Hybrid-Fleisch kombiniert Fleisch mit pflanzlichen Zutaten und ist damit eine alltagstaugliche Lösung für alle, die weniger Fleisch essen möchten, ohne gewohnte Lieblingsgerichte vom Speiseplan zu streichen. Wie das geht, und warum das Konzept eigentlich nicht neu ist.

Gründe, weniger Fleisch zu essen, gibt es viele. Gründe, warum das Vorhaben im Alltag oft scheitert, gibt es auch. Die Hauptursache: Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir haben unsere Routinen; Gerichte, für die wir keine Einkaufsliste brauchen, die wir gewissermaßen im Schlaf kochen und von denen wir wissen, dass sie alle am Tisch lieben. Und wir haben Lieblingsgerichte, die für uns mehr sind als eine sättigende Mahlzeit, sondern uns auch noch ein wohliges Gefühl vermitteln: Soulfood.

Wer sich bewusst weniger fleischlastig ernähren möchte, muss sich Gedanken machen und Gewohnheiten ändern: Esse ich gar kein Fleisch, greife ich zu Fleischalternativen, und wenn ja, welche pflanzlichen Proteine sind die besten? Dann neue Rezepte suchen, anders einkaufen, ungewohnte Gerichte kochen. Das dauert länger und ist oft mehr Experiment als sichere Bank. Aber gerade im Alltag fehlt uns oft die Energie, Neues auszuprobieren. Kommen noch Kinder ins Spiel, wird daraus eine echte Herausforderung. Denn anders als bei den meisten Erwachsenen geht ihre Offenheit für neue kulinarische Erfahrungen in der Regel gegen Null.

Wer Gerichte wie Bratwurst mit Kartoffelsalat, Fischstäbchen mit Spinat, Spaghetti Bolognese oder Chicken Nuggets mit Pommes nicht vom Speiseplan streichen und trotzdem weniger Fleisch oder Fisch essen will, kann in sogenannten Hybrid-Produkten passende Alternativen finden. Das Angebot wächst beständig, viele Produkte sind geschmacklich nah am „Original“, so dass kaum auffällt, dass sie weniger Fleisch enthalten. Hybrid-Varianten gibt es mittlerweile von allen gängigen verarbeiteten Fleischprodukten: Burger-Patties, Gehacktes oder Würste.

Was sind Hybrid-Produkte – und warum ist das nichts Neues?

Zugegeben: Besonders ansprechend klingt der Begriff Hybrid-Fleisch nicht, ist aber sachlich betrachtet korrekt. Er bezeichnet Produkte, die Fleisch mit pflanzlichen Zutaten kombinieren. Der Fleischanteil wird reduziert – meist um ein Drittel, manchmal mehr – und durch pflanzliche Anteile ersetzt: Texturate aus Hülsenfrüchten wie der heimischen Ackerbohne oder aus Reis beispielsweise, manchmal auch weitere Zutaten wie Gemüse oder Pilze.

Dabei ist das innovativ klingende Konzept gar nicht neu. Die klassische Frikadelle aus Hack, eingeweichten Semmelbröseln, Ei und Zwiebel folgt demselben Prinzip. Der Fleischanteil wird gestreckt, das Ergebnis bleibt sättigend, der Geschmack super und das Fleisch saftig. Nicht revolutionär, sondern einfach lecker, vertraut und bewährt. Dasselbe gilt für türkische Köfte, griechische Bifteki, mexikanische Tamales: Fleisch wurde schon immer geschickt mit anderen Zutaten gemischt.

Gesünder? Nachhaltiger? Ehrliche Antworten

Ob Hybrid-Produkte „gesünder“ sind als ihre klassischen Fleischpendants, hängt von der Gesamtrezeptur und schlussendlich auch von der Zubereitungsart ab. In vielen Fällen dürfte der pflanzliche Anteil für weniger gesättigte Fettsäuren und einen höheren Ballaststoffgehalt sorgen. Gegenüber vielen reinen Fleischersatz-Produkten ist die Zutatenliste oft kürzer. Pflanzliche Proteine verbessern aber nicht nur das Nährwertprofil. Weniger Fleisch heißt auch: weniger Tierhaltung, weniger Ressourcenverbrauch, weniger Treibhausgase, weniger Nutzfläche.

Am Ende entscheidet bei Lebensmitteln aber immer der Geschmack und die Alltagstauglichkeit. Hier liegt der große Vorteil von Hybrid-Produkten. Sie lassen sich auf die gewohnte Weise zubereiten und schmecken vertraut. So simpel ist das Prinzip hinter der wachsenden Beliebtheit dieser Produkte. Man findet sie mittlerweile im Kühlregal der Discounter genauso wie im Supermarkt – häufig zwischen den klassischen Fleischprodukten. Da ein einheitlicher Begriff bislang fehlt, heißen die Produkte sehr unterschiedlich und Hersteller arbeiten oft mit Anglizismen. Meist hilft aber der Blick auf die Zutatenliste oder die Bildsprache der Verpackung. In den Benelux-Ländern hat sich das Angebot bereits fest etabliert; in Deutschland ziehen Supermärkte und Discounter langsam aber sicher nach.

Wer weniger Fleisch essen möchte, muss also nicht gleich alles anders machen. Manchmal reicht es, vertraute Routinen ein kleines Stück weiterzudenken: Man kocht, was man kennt – nur mit etwas weniger Fleisch.

Über die BENEO GmbH

Meatless zählt zu den Wegbereitern einer neuen Generation alternativer Proteinlösungen. Das Unternehmen gehört zu den ersten Anbietern, die das Potenzial hybrider Fleisch- und Fischprodukte früh erkannt haben. So verfügt Meatless heute über tiefgehende Expertise darin, das Beste aus zwei Welten zu vereinen: authentische Geschmackslebnisse auf der Basis von Fleisch – kombiniert mit den ernährungsphysiologischen und nachhaltigen Vorteilen pflanzlicher Zutaten. Als Innovationspartner der Lebensmittelindustrie treibt Meatless den Wandel aktiv voran: mit Lösungen, die Verbraucherbedürfnisse ernst nehmen. Für eine zukunftsfähige Ernährung, die besser für unsere Gesundheit und unseren Planeten ist und zeigt, dass bewusster Konsum und Genuss Hand in Hand gehen können.

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