„In den letzten Monaten hat man sich angesichts der trotz Corona-Krise steigenden Aktienkurse verwundert die Augen gerieben, dabei lieferte die Krise selbst die entscheidenden Gründe für die erlebten Kursanstiege“, so Thomas Böckelmann, leitender Portfoliomanager der Vermögensmanagement Euroswitch. Für die steigenden Kurse hat der Investmentprofi drei tragende Säulen identifiziert: konzertierte Hilfsprogramme, die Dominanz von Corona-Gewinnern in zahlreichen Aktienindizes und neue Handelsplattformen, über die vor allem Privatanleger in der Hoffnung auf einen schnellen Impfstoff agieren. Die aktuelle zweite Corona-Welle scheint Auslöser für Verkäufe über die neuen Handelsplattformen, die anderen beiden Säulen sind unverändert intakt.

Die Etablierung einer Dauerkrise ist keine zukunftsorientierte Strategie

Für die Kursanstiege seien hauptsächlich die Hilfsprogramme verantwortlich gewesen, mit denen sich globale Notenbanken und Regierungen gegen die negativen Auswirkungen des Virus und der Lockdowns entgegenstellten. Doch die wichtigste Säule drohe vermehrt zum Spielball der Politik zu werden. „Es steht außer Frage, dass weitere immense Hilfsprogramme kommen, sowohl in den USA als auch in Europa. Doch es hapert zusehends an der Umsetzung“, sagt Böckelmann. So ließ der US-Wahlkampf eine Einigung auf die dringend erforderlichen Mittel bislang nicht zu und auch das EU-Parlament zeige sich zunehmend hilflos. EU-Hilfspakete seien nicht wie gefordert in ausreichendem Maß an Rechtsstaatlichkeit und vor allem an Zukunftsorientierung gekoppelt. „ Aktuell sehen wir in Europa wenig Plan außer der besorgniserregenden politischen Tendenz zu mehr Planwirtschaft. Dabei setzen EU und EZB auf die Etablierung des Krisenmodus als Dauerzustand – ob sich so die dringend erforderlichen strukturellen Anpassungen umsetzen lassen, bleibt fraglich“, so Böckelmann.

US-Technologiewerte taugen nicht als Spiegel der Weltwirtschaft

Die erlebten Kursanstiege sind weder repräsentativ für die Wirtschaft noch für alle Märkte. Die Dominanz weniger US-amerikanischer Technologiewerte in den meist beobachteten Indizes wie S&P500 oder MSCI Welt führte zu einem Zerrbild. Viele US-Technologiewerte, die bereits vorher als Wachstumstitel von niedrigen Zinsen profitierten, sind zusätzlich häufig Corona-Gewinner „Die erfahrenen Wertanstiege dieser Aktie und in der Folge der Indizes sind nachvollziehbar, doch sie bilden nur einen Teil der Wirtschaftslage ab. Das gesamte Ausmaß der Corona-Krise wird erst deutlich, wenn auch andere Anlageklassen wie Öl, einzelne Rohstoffe und vor allem die niedrigen Renditen miteinbezogen werden“, erklärt der Investmentprofi. 

Realitätsferner Optimismus für Kurskorrekturen verantwortlich

Die Hoffnung auf einen schnellen Impfstoff fand ihren Weg meist über Privatanleger und über modernste neue Handelsplattformen in die Märkte. „Ein Wiederanstieg der Corona-Fälle sorgt dafür, dass diese eher spekulativen Gelder die Märkte schnell wieder verlassen und so für die jüngste Korrektur im Oktober verantwortlich war“, sagt Böckelmann. An den börsennotierten Unternehmen könne es bislang nicht gelegen haben, da diese die gesenkten Erwartungen teilweise signifikant übererfüllt hätten. „Unrealistische Erwartungen diverser Marktteilnehmer wurden teils enttäuscht und führten zu der erfahrenen Verkaufswelle. Diese geht aktuell so weit, dass Unternehmen selbst dafür abgestraft werden, wenn sie mit rationalem Verweis auf die Unsicherheiten angesichts von US-Wahl und Corona keine Detailprognose für die nahe Zukunft abliefern wollen“, fasst Böckelmann die Lage zusammen.

US-Wahl nur kurzfristig interessant

China habe die Corona-Krise im Griff und beeindrucke mit seinen volkswirtschaftlichen Zahlen. Die Tatsache, dass bereits eine Million Menschen geimpft wurden und die sehr schnelle Eindämmung von Ausbrüchen stimmen zuversichtlich. „Aber auch im Rest der Welt spricht vieles für einen Impfstoff im ersten Quartal – zumindest für eine schnelle Ausweitung der verfügbaren Schnelltests“, sagt Böckelmann. Die Märkte werden in den nächsten Tagen und Wochen eher von den Quartalsberichten und der heutigen US-Wahl bestimmt. „Auch wenn sich bei der Frage Donald Trump oder Joe Biden für die Weltwirtschaft nicht viel ändern wird, kann Art und Ausgang der Wahl für Schwankungen sorgen. Schlussendlich ist es für viele US-Unternehmen aber die Wahl zwischen Pest und Cholera“, so Böckelmann.

Disclaimer

Diese Pressemitteilung richtet sich ausschließlich an professionelle Investoren. Die enthaltenen Informationen stellen keine Anlageempfehlung oder sonstigen Rat dar. Die hier dargestellte Meinung ist die der Investmentexperten der Ver-mögensmanagement Euroswitch. Diese Meinung kann sich jederzeit ändern. Obwohl große Sorgfalt darauf verwendet wurde um sicherzustellen, dass die in diesem Dokument enthaltenen Informationen korrekt sind, kann keine Verantwor-tung für Fehler oder Auslassungen irgendwelcher Art übernommen werden wie für alle Arten von Handlungen, die auf diesen basieren. Herausgeber ist die Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH mit Sitz in der Schwindstraße 10, 60325 Frankfurt.

Über die Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH

Die Euroswitch verwaltet traditionelle und alternative Investmentstrategien. Sie bietet diese Strate-gien in Form von standardisierten und individuellen Managed-Accounts für das gesamte Kapital-marktspektrum – von Absolute Return über nachhaltige Kapitalanlagen bis hin zur reinen Chan-cenorientierung. Darüber hinaus werden für das breite Publikum vier Dachfonds in abgestuften Va-rianten von sehr risikoarm bis hin zur reinen Aktienanlage geboten. Gegenwärtig verwaltet die Ge-sellschaft 150 Millionen Euro. Die Euroswitch ist als "Finanzportfolioverwalter" gemäß §32 KWG von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zugelassen und beaufsichtigt.

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Vermögensmanagement EuroSwitch! GmbH
Schwindstr. 10
60325 Frankfurt
Telefon: +49 (69) 33997826
Telefax: +49 (69) 33997823
http://www.euroswitch.de

Ansprechpartner:
Monika Mossdorf
Dolphinvest Communications Ltd.
Telefon: +49 (69) 339978-11
E-Mail: mmossdorf@dolphinvest.eu
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel