Lebensqualität erhöhen – Potenziale sichtbar machen
Im Mittelpunkt stand die Entwicklung sozialer und gestalterischer Konzepte für städtische Gebiete unweit der Pyramiden von Gizeh. Die Quartiere gelten als strukturell benachteiligt, verfügen jedoch über großes Potenzial – etwa durch freie Flächen, Wasserläufe und vorhandenes Land. Die Studierenden erarbeiteten Ansätze, die die Lebensqualität der dort lebenden Menschen verbessern können. „Produktdesign, Freiraumplanung und lokale Perspektiven fließen dabei bewusst zusammen. Wir verbinden fachliche Analyse mit echter Begegnung – und schaffen so die Grundlage für tragfähige Lösungen in komplexen urbanen Räumen“, sagt Prof. Thomas Hofmann, Professor für Produktdesign an der Hochschule Osnabrück.
Zum Auftakt trafen sich die Studierenden in Kairo. Gemischte Gruppen aus Freiraumplanungs-Studierenden, Industrial-Design-Studierenden und ägyptischen Produktdesigner*innen arbeiteten dort eine Woche lang intensiv zusammen: bei Workshops, Geländeanalysen und Besuchen der umliegenden Stadtquartiere. Die Gruppen präsentierten erste ideenbasierte Ansätze bereits vor dem Präsidium der GUC. Der Präsident selbst nahm sich Zeit, um die Arbeit der Studierenden zu würdigen.
Kairo erleben – Kultur, Hochschule, Alltag
Neben der Projektarbeit lernten die Studierenden den Hochschulalltag an der GUC kennen: moderne Werkstätten, Labore und einen weitläufigen grünen Campus. „Der Campus ist sehr schön: begrünt, überall stehen Palmen. Eine richtige kleine Oase in dem Trubel von Kairo“, so Solea Valentino, Industrial Product Design Studentin an der Hochschule Osnabrück.
Darüber hinaus bot das Rahmenprogramm tiefe Einblicke in die Kultur und das Alltagsleben Kairos: Besuche in Moscheen, im neuen Grand Egyptian Museum, auf dem Bazar, in Handwerksbetrieben und Berufsschulen sowie gemeinsame Abendessen, Ausflüge an den Nil und Begegnungen abseits touristischer Routen. Michelle Bußmann, ebenfalls Industrial Product Design Studentin, hebt besonders die Gastfreundschaft hervor: „Die ägyptischen Studierenden haben sich so viel Mühe gegeben. Wir waren jeden Abend unterwegs, haben zusammen gegessen, gelacht und Kairo aus einer Perspektive erlebt, die man als Tourist*in nie sehen würde.“
Wertvolle Lernerfahrungen – fachlich wie persönlich
Die interkulturelle Zusammenarbeit sei anspruchsvoll, aber äußerst bereichernd, so die Lehrenden. Studierende lernen unterschiedliche Arbeitsstile kennen, erleben neue kulturelle Perspektiven und reflektieren soziale Fragestellungen unmittelbar vor Ort. „Wir hoffen, dass die Studierenden etwas fürs Leben mitnehmen – Offenheit für andere Lebenswelten, neue Zugänge zu Gestaltung und Stadtentwicklung und die Fähigkeit, interkulturell zusammenzuarbeiten“, sagt Hofmann. Interkulturelle Kompetenzen sind daher bewusst Teil des Lehrplans.
Hintergrund
Ermöglicht wurde das Projekt durch rund 30.000 Euro, die die Hochschule sowie die beteiligten Fakultäten einwarben – unterstützt von der Ulderup-Stiftung und durch Eigenleistungen der Studierenden.
Hochschule Osnabrück
Albrechtstraße. 30
49076 Osnabrück
Telefon: +49 (541) 969-0
Telefax: +49 (541) 969-2066
https://www.hs-osnabrueck.de
Studiengangsleitung Industrial Product Design
Telefon: +49 (541) 969-2984
E-Mail: t.hofmann@hs-osnabrueck.de
Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI)
Telefon: +49 (541) 969-2175
E-Mail: j.pruene@hs-osnabrueck.de
![]()