Wer sich jetzt auf www.schreiadler.org einklickt, der kann im eigenen Wohnzimmer Waldbaden, Vogelkonzerten lauschen und vor allem einem Adlerweibchen beim Brutgeschäft zusehen. Willkommen in der Welt des Schreiadlers. Live! Denn auch Mutter Schreiadler hat jetzt „Homeoffice“. Sie sitzt auf zwei Eiern und hat es nicht immer leicht. Nicht nur Adlerfreunde und Naturschützer schauen ihr ins Nest: So piesacken die Eichelhäher das Weibchen rund um den 10 Meter hohen Baum gehörig. Eichelhäher sind einfach Nervensägen. Sie flattern im Sturzflug über das Weibchen, ärgern und stören es. „Kommen gar Habicht und Waschbär hinzu, sind die Adler-Eier ernsthaft in Gefahr“, sagt Dr. Andreas Kinser, stellvertretender Leiter Naturschutz der Deutschen Wildtier Stiftung.

Schreiadler-Mütter legen immer nur zwei Eier und die werden nicht aus den Augen gelassen. Der Zuschauer merkt aber: manchmal werden auch einem Adlerweibchen die Tage im Brutgeschäft lang. „Fünf Wochen muss es jetzt auf dem Gelege sitzen, bis der Nachwuchs schlüpft“, sagt Kinser. Manchmal schaut die Adlermutter mit zerzaustem Federkopf und aus schmalen Augen aus ihrem Nest in den Wald weit über die Baumwipfel hinaus. Die Abendröte färbt den Himmel dann leicht rosa. Sehnsüchtig ruft sie das Adlermännchen mit einem „tjick tjick“ herbei. Er bringt ihr einen Leckerbissen – einen Frosch oder eine Maus – zur Stärkung. „Schreiadler sind sich ein Leben lang treu, sie kann sich auf ihn verlassen. Er versorgt das Weibchen, während es brütet – und manchmal übernimmt er auch“, sagt der Experte der Deutschen Wildtier Stiftung.

In Deutschland gibt es noch circa 130 Schreiadler-Brutpaare. Die Deutsche Wildtier Stiftung schützt den kleinsten Adler Deutschlands und engagiert sich unter anderem mit dem Ankauf von Naturschutzflächen für den seltenen Greifvogel. Um die Welt des seltenen Schreiadlers greifbar zu machen, überträgt die Deutsche Wildtier Stiftung den Online-Stream eines Projekts der Staatlichen Forstverwaltung in Lettland auf ihre Webseite www.DeutscheWildtierStiftung.de. Im Projekt wird die Nahrungszusammensetzung für Schreiadler-Küken untersucht. „Geht alles gut im Adlerhorst, wird eines der seltenen Adlerküken flügge, während eines nicht überlebt“, so der Adler-Experte der Deutschen Wildtier Stiftung. Aber das ist eine andere Geschichte.

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