• Studie OpinionTRAIN belegt erhebliche Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt
  • Schweden mit stärkster wahrgenommener Bedrohung durch Covid-19
  • Gute Beurteilung des Krisen-Managements der Regierungen aus Sicht der Öffentlichkeit
  • Tiefgreifende und nachhaltige Veränderungen durch die Corona-Krise erwartet 

Was das Ausmaß der Corona-Krise auf Gesellschaft und Wirtschaft betrifft, reiht sich ein Extrem an das andere. Die jüngsten Einschätzungen vom Direktor der amerikanischen Notenbank Fed, Jerome Powell, belegen dies. Er kündigte am 18.5.2020 an, dass die amerikanische Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal – hochgerechnet auf das Gesamtjahr 2020 – um bis zu 30 Prozent schrumpfen könnte. Nicht minder drastisch sind die Auswirkungen in Europa. Dabei sind die wirtschaftlichen Konsequenzen der Krise nur eine Facette (neben Themen wie Familie, Schule, Arbeit, Mobilität etc.). In Deutschland kam es seit dem 11.5.2020 zu einer weitreichenden Lockerung der durch Corona bedingten Einschränkungen. Die Öffnung von Schulen, Museen, Restaurants und Geschäften sind ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität. Die Zahl der Neuinfizierten sinkt in Deutschland stetig: Waren es vor wenigen Wochen noch 5.000 – 6.000 Fälle täglich, liegen die Zahlen aktuell bei ca. 300 – 400. Trotzdem: Die Gefahr bleibt.

„Trotz der positiven Entwicklungen erregen aktuell wiederholt Demonstrationen gegen die noch bestehenden Kontaktbeschränkungen mediale Aufmerksamkeit. Auch in anderen europäischen Ländern stehen die Maßnahmen der Regierungen in der Kritik. Selbst in Schweden, das in der Pandemie einen Sonderweg geht, entbrennt ein Streit über die Strategie zur Eindämmung des Virus. Allerdings steht die Bevölkerung mehrheitlich hinter ihren Regierungen, sei es in Deutschland oder Schweden“, betont Johannes Hercher, Vorstand der Rogator AG und Co-Autor der Studie OpinionTRAIN.

Die Ergebnisse der Studie im Überblick:

Studie belegt erhebliche Beeinträchtigungen in der Arbeitswelt 

Anfang Mai 2020 veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit, dass in Deutschland die Rekordmarke von 10 Mio. Beschäftigten in Kurzarbeit überschritten wurde. Die Arbeitslosigkeit stieg im April im Vergleich zum Vormonat um 308.000 auf 2,64 Millionen (Quote: 5,8 Prozent). Dadurch werden die Veränderungen in der Arbeitswelt aber nur teilweise beschrieben. Nur etwa jeder zweite bisher beschäftigte Befragte gibt in der Studie an, seiner Arbeit unverändert nachzugehen. Während der Anteil der Befragten, die durch Kurzarbeit betroffen sind, in Deutschland, Schweden und der Schweiz bei unter 20 % liegt, erreicht Österreich einen Anteil von 22 %. Werden alle Aspekte der Beeinträchtigung der Arbeitstätigkeit zusammengefasst (Kurzarbeit, Schließung der Arbeitsstätte, Freistellung/Beurlaubung und Arbeitslosigkeit), errechnet sich für die vier untersuchten Länder ein Wert von 26 %. Die Schweiz und Österreich (36 % bzw. 34 %) übertreffen dabei Deutschland und Schweden (je 24 %). Positiv sind die Veränderungen, die sich ab 11. Mai 2020 ergeben. Hier nehmen in Deutschland und Österreich die Beeinträchtigungen der Arbeitstätigkeit deutlich ab. Die Zustimmung zur Aussage „Ich gehe meiner Arbeit nach wie vor nach“ steigt in Deutschland von 41 % (4.- 8. Mai) auf 61 % (11.- 14. Mai).

Schweden mit stärkster wahrgenommener Bedrohung durch Covid-19

Bezogen auf die gesamte Bevölkerung sehen sich in Deutschland etwa 44 % der Befragten persönlich starken Veränderungen aufgrund der Corona-Krise ausgesetzt (39 % Österreich), während dies in der Schweiz (30 %) und in Schweden (33 %) seltener der Fall ist. Anders ist die Einschätzung der subjektiven Bedrohung durch das Virus. Etwa 30 % der Befragten in Schweden geben an, dass sie sich bzw. ihre Familie persönlich durch die Corona-Krise stark bedroht fühlen (% top-Zustimmung). Dahinter folgen Deutschland (28 %), Österreich (22 %) und die Schweiz (18 %). Korrespondierend dazu erhält das Statement „Meiner Meinung nach werden die Risiken des Corona-Virus für die Bevölkerung übertrieben“ in Schweden nur 11 % Zustimmung. Die Vergleichswerte in Deutschland (20 %), Österreich (22 %) und der Schweiz (18 %) liegen erkennbar höher. Obwohl Schweden die Kontakt-Beschränkungen auf ein Mindestmaß reduziert, bedeutet dies nicht, dass die Menschen die Bedrohung nicht ernst nehmen.

