Die bisherigen Schritte der Bundesregierung zur Rettung von Unternehmen lassen die meisten Busbetriebe in Deutschland schutzlos zurück. Zwischen den aufgelegten Fonds für große Konzerne und Kleinstbetriebe drohen Unternehmen mittlerer Größe vergessen zu werden. Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) warnt daher nachdrücklich vor den wirtschaftlichen Folgen: Eine dramatische Welle unverschuldeter Insolvenzen ist nicht mehr zu verhindern, wenn nicht schnell passgenaue Schritte zur Rettung folgen. Die Politik muss zu ihrem Wort stehen und jetzt geeignete Maßnahmen ergreifen.

Der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) hat am 24. März in Berlin einen Katalog mit dringend notwendigen Maßnahmen für das Fortbestehen der mittelständischen Bustouristik vorgelegt. Die finanzielle Lage der Unternehmen in diesem Marktsegment ist derzeit in Folge der Corona-Ausbreitung und der damit verbundenen Reiseverbote bereits hoch dramatisch. Aufgrund bereits erfolgter Vorauszahlungen an Leistungsträger auf der einen Seite und der Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber den Kunden aufgrund höherer Gewalt auf der anderen Seite, steht eine Insolvenzwelle kurz bevor. Die bislang von der Bundesregierung in Aussicht gestellten beziehungsweise aufgelegten Hilfsinstrumente greifen bei den allermeisten Unternehmen im Gewerbe ausdrücklich nicht. Garantierte Summen in Milliardenhöhe sind maßgeschneidert auf die Unterstützung von Kleinstbetrieben sowie für die Stützung von Großkonzernen ausgelegt. Dazwischen klafft eine Lücke, in der ein Großteil der mittelgroßen Unternehmen zu verschwinden droht. Der bdo hat daher in Abstimmung mit seinen Landesverbänden einen Katalog mit weitergehenden Vorschlägen erarbeitet, die sich an der tatsächlichen Lage in den Betrieben orientiert und deren Fortbestand in unverschuldeter Notlage sichern soll.

Zur Situation in den Bustouristik-Unternehmen und zu den jetzt notwendigen Maßnahmen sagte bdo-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard: „Die Lage im Bustourismus ist dramatisch. Es gibt derzeit keinerlei Einnahmen – und das in einer Zeit des Jahres, in der die laufenden Kosten und die im Vorlauf getätigten Ausgaben wieder erwirtschaftet werden müssen. Nun kommen noch die Rückzahlungsverpflichtungen an die Kunden hinzu. Noch in den nächsten Tagen werden die ersten Unternehmen untergehen. Viele, viele weitere müssten kurz danach folgen, wenn jetzt nicht schnell der versprochene Rettungsschirm nachgebessert wird. Es muss Hilfe geben für die große Zahl der Unternehmen, die weder Kleinstbetrieb noch Großkonzern sind. Damit sind unzählige Arbeitsplätze und leistungsstarke mittelständische Strukturen gefährdet. Das Aus für hunderte – wenn nicht sogar tausende – Unternehmen kann und muss jetzt verhindert werden.“ 

Die vollständigen Ausführungen zum Maßnahmenkatalog finden Sie hier.

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