Keine Treffen mit Lerngruppen, vier Klausuren innerhalb von sechs oder acht Tagen und kein Abschlussball – das Abitur 2020 im Zeichen der Corona-Pandemie war eine besondere Herausforderung. 32 Schüler*innen am Abendgymnasium und Hannover-Kolleg in Hannover-Döhren haben das Abi dennoch erfolgreich gemeistert. Schulträger beider Einrichtungen ist die Region Hannover.

„Toll, verlängerte Ferien“, schoss es einigen Schüler*innen des Abiturjahrgangs am 13. März 2020 durch den Kopf, als die Schulschließung bis zum Ende der Osterferien bekanntgegeben wurde. Doch schnell war klar: Das Lernen wird trotz der zusätzlichen unterrichtsfreien Zeit nicht einfacher. Dass diskutiert wurde, ob die Abiturprüfungen überhaupt stattfinden sollten, förderte die allgemeine Verunsicherung zusätzlich.

Plötzlich ganz allein und nicht in der Gruppe zu lernen, stellte einige Schüler*innen vor zusätzliche Motivationsprobleme, denn Videochats fühlen sich anders an als reale Begegnungen. Und nicht alle konnten zuhause ruhig und komfortabel mit Laptop und stabilem Internetanschluss arbeiten. Alles, worauf viele hingefiebert hatten, löste sich mit den Corona-Verord-nungen in Luft auf: keine Motto-Woche, kein Abi-Streich, keine Abi-Party. Trotz dieser Widrigkeiten auf der Endgeraden haben am Hannover Kolleg 23 und am Abendgymnasium Hannover 9 Schüler*innen ihr großes Ziel erreicht: die Allgemeine Hochschulreife.

Für Annika und Laura vom Hannover Kolleg ist nicht nur das Abiturzeugnis ein wichtiges Ergebnis, sondern die Tatsache, dass sie sich selbst beweisen konnten, wozu sie fähig sind. Ganz ähnlich geht es Kim vom Abendgymnasium. Als sie in ihrem Freundeskreis vor drei Jahren erzählte, dass sie das Abitur parallel zum Beruf nachmache, trauten ihr das einige Freunde gar nicht zu. Jetzt ist sie stolz, ihr Abitur-Zeugnis in den Händen zu halten. Muhammed-Yasin geht es ähnlich. In den vergangenen Wochen standen bei ihm wochentags nur der Beruf und der Abendunterricht auf dem Programm. Zeit für Hobbys oder Freunde blieb nur am Wochenende. „Disziplin ist die Hälfte der Miete. Wer regelmäßig zum Unterricht kommt, ist dadurch schon gut auf die Klausuren vorbereitet“, resümiert er rückblickend.

Alle Abiturient*innen betonen, das klare Ziel einer neuen berufliche Perspektive habe sie während der Schulzeit immer wieder motiviert. Ob am Kolleg oder Abendgymnasium – die Schulzeit schweißt zusammen. Viele Freundschaften sind entstanden, denn das Gemeinschaftsgefühl und der jahrgangsübergreifende Kontakt prägen das Leben an beiden Schulen.

Zum Abschluss sagen viele, sie hätten die zweite Schulzeit genossen. Mit 16 sah das dagegen oft noch anders aus. Damals, nach dem Realschulabschluss, wollten Kim, Laura und Muhammed-Yasin eine Ausbildung machen, etwas Handfestes lernen. Erst nach dem Ende der Ausbildung oder einer ersten Berufsphase wurde ihnen klar: Das kann noch nicht alles gewesen sein. Rückblickend wollen sie auch andere junge Erwachsene, die mit ihrer beruflichen Situation unzufrieden sind, zu dem Schritt zurück an die Schulbank ermutigen. Anmeldungen für das neue Schuljahr ab dem 27.8.2020 sind am Hannover Kolleg und Abendgymnasium, den Gymnasien für Erwachsene der Region Hannover, schließlich noch möglich.

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