Senat und Handelskammer appellieren an die Hamburger Wirtschaft, durch geeignete Maßnahmen wie Home Office, Urlaub oder Überstundenabbau den Mitarbeitenden ab Gründonnerstag eine fünftägige Phase der Kontaktminimierung zu ermöglichen. „Wir befinden uns in einer entscheidenden Phase der Corona-Krise“, betont Norbert Aust, Präses der Handelskammer Hamburg. „Es ist alles andere als zufriedenstellend, aber angesichts der exponentiell steigenden Infektionszahlen bleiben uns derzeit kaum andere Optionen, als Kontakte noch konsequenter zu vermeiden. Denn die eigentlichen Lösungen wie die digitale Kontaktnachverfolgung, ein umfassendes Testregime oder die Beschleunigung der Impfkampagne mit höheren Impfstoffmengen über die Einbindung der Haus- und Betriebsärzte stehen noch nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung.“

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Wir stehen am Beginn einer starken dritten Welle, die schnell zu einer Überlastung unseres Gesundheitswesens führen kann. Es kommt jetzt sehr darauf an, Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und die Mobilität einzuschränken. Ich bitte alle Hamburger Unternehmen, dies zu unterstützen und eine mehrtägige Osterpause zu ermöglichen. Der Einsatz von Schnell- und Selbsttests hat eine große Bedeutung, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und die dritte Welle abzuschwächen. Kitas, Schulen, Betriebe und mittlerweile über 100 Testzentren und Apotheken in Hamburg führen solche Tests durch. Für den Erfolg der Strategie muss dabei ein ausreichend großer Teil der Bevölkerung einbezogen werden. Deshalb ist es erforderlich, dass sich viele weitere Unternehmen daran beteiligen.“

Die für den 1. April geplante Plenarsitzung der Handelskammer ist auf den 14. April verschoben worden. Der Termin wird als gemeinsame Sitzung des Plenums mit dem Ersten Bürgermeister sowie weiteren Senatsvertretern stattfinden. Ziel ist es, die Planungs- und Umsetzungskompetenz der Wirtschaft für gemeinsame Lösungswege aus dieser Pandemie zur Ermöglichung von mehr wirtschaftlichem Leben zu nutzen. So sei es beispielsweise dringend nötig, auch in Hamburg Modellprojekte für Öffnungen, etwa in der Außengastronomie oder im Veranstaltungsbereich, zu testen, sagt Präses Norbert Aust.

Die Hamburger Wirtschaft leistet unter anderem mit dem Einsatz von Home-Office, Hygienekonzepten und ganz besonders aktuell mit der Selbstverpflichtung, die Mitarbeitenden innerbetrieblich zu testen, wesentliche Beiträge zur Pandemiebekämpfung. In dieser dramatischen Lage geht es nicht ohne die Solidarität der Wirtschaft. Vor diesem Hintergrund schließt die Handelskammer am 1. April ihr Gebäude und schickt die gesamte Belegschaft ins Home-Office. „Ich appelliere an alle Unternehmen, soweit es die betrieblichen Abläufe zulassen, sich diesem Schritt anzuschließen, damit alle arbeitsbedingten, persönlichen Kontakte der Beschäftigten vermieden werden. Nur gemeinsam können wir die Kontaktpause über die Ostertage verlängern“, so Aust.

Über Handelskammer Hamburg

Die Handelskammer ist seit 1665 die Selbstverwaltung der gewerblichen Hamburger Wirtschaft. Sie vertritt die Interessen von etwa 170.000 Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung, ist kundenorientierter Dienstleister für unsere Mitgliedsfirmen und unabhängiger Anwalt von Markt, Wettbewerb und Fair Play. Wir beraten Unternehmen, wir bündeln Interessen und wir bilden Menschen. Über 900 Unternehmerinnen und Unternehmer aus Industrie, Handel und Dienstleistungen engagieren sich ehrenamtlich bei uns als gewählte Vertreter ihrer Branchen in über 30 Gremien. Sie tragen entscheidend zur Meinungsbildung der Handelskammer bei. Außerdem nehmen 3.700 ehrenamtliche Unternehmensvertreter die Prüfungen in der dualen Berufsausbildung ab, die uns der Staat per Gesetz als hoheitliche Aufgabe übertragen hat. Unser Leitsatz heißt: „Wir handeln für Hamburg.“

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