Sie ist in der aktuellen Lage eine zentrale Stimme der Wissenschaft: Die Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften gilt als älteste dauerhaft existierende naturforschende Akademie der Welt. Nach einer Corona-Pause startet jetzt wieder die Vortragsreihe „Eine Stunde Spitzenforschung“ des Universitätsklinikums Freiburg und der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, in der Leopoldina-Mitglieder Einblicke in ihre Forschung geben. Den Auftakt im Jahr 2021 macht Prof. Dr. Robert Thimme, Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum Freiburg, mit einem Vortrag zum Thema „Von Hepatitis bis Corona – Wie das Immunsystem virusinfizierte Zellen bekämpft“. In seinem Vortrag gibt er Einblicke in die Erforschung viraler Infektionen und ihrer Immunantworten. Dabei erläutert er unter anderem, wie die Hepatitis-Forschung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beitragen kann. Der Vortrag wird am Mittwoch, 13. Januar 2021 um 18.30 Uhr als Livestream im Internet auf der Seite www.uniklinik-freiburg.de/1hspitzenforschung übertragen. Nach dem rund 40-minütigen Vortrag gibt es Gelegenheit für Fragen.

Die Themen der gesamten Veranstaltungsreihe reichen von Angststörungen über neue Forschungsansätze beim Vorhofflimmern bis hin zu neuesten Therapieansätzen bei Krebs. Die Veranstaltungsreihe, die von der Leopoldina unterstützt wird, richtet sich an ein Publikum mit einem allgemeinen Interesse an aktuellen Forschungsfragen, sowie an Studierende und Wissenschaftler*innen. Die Moderation hat Prof. Dr. Norbert Südkamp, Dekan der Medizinischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, inne.

Immungedächtnis als zentrales Element der Virusabwehr

Erst kürzlich konnte ein Team um Thimme in einer international beachteten Studie zeigen, dass nach einer ausgeheilten Sars-CoV-2-Infektion Immunzellen gebildet werden, die im Körper erhalten bleiben. Sie könnten bei einer erneuten Infektion eine schnelle Immunantwort vermitteln. Dabei ist entscheidend, dass bereits infizierte Zellen schnell und wirksam zerstört werden. Wie der Körper ein solches Immungedächtnis bildet und welche weiteren Möglichkeiten er hat, um virusinfizierte Zellen zu zerstören, erforscht Thimme seit mehr als 20 Jahren, insbesondere am Beispiel der Hepatitis-Viren. Dabei entwickelte er auch neue Ansätze für eine mögliche Hepatitis-C-Impfung.

Prof. Dr. Robert Thimme

Thimme (50) studierte sowohl in seiner Heimatstadt Berlin als auch in Freiburg Humanmedizin. Der Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Endokrinologie leitet seit 2015 als Ärztlicher Direktor die Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum Freiburg. Dort richtete er unter anderem das Gerok-Leberzentrum und die Interdisziplinäre gastrointestinale Endoskopie ein. Seine klinischen Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Leberkrankheiten, Virusinfektionen sowie leberbedingter Tumoren. Zudem engagiert Thimme sich intensiv in der Nachwuchsförderung forschender Ärzt*innen. Er ist seit 2020 Mitglied der Leopoldina.

Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften

Die 1652 gegründete Leopoldina hat rund 1.600 Mitglieder aus aller Welt, darunter acht  Wissenschaftler*innen des Universitätsklinikums Freiburg. Ihre Aufgabe ist die Förderung der Wissenschaften durch nationale und internationale Zusammenarbeit sowie wissenschaftsbasierte Beratung von Öffentlichkeit und Politik. Seit 2008 steht sie unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

Weitere Termine von „Eine Stunde Spitzenforschung“:

  • 10. Februar 2020, 18.30 Uhr
    Prof. Dr. Ursula Ravens, Sektionsleiterin am Institut für Experimentelle Kardiovaskuläre Medizin
    Neue Forschungsansätze zum Vorhofflimmern
  • 10. März 2020, 18.30 Uhr
    Prof. Dr. Leena Bruckner-Tuderman, Ärztliche Direktorin der Klinik für Dermatologie und Venerologie
    Seltene Erkrankungen der Haut – Herausforderungen und Therapieperspektiven
  • 5. Mai 2021, 18.30 Uhr
    Prof. Dr. Stephan Ehl, Medizinischer Direktor des Centrums für Chronische Immundefizienz
    Nutzen und Schaden durch das Immunsystem – eine heikle Balance
  • 9. Juni 2021, 18.30 Uhr
    Prof. Dr. Dr. med. Katharina Domschke, Ärztliche Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
    Epigenetik – Schnittstelle zwischen Risiko und Resilienz bei psychischen Erkrankungen
  • 7. Juli 2020, 18.30 Uhr
    Prof. Dr. Charlotte Niemeyer, Ärztliche Direktorin der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie
    Erbliche Veranlagung als Risikofaktor für Leukämie

Alle Vorträge werden auf der Seite www.uniklinik-freiburg.de/1hspitzenforschung übertragen.

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