bekennt und in einer gottfernen Welt Zeugnis ablegt.

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