Gute Beurteilung des Krisen-Managements der Regierungen aus Sicht der Öffentlichkeit

Insgesamt unterstützen ca. 60 % der Befragten die Aussage „Ich finde die Maßnahmen der Regierung zur Reduzierung der Kontakte“ richtig (13 % sind nicht der Meinung). Die Zustimmung ist in Deutschland und Österreich (60 %) vergleichsweise größer als in der Schweiz und Schweden (52 % bzw. 51 %). Trotz der länderspezifischen Unterschiede drückt sich damit eine klare Unterstützung für die jeweilige Landesregierung aus. Dies ist insoweit bemerkenswert, als die konkreten Schutzmaßnahmen in Schweden viel lockerer gehandhabt wurden als in den Vergleichsländern. Dort blieben z.B. Geschäfte und Restaurants seit März geöffnet, sogar Versammlungen bis zu 50 Personen blieben erlaubt.

Tiefgreifende und nachhaltige Veränderungen durch die Corona-Krise erwartet

Die Studienergebnissen belegen auch, dass die Corona-Krise einen tiefgreifenden Schock der Bevölkerung hinterlassen hat und weitreichende Auswirkungen erwartet werden. 43 % der Befragten stimmen der Aussage zu, dass „nach der Corona-Krise nichts mehr so sein wird, wie es einmal war“ (Ablehnung 13 %). In der Schweiz liegt die Zustimmung mit 33 % vergleichsweise geringer. Damit verbunden ist auch Unsicherheit zur eigenen Zukunft. Deutschland scheint hiervon besonders betroffen zu sein. Der Aussage „Ich mache mir Sorgen über die Zeit nach Corona“ stimmen 40 % der Befragten zu (in der Schweiz und in Schweden sind dies nur gut 30 %). Etwa 70 % der Befragten sind der Meinung, dass die Corona-Krise zu nachhaltigen Veränderungen in der Gesellschaft führen wird. Lediglich 23 % sind der Meinung, „dass sich in den nächsten Monaten das Leben wieder normalisieren wird“.

„In den letzten Tagen haben immer wieder Ökonomen ihre Prognosen zurückgezogen, die von einer schnellen Erholung der Wirtschaft und einer raschen Normalisierung des Alltags ausgegangen waren – die Befragungsergebnisse verdeutlichen, dass die Bevölkerung eher von einem langsamen Prozess mit nachhaltigen Veränderungen ausgeht“, resümiert Prof. Dr. Andreas Krämer, CEO der exeo Strategic Consulting AG und Professor an der University of Applied Sciences in Iserlohn als Co-Autor der Studie Pricing Lab.

Studienbericht bestellen: https://www.rogator.de/unterstuetzung-regierungen-corona-krise/

Hintergrund der Studie: „OpinionTRAIN“ ist eine repräsentativ angelegte Studie zur Bewertung von Trends und des Wertewandels in der Bevölkerung (Kooperation der Rogator AG und der exeo Strategic Consulting AG). Grundlage der Untersuchung ist eine Online-Befragung von 2.500 Personen (18 – 80 Jahre) in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Schweden.

Über die Herausgeber der Studienreihe OpinionTRAIN

Rogator AG

Die Rogator AG entwickelt seit 20 Jahren leistungsstarke Software für die Online-Forschung sowie hochwertige und individuelle Full-Service-Dienstleistungen im Bereich Kunden- und Mitarbeiterfeedback. Dieser Service umfasst alle Leistungen von der Fragebogen-Konzeption, über die Umfrage-Programmierung und Teilnehmerrekrutierung bis zur Auswertung – alles aus einer Hand – individuell und persönlich.

Erfolgsgarant des Unternehmens ist dabei die Kombination aus langjährigen Erfahrungen, fundierten methodischen Kenntnissen, zuverlässigen Softwareprodukten sowie die Umsetzung aktueller Trends. Unter dem Motto „Rogator liefert Antworten“ steht das Unternehmen mit „Combined Competence“ für maximale Kundenorientierung sowie innovative, maßgeschneiderte und sichere Lösungen unter höchsten Qualitätsstandards und Datenschutz.

exeo Strategic Consulting AG

Die exeo Strategic Consulting AG mit Sitz in Bonn wurde im Jahr 2000 gegründet und ist auf die datenbasierte Entscheidungsunterstützung im Marketing ausgerichtet. Schwerpunkte der Beratungsgesellschaft liegen im Bereich Mobilitäts-, Kundenwert- und Preismanagement. Zur Erarbeitung konkreter Empfehlungen setzt exeo auf die Verknüpfung unterschiedlicher Datenquellen, zu denen auch innovative Befragungen zählen. Prof. Dr. Andreas Krämer ist Vorstandsvorsitzender der exeo Strategic Consulting AG in Bonn und unterrichtet u.a. Preismanagement, CRM, Marktforschung und Statistik an der University of Applied Sciences Europe, Fachbereich Wirtschaft in Iserlohn. Seit 2014 hat er eine Professur für Pricing und Customer Value Management.

Die Studienreihen „OpinionTRAIN“, „Pricing Lab“ und „MobilitätsTRENDS“ sind Kooperationsprojekte der Rogator AG und der exeo Strategic Consulting AG.

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