Die Horrorbilder vom verunglückten Flix-Bus im Mai auf der A9 bei Leipzig sind vielen noch in bester Erinnerung. Es hat die Diskussion um die Sicherheit der Fernbusse erneut angefacht. AUTO STRASSENVERKEHR berichtet, dass das BAG (Bundesamt für Güterverkehr) bei Kontrollen von 1346 Fernbussen im Jahr 2017 in rund 12 Prozent der Fälle Vergehen bei den Pausen sowie den Lenk- und Ruhezeiten festgestellt hat. In der Branche herrscht ein enorm hoher Preisdruck.

Flixbus beherrscht 95 Prozent des deutschen Marktes. Doch die Firma ist nur Vermittler, Busse und Fahrer arbeiten für Subunternehmen. „Im Schnitt liegen die Preise bei 10 Cent pro Passagier und Kilometer“, berichtet die Zeitschrift in ihrer neuen Ausgabe. Das können zum Beispiel deutsche Unternehmen bei Stundenlöhnen von zwölf bis 16 Euro nicht leisten. Die Aufträge angeln sich Firmen aus anderen Ländern mit wesentlich niedrigeren Mindestlöhnen. In Bulgarien sind das im Schnitt nur 286,33 Euro im Monat.

Zwar betonen Vertreter von Flixbus, dass man die Ruhezeiten durch die Auswertung von digitalen Fahrtenschreibern und Satellitendaten überprüfe. Außerdem sei die Busflotte mit den modernsten Assistenzsystemen ausgerüstet. „Ob sie einen hilfreichen Schutz bei Konzentrationsschwächen oder Müdigkeit des Fahrers bieten ist fraglich – oft warnen Assistenzsysteme nur“, so AUTO STRASSENVERKEHR. Mit der neuen Konkurrenz durch den französischen Anbieter BlaBlaBus, der mit einer aggressiven Preisstrategie in den deutschen Markt drängt, wird sich der Kostendruck verstärken.

Experten wie Christoph Gipp vom Institut IGES schätzen, dass das Liniennetz künftig noch verdichtet und weiter optimiert wird. Neben der Schiene werde Fernbus bei der Bewältigung der wachsenden Mobilitätsbedürfnisse eine wichtige Rolle spielen. „Das funktioniert aber nur dann, wenn die Busse besser kontrolliert werden“, so Gipp.

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