Um den weltweiten Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begegnen, muss die Bundesregierung die Gelder für Entwicklungszusammenarbeit deutlich aufstocken. Die bisherigen Ausgaben reichen bei Weitem nicht aus, um die verheerenden gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen in armen Ländern zu bekämpfen. Das kritisiert die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam anlässlich der für heute erwarteten OECD-Statistik zur Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit. Oxfam fordert umfassende Investitionen in Gesundheits-, Bildungs- und soziale Sicherungssysteme armer Länder. Die notwenigen Mittel könnten über eine Finanztransaktionssteuer aufgebracht werden.

Tobias Hauschild, Oxfams Experte für Entwicklungsfinanzierung, kommentiert:

„Deutschlands Versprechen, 0,7 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für Entwicklung auszugeben, ist nun 50 Jahre alt und bis heute unerfüllt. Die Corona-Pandemie erinnert uns eindringlich an seine Aktualität. In armen Ländern bedroht das Virus das Leben von Millionen Menschen. Die Erfolge der weltweiten Armutsbekämpfung stehen auf der Kippe, soziale Ungleichheit wäre die Folge.“

„Frauen und Mädchen sind doppelt und dreifach betroffen: Schon bisher haben sie weniger Zugang zu Bildung und sozialer Sicherung, sind häufiger prekär beschäftigt und werden oft schlechter bezahlt als Männer. Zudem tragen sie beruflich wie privat die Hauptlast der Pflege- und Sorgearbeit.“

„Arme Länder brauchen jetzt unsere Unterstützung. Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung sind die entscheidenden Stellschrauben, mit denen die Auswirkungen der Krise nun eingedämmt werden müssen. Deutschland muss endlich seiner internationalen Verantwortung gerecht werden und die nötigen Gelder bereitstellen, um die 0,7-Prozent-Marke zu erreichen. Dafür brauchen wir die Mittel aus der geplanten Finanztransaktionssteuer.“

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