­Nordrhein-Westfalens Wirtschaft befindet sich weiter auf Erholungskurs. Nach dem historischen Stimmungstief im April verbesserte sich das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima im August erneut, wenn auch nicht mehr ganz so stark wie in den drei Vormonaten. Die Unternehmen blicken nicht nur hoffungsvoller in die Zukunft, sie sind vor allem auch deutlich zufriedener mit ihrem aktuellen Geschäft.

Das NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima ist im August den vierten Monat in Folge gestiegen. Der Stimmungsindikator für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen verbesserte sich über alle Branchen hinweg um 4,6 Saldenpunkte und liegt mit -1,3 fast wieder im positiven Bereich. Damit hat sich die konjunkturelle Trendwende in der NRW-Wirtschaft weiter gefestigt, auch wenn die anfangs hohe Dynamik der Stimmungsverbesserung zuletzt etwas abnahm. Im Befragungszeitraum August fiel vor allem eine Entwicklung positiv ins Gewicht: Während die Klimaverbesserung in den drei Vormonaten in erster Linie noch darauf beruhte, dass die Unternehmen ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate Schritt für Schritt hochschraubten, stieg jetzt auch ihre Zufriedenheit mit der aktuellen Geschäftslage deutlich an.

 „Die NRW-Wirtschaft befindet sich im Aufwärtstrend, wobei der Konjunktureinbruch in Nordrhein-Westfalen ohnehin etwas geringer ausfiel als im Vergleich zu Gesamtdeutschland“, sagt Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzender der NRW.BANK. „Besonders erfreulich ist, dass die aufgehellte Stimmung nicht mehr nur auf bloßer Hoffnung beruht, sondern sich jüngst auch die tatsächliche Lage verbessert hat.“ Insgesamt ist die Chance laut aktuellem NRW.BANK.ifo-Geschäftsklima groß, dass sich der Aufwärtstrend in der zweiten Jahreshälfte 2020 in einem kräftigen BIP-Anstieg niederschlägt. Dabei bleibt die größte Gefahr für die Konjunktur eine zweite Infektionswelle, auch wenn heute neue Eindämmungsmaßnahmen sehr viel gezielter getroffen werden könnten als noch im Frühjahr.

Öffentlicher Hoch- und Tiefbau im Aufwind
Das stärkste Stimmungsplus verzeichnete das Bauhauptgewerbe. Die Baufirmen stuften nicht nur ihre derzeitige Geschäftslage spürbar günstiger ein, auch zu ihren Geschäftsaussichten äußerten sie sich weniger skeptisch. Insbesondere der öffentliche Hochbau sowie der Tiefbau befinden sich im Aufwind. Beide Baubranchen profitieren von den beschlossenen Konjunkturhilfen des Staates.

In der Industrie hat sich die Stimmung weiter aufgehellt
Deutlich verbessert hat sich das Geschäftsklima auch im Verarbeitenden Gewerbe. Die Industrieunternehmen schätzten ihre aktuelle Geschäftslage merklich besser ein als noch im Vormonat. Dagegen äußerten sie sich, bezogen auf ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate, etwas verhaltener, wobei die Erwartungen auf einem bereits sehr hohen Niveau nur leicht nachgaben. Besonders rasant fiel die Stimmungsaufhellung im Maschinenbau sowie bei den Herstellern von Metallerzeugnissen aus. Das Geschäftsklima in der ohnehin schon solide aufgestellten chemischen Industrie rangiert mittlerweile sogar wieder im positiven Bereich. Einzig in der Ernährungsindustrie trübte sich das Geschäftsklima leicht ein, die Branche war allerdings in den Vormonaten kaum von Corona betroffen.

Dienstleister sind wieder deutlich zufriedener
Im Dienstleistungssektor verbesserte sich das Geschäftsklima ähnlich stark wie in der Industrie. Die Dienstleister waren deutlich zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Auch der Ausblick auf die kommenden sechs Monate verbesserte sich weiter. Positiv entwickelte sich die Stimmung in der Branche Information und Kommunikation, wo das Klima sogar einen Boom signalisiert. Aber auch in der Logistik und im Gastgewerbe hielt der positive Trend an.

Handel blickt nach wie vor skeptisch in die Zukunft
Merklich schwächer als in den anderen drei Wirtschaftsbereichen – Bau, Verarbeitendes Gewerbe und Dienstleistung – fiel das Stimmungsplus im Handel aus. Die Händler zeigten sich zwar im August etwas zufriedener mit ihrer aktuellen Lage als noch im Vormonat. Jedoch blieben die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate nahezu unverändert pessimistisch. Unter dem Strich liegt der Klimaindikator für den Handel mit aktuell -0,3 Punkten nur noch knapp im negativen Bereich, nachdem er im April noch bei rekordniedrigen -46,4 notierte. Dabei fiel die Erholung im Einzelhandel wesentlich stärker aus als im Großhandel.

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