Das Besondere an diesem Wettbewerb war nicht nur das Thema selbst, sondern auch die Besetzung der Jury: Neben Daniela Kraus und Hannah Müller vom Sachgebiet Kinder- und Jugendbeteiligung des Jugendamtes, die auch in der AG Inklusion und Teilhabe mitwirken und das Projekt ins Leben gerufen hatten, saßen auch Schülerinnen und Schüler aus der Dieffenbachschule Schlitz im Gremium. Mit einem unverfälschten, ehrlichen und scharfen Blick bewerteten die Nachwuchs-Juroren die eingegangenen Arbeiten.
„Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Empathie und Klarheit die Grundschulkinder die Beiträge analysiert haben“, berichten die Initiatorinnen begeistert. „Sie haben sofort gespürt, wie viel Mühe, Arbeit und tiefes Verständnis in jedem einzelnen Werk stecken. Alle Teilnehmer haben sich unglaublich viel Mühe gegeben.“
Die Werke, die der Jury vorlagen, spiegelten ein breites und tiefgründiges Spektrum gelebter Inklusion wider. Sie zeigten eindrucksvoll, dass Barrierefreiheit im Kopf anfängt.
Kreativplakate zum Thema „Eine Welt ohne Hindernisse“ hatte ein Ethikkurs des Jahrgangs 3 eingereicht: Mit viel Liebe zum Detail hatte diese Gruppen Plakate gestaltet, die visuell greifbar machten, was Barrierefreiheit bedeutet. Am Beispiel von Menschen mit Sehbehinderungen oder Rollstuhlnutzern wurde kontrastreich gegenübergestellt, wie die Welt „mit Hindernissen“ (Treppen, unlesbare Tafeln, Einsamkeit) und „ohne Hindernisse“ (Rampen, sprechende Computer, taktile Leitsysteme und ein lachendes Miteinander) aussieht. Sätze wie „Jeder Mensch ist wichtig“ und „Es ist wichtig, jeden zu respektieren“ zierten die farbenfrohen Collagen.
Ein besonderes Highlight war das Projekt „Schüler für Tiere“ der Geschwister-Scholl-Schule in Alsfeld. Hier wurde dokumentiert, wie eine bunt gemischte, inklusive Gruppe aus fünf verschiedenen Klassenstufen (von Fünft- bis Achtklässlern) gemeinsam im Tierheim Alsfeld hilft. Die Jugendlichen lernen dabei nicht nur den Umgang mit Tieren, sondern erfahren am Beispiel von verletzten, schüchternen oder gehandicapten Tieren, dass kein Lebewesen perfekt sein muss, um wertvoll, großartig und geliebt zu sein. Sichtlich stolz zeigten die Jugendlichen, was gelebte Inklusion bedeutet: „Wir unterscheiden uns nicht. Wir helfen uns gegenseitig.“
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