„Auch im vergangenen Jahr hat die Bibel als gedrucktes Buch das Lesen vieler Menschen geprägt“, sagt Dr. Christoph Rösel, Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft. „Die Bibel war auch 2025 ein Bestseller.“ Angesichts der grundlegenden Veränderungen in Kirche und Gesellschaft sei es allerdings keine Überraschung, dass die Zahlen nicht jährlich weiter nach oben gingen. Man werde die Entwicklungen genau beobachten und analysieren, so Rösel. „Als Deutsche Bibelgesellschaft werden wir auch in den kommenden Jahren alles daransetzen, innovative Wege zu finden, damit Menschen der Bibel in geeigneter Sprache und Form begegnen können.“
So hätten besonders digitale Bibel-Angebote in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. „Das Medienverhalten verändert sich auch bei der Nutzung der Bibel“, so Rösel weiter. „Die Zahl der Zugriffe auf unsere Bibeltexte in Web und App sind im vergangenen Jahr um knapp 4 Millionen auf insgesamt 16 Millionen gestiegen.“
Die Zahlen im Detail
Bei den gedruckten Büchern verzeichnete die Lutherbibel mit 79.000 verkauften Exemplaren einen leichten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr (74.000 Expl.). Nach zwei Jahren, in denen moderne Bibelübersetzungen stärker nachgefragt waren, verzeichneten diese 2025 einen Rückgang. Die kommunikative Übersetzung BasisBibel ging von 100.000 zurück auf 86.000 Exemplare, die Gute Nachricht Bibel verkaufte sich 43.000 Mal gegenüber 59.000 Exemplaren in 2024. Die stärkste Veränderung zeigte sich bei fremdsprachigen Bibeln, die deutlich weniger nachgefragt wurden (2025: 18.000; 2024: 66.000).
Ein weiterer Schwerpunkt im Programm der Deutschen Bibelgesellschaft sind die wissenschaftlichen Ausgaben in den Ursprachen. Sie sind weltweit und bei allen Konfessionen die Grundlage für die theologische Wissenschaft und Bibelübersetzung. Dazu gehören die „Biblia Hebraica Stuttgartensia“ und die „Biblia Hebraica Quinta“, das „Greek New Testament“ und das „Novum Testamentum Graece“ (Nestle-Aland). Mit 28.000 Exemplaren verzeichneten die wissenschaftlichen Bibelausgaben gegenüber dem Vorjahr (25.000) erneut einen Anstieg. Dazu trug auch die neu erschienene 6. Auflage des Greek New Testament bei.
Über die eigentlichen Bibelausgaben hinaus gab es leichte Zuwächse bei Titeln im Bereich Sachbuch und Religionspädagogik mit insgesamt 14.000 Exemplaren gegenüber 13.000 Exemplaren im Vorjahr. Der Bereich der Kinder- und Jugendausgaben blieb auf einem stabilen Niveau (132.000 Exemplare).
Die Deutsche Bibelgesellschaft (DBG)
Die Deutsche Bibelgesellschaft ist eine eigenständige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Stuttgart. Zusammen mit der Evangelischen Kirche in Deutschland gibt sie die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers heraus. Außerdem verantwortet sie die Gute Nachricht Bibel und die BasisBibel sowie biblische Kinderbücher und Verständnishilfen für die Bibel. International ist die DBG für die wissenschaftlichen Bibelausgaben in den Ursprachen zuständig. Die Weltbibelhilfe der DBG unterstützt gemeinsam mit dem Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies) weltweit die Übersetzung und Verbreitung der Heiligen Schrift. Zu den Mitgliedern der jährlich tagenden DBG-Vollversammlung gehört auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Mehr Informationen unter www.die-bibel.de.
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