Auch wenn bisher keine Fälle des neuen Coronavirus (COVID-19) in Hessen aufgetreten sind, steht das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises in regelmäßigem Kontakt mit dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI) sowie den anderen Gesundheitsämtern in Hessen. „Im Rahmen der gestrigen wöchentlichen Telefonkonferenz wurde festgestellt, dass Hessen für das COVID-19 gut aufgestellt ist“, fasst Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak das Ergebnis dieser jüngsten Besprechung zusammen. So stünden Labore in Frankfurt und Marburg bereit, die den Test auf das neue Virus zeitnah durchführen könnten. Bei einem Verdachtsfall seien Ablaufpläne definiert, die eine rasche Umsetzung von Schutzmaßnahmen ermöglichen.

„In der Kreisverwaltung selbst gibt es eine enge Abstimmung zwischen den Fachbehörden wie Gesundheitsamt, Leitstelle, dem ärztlichen Leiter des  Rettungsdienstes und der Behördenleitung“, führt Dr. Mischak aus. Die Ärzte im Kreis seien über den aktuellen Stand informiert und wüssten, welche Maßnahmen in einem möglichen Verdachtsfall anzuwenden seien. Bei Rückfragen könnten sich die Mediziner zudem an das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises wenden. Involviert seien natürlich auch die Krankenhäuser. Dort gebe es selbstverständlich Bereiche, die zur Verfügung gestellt werden könnten. Sollte ein Verdachtsfall auftreten, könne der betroffene Patient unverzüglich separiert werden.

Als Schutzmaßnahme empfehlen das Hessische Ministerium für Soziales und Integration sowie das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises, weiterhin einfache Hygieneregeln zu beachten: In die Armbeuge husten oder niesen. Einmaltaschentücher verwenden und diese nach jedem Gebrauch entsorgen. Händeschütteln vermeiden, gründliches und regelmäßiges Händewaschen, nicht mit den Händen die Nasen-, Mund- und Augenschleimhaut  berühren (zum Beispiel nach dem Festhalten an Griffen in Bussen oder Benutzen von Türgriffen, die von vielen angefasst werden), grundsätzlich eigene Gläser und Besteck benutzen und wie immer in der Erkältungszeit wenn möglich Menschenansammlungen meiden.

„Die Gefahr einer Ansteckung ist nur gegeben, wenn sich eine Bürgerin oder ein Bürger zuvor in einem Verbreitungsgebiet des Virus aufgehalten hat oder engen Kontakt mit einer nachweislich an COVID-19 erkrankten Person hatte“, erklärt Dr. Dr. Rüdiger Rau vom Vogelsberger Gesundheitsamt. Treten innerhalb von 14 Tagen Symptome wie Fieber, Husten und/oder Atemnot auf, so bestehe der Verdacht auf eine COVID-19-Infektion. In diesem Fall sollten die Betroffenen möglichst zu Hause bleiben und unnötige Kontakte vermeiden. Bevor man den Hausarzt oder eine Notaufnahme im Krankenhaus aufsuche, solle man sich telefonisch anmelden und darauf hinweisen, dass man sich in einem Verbreitungsgebiet des Virus aufgehalten habe. Auch das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises gibt telefonisch Auskünfte zu Risiken und Verhaltensregel.

Für eine eventuell nötige Corona-Testung gibt es laut Dr. Rau aus Sicht des Robert-Koch-Instituts ganz enge Vorgaben, an diese Vorgaben halten sich die Mediziner.

Abschließend weist Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak darauf hin, dass die Grippe viel häufiger vorkommt. Alleine in diesem Jahr wurden im Kreis schon 93 Influenza-Fälle gemeldet.

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