Haben Automobilzulieferer, die klassische Fahrzeugteile wie Getriebe, Bremsen und Radaufhängungen herstellen, doch eine anhaltende Zukunft vor sich? ZF-Chef Stefan Sommer ist überzeugt, dass das Auto trotz Digitalisierung oder Elektrifizierung ein mechanisches Fahrzeug bleibt und deshalb die Angst vor den IT-Konzernen im Silicon Valley nicht berechtigt ist. Google, Amazon und Apple beherrschten Big Data und künstliche Intelligenz wirklich gut. „Nur – damit fährt ein Auto nicht“, erklärt Sommer im Gespräch mit auto motor und sport. „Wenn man diese Firmen und Start-ups dann fragt, wie es integriert werden soll, dann ist die Diskussion schnell am Ende. Aber ein Auto muss bremsen, lenken, angetrieben werden und Fahrbahnkontakt halten. Diese Qualität wird künftig noch stärker gefordert werden.“

Die Mechanik spiele zum Beispiel in autonom fahrenden Autos künftig eine noch größere Rolle. „Wenn Sie in einem autonom fahrenden Auto rückwärts zur Fahrtrichtung sitzen, weil Sie sich von Angesicht zu Angesicht mit den anderen Passagieren unterhalten wollen, dann sehen Sie keine Schlaglöcher oder erwarten nicht, dass abrupt gebremst wird“, schildert der ZF-Chef. „Da muss noch ganz viel am Komfort gearbeitet werden, und die mechanische Qualität wird dafür nach wie vor gebraucht werden.“ 

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