Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) steigt auch im August deutlich, auf nunmehr 105 Punkte. Damit liegt es zum ersten Mal seit Ende 2017 wieder oberhalb der 100-Punkte-Marke, die ein durchschnittliches Wachstum der deutschen Wirtschaft anzeigt. Im laufenden dritten Quartal dürfte die hiesige Wirtschaftsleistung – wenn auch nach dem historischen Einbruch vom Frühjahr von einem weitaus niedrigeren Niveau aus – kräftig wachsen, um rund dreieinhalb Prozent.

DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen warnt aber vor verfrühter Euphorie: „Auch ein wohl kräftiges Plus im dritten Quartal reicht bei Weitem noch nicht, um die Krise zu überwinden. Diese wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Hinzu kommt, dass derzeit gleich mehrere Faktoren das Wachstum nach oben verzerren. So ermöglichen die Lockerungen der Corona-Maßnahmen eine Wiederaufnahme zuvor unterbundener Aktivitäten und die Lieferketten funktionieren langsam wieder. Stellenweise ist das also noch immer ein Anfahren aus dem Stillstand heraus und kein normales wirtschaftliches Wachstum.“

So schwungvoll dürfte es im weiteren Verlauf nicht weitergehen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibt angespannt: „Durch Kurzarbeit können Unternehmen zwar vorerst Entlassungen vermeiden. Da die Nachfrage aber in einigen Bereichen gedämpft bleibt, auch weil die Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Konsumverhalten möglicherweise nachhaltig ändern, dürfte die im Frühjahr in die Höhe geschossene Arbeitslosigkeit hoch bleiben“, sagt Simon Junker, Experte für die Konjunktur in Deutschland. Auch die Sorgen vor einer zweiten Infektionswelle dürfte die Entwicklung belasten.

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