Die Generalversammlung der Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg eG hat am 19. Februar 2026 den Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 2024/2025 beschlossen. In einem herausfordernden Marktumfeld verzeichnet die Genossenschaft einen konsolidierten Umsatz von 19,66 Millionen EUR (Vorjahr: 20,27 Mio. EUR). Während man im heimischen Markt mit einem Umsatzdefizit von zehn Prozent im Großhandel sowie fünf Prozent im Direktvertrieb kämpft, erweist sich die konsequente Ausrichtung auf den Export und den ökologischen Weinbau als entscheidender Erfolgsfaktor.

Analog zu den nationalen Entwicklungen prägt das derzeitige Überangebot an deutschem Wein den heimischen Markt. Laut Gerhard Brauer, Vorstandsvorsitzender des Ruppertsberger Weinkellers, ist eine Marktverbesserung erst bei einem neuen Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage zu erwarten: „Das wird dauern. Wir müssen auf absehbare Zeit mit Absatzrückgängen und den damit verbundenen Anpassungen leben. Unsere Strategie, uns von nicht kostendeckenden Geschäften im Inland zu lösen und Märkte zu bespielen, in denen wir erfolgreich agieren können, erweist sich jedoch als goldrichtig.“

Mit einem Anteil von mittlerweile über 62 Prozent im Kerngeschäft Wein und Sekt bleibt der Export der zentrale Wettbewerbsvorteil. Um auf veränderte globale Markttrends zu reagieren, hat die Genossenschaft ihr Portfolio gezielt erweitert. Neu im Sortiment sind „Low Alcohol“-Weine mit einem Alkoholgehalt von lediglich 8 % vol. – aktuell verfügbar als Riesling, Rosé und Riesling Sparkling in verschiedenen Gebinden. „Wir reagieren damit auf die internationale Nachfrage nach leichteren Weinen, ohne dabei unsere Qualitätsansprüche zu vernachlässigen“, so Brauer.

Das Genossenschaftsmodell erlebt in Zeiten schwieriger Branchenlage eine Renaissance. Auch die Ruppertsberger verzeichnen ein anhaltend hohes Interesse an Mitgliedschaften. Gezielte Neuaufnahmen sowie die Ausweitung bestehender Rebflächen der Mitglieder führte im Geschäftsjahr 2024/2025 zu einem Flächenwachstum von über 16 Prozent auf nunmehr 440 Hektar Ertragsrebfläche. Besonders hervorzuheben ist dabei die Ausweitung der biologisch bewirtschafteten Fläche. Im Geschäftsjahr 2024/2025 waren bereits 191 Hektar bio-zertifiziert, sowie 143 Hektar in Umstellung auf ökologsichen Anbau. Dies entspricht über 75 Prozent der Ertragsrebfläche. Damit festigen die Ruppertsberger ihren Status als einer der größten Betriebe für biologisch und nachhaltig erzeugte Weine. Dieser hohe Bio-Anteil ist essenziell, um die starke Nachfrage in den Kernmärkten Skandinaviens und des Baltikums bedienen zu können.

Die strategische Intensivierung des Auslandsgeschäfts sichert die wirtschaftliche Basis der Winzerinnen und Winzer. Für den Jahrgang 2024 konnte eine Brutto-Auszahlung in Höhe von 13.779 EUR je Hektar erwirtschaftet werden (Vorjahr: 13.100 EUR). Die Auszahlung pro Kilogramm blieb mit 1,10 EUR brutto stabil auf Vorjahresniveau. „Wir konstatieren, dass unsere Strategie aufgeht: Wir schaffen es trotz anhaltender Krisen weiterhin eine kostendeckende Auszahlung für unsere Mitglieder zu erzielen“, betont Gerhard Brauer.

Angesichts der rückläufigen Absatzzahlen im Inland liegt der Fokus des Unternehmens weiterhin auf einer strikten Kostendisziplin, sowie der kontinuierlichen Optimierung der betrieblichen Effizienz. Ziel ist es, die Strukturen in allen Bereichen des Unternehmens konsequent an die veränderte Marktsituation anzupassen. Als ein erfolgreiches und zukunftsfähiges Konzept im Inland erweist sich dabei der erlebnisorientierte Direktvertrieb: Durch die Verknüpfung von Wein-Momenten mit Gastronomie und Events bildet das Unternehmen mit dem Format der Weinbar mit Weincafé unique in Könisgbach eine Plattform, um die Kundenfrequenz zu erhöhen und diese mit emotionalen Mehrwerten aufzuladen.

Über den Ruppertsberger Weinkeller

Die Ruppertsberger Weinkeller Hoheburg eG ist einer der führenden Weinbaubetriebe in der Pfalz. Die Winzergenossenschaft vermarktet rund 600 ha Rebfläche im Direktvertrieb, Fach- und Lebensmittelhandel sowie im Export. Die bewirtschafteten Weinberge der Winzer befinden sich in Ruppertsberg und den direkten Nachbargemeinden Königsbach und Mußbach im Süden, Meckenheim im Osten und Deidesheim im Norden. Mit mehr als 50% Absatzanteil ist der Riesling die wichtigste Rebsorte im Ruppertsberger Weinkeller. Als erste Winzergenossenschaft in Rheinland-Pfalz wurde der Ruppertsberger Weinkeller in 2022 mit dem nachhaltigen Label FAIR’N GREEN zertifiziert. Dabei sind über 75 % der Rebflächen in biologischer Bewirtschaftung.

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