Wie in der gesamten Bundesrepublik haben sich auch in der Hauptstadt so viele Menschen wie nie zuvor an der NABU-Aktion "Stunde der Gartenvögel" beteiligt: 5.659 Berliner*innen zählten in 3.714 Gärten insgesamt 104.140 Vögel. Das waren mehr als doppelt so viele Vogelfreund*innen wie im Vorjahr. "Wir freuen uns sehr, dass sich immer mehr Menschen für die Natur vor ihrer Haustür begeistern", sagt Jutta Sandkühler, Geschäftsführerin des NABU Berlin. "Nur wenn es gelingt, die Menschen für die Berliner Tierwelt zu sensibilisieren, haben wir eine Chance, die Stadtnatur zu erhalten und den Rückgang der Vogelbestände zu stoppen."

Mit durchschnittlich 6,4 Exemplaren pro Garten verteidigte der Haussperling souverän seinen Spitzenplatz. Auf Rang 2 folgte der Star, auf Platz 3 der Mauersegler, der mit einem Zuwachs von 18 Prozent gegenüber 2019 großer Gewinner der diesjährigen Zählung war. Zu diesem erfreulichen Ergebnis hat sicher der relativ späte Aktionstermin beigetragen, zu dem schon ein großer Teil der Zugvögel wieder in der Hauptstadt eingetroffen war.

Insgesamt ging die Zahl der Vögel pro Garten im Vergleich zum Vorjahr zurück (28 gegenüber 29,7 in 2019). Dieser Effekt dürfte jedoch größtenteils darauf zurückgehen, dass viele Menschen zum ersten Mal mitmachten und beim Erfassen der Vögel noch nicht so geübt waren. Dennoch geben einige Ergebnisse Anlass zur Sorge. So macht sich das Blaumeisensterben leider auch in Berlin schmerzhaft bemerkbar: Die Zahl der Blaumeisen brach um 25 Prozent ein. In den Wochen vor der NABU-Aktion waren in ganz Deutschland tote Blaumeisen aufgefunden worden. Sie erlagen einer Infektion mit dem Bakterium Suttonella ornithocola.

Wen die "Stunde der Gartenvögel" motiviert hat, die Artenvielfalt der Hauptstadt näher zu erforschen, hat noch bis zum 7. Juni die Gelegenheit, sich an der NABU-Zählaktion "Insektensommer" zu beteiligen. Nähere Informationen gibt es unter www.Insektensommer.de

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