Auch wenn die Besucherinnen und Besucher sie leider momentan nicht zu Gesicht bekommen, so sind die Zuchterfolge im Aquarium des Tierparks doch sehr erfreulich: Zahlreiche Fischbabys tummeln sich nämlich in den Becken und hinter den Kulissen des Aquariums.

In Hellabrunn gibt es derzeit bei mindestens zehn verschiedenen Fischarten Nachwuchs – die kleinsten davon sind gerade einmal so groß wie ein Stecknadelkopf, die größten schon tellergroß. Die wohl bekanntesten Fischarten sind dabei die Seepferdchen, Clownfische und Leopold-Stechrochen. Bereits seit vielen Jahren züchtet der Tierpark erfolgreich diese südamerikanische Rochenart und koordiniert das Monitoring in europäischen Zoos und Aquarien. Aber auch bei zwei Regenbogenfisch-Arten sowie Buntbarschen und Welsen sind in den letzten Wochen und Monaten erfolgreich Nachzuchten gelungen. „Ganz besonders freut uns der Nachwuchs bei den Langschnäuzigen Seepferdchen, weil die Zucht dieser Art anspruchsvoll ist und der Bestand zudem in der Natur gefährdet ist“, erklärt Lena Bockreiß, die zuständige Kuratorin für das Aquarium.

Viele der Fisch-Babys sind in Aufzuchtbecken hinter den Kulissen untergebracht und daher leider für die Besucherinnen und Besucher nicht zu sehen. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass der Nachwuchs für Mitbewohner in den Becken im Aquarium oft leichtes Fressen wäre und sie daher bis zu einer gewissen Größe in einem geschützten Becken aufwachsen. Zudem lässt sich die Entwicklung des Nachwuchses bei der zum Teil sehr kleinen Größe der Fische besser in klaren und  wenig bepflanzten Becken beobachten. Ganz aktuell sind vor wenigen Tagen Jungtiere bei Banggai-Kardinalbarsch, Clownfisch und Tigerschwanz-Seepferdchen geschlüpft. Diese Seepferdchen-Art lebt erst seit Kurzem in Hellabrunn. Umso erfreulich ist es, dass es dort bereits Nachwuchs gibt. Außerdem freut sich Hellabrunn noch über Zuwachs bei den Langschnäuzigen Seepferdchen, welcher inzwischen schon etwa drei Zentimeter groß ist. „Wir drücken die Daumen, dass es auch ein Großteil der Tigerschwanz-Seepferdchen schafft zu wachsen. Gerade bei Meerwasserfischen, wie den Seepferdchen, ist die Nachzucht nicht ganz einfach – es bedarf einige Faktoren, die stimmen müssen, damit die Tiere die ersten Tage überleben. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir dies Dank der tollen Arbeit des Aquarium-Teams schaffen“, so Lena Bockreiß. Dazu gehört neben Licht und Wassertemperatur auch die richtige Menge von Plankton im Wasser, von dem sich die Seepferdchen-Babys ernähren.

In den nächsten Wochen wird der Bestand im Aquarium auch mit neuen Fischarten bereichert. „Da wir aufgrund der Pandemie das Aquarium nun schon über ein Jahr geschlossen haben, haben wir diese Zeit genutzt, um einige bauliche Punkte auszubessern und den Bestand aufzufrischen. Ich freue mich, wenn – hoffentlich bald – die Besucherinnen und Besucher wieder die Gelegenheit haben, unsere Unterwasserwelt zu bewundern“, so Kuratorin Lena Bockreiß. Vor allem im Malawi- und Tanganjika-Becken können dann die Besucherinnen und Besucher mit etwas Glück Jungfische verschiedenster Buntbarscharten zwischen den Steinen entdecken.

Übersicht Fisch-Nachwuchs im Hellabrunner Aquarium:

Süßwasser:

  • Boesemans Regenbogenfisch (Melanotaenia boesemani), EN
  • Segelkärpfling (Poecilia velifera), VU
  • Kuckucks-Fiederbartwels (Synodontis petricola), LC
  • Purpur-Prachtbarsch (Pelvicachromis pulcher), LC
  • Fünfstreifen-Tanganjikabuntbarschen (Neolamprologus tretocephalus), LC
  • Diamantregenbogenfisch (Melanotaenia praecox), DD
  • Leopold-Stechrochen (Potamotrygon leopoldi), DD
  • Smaragd-Buntbarsch (Hypselecara temporalis), nicht aufgeführt
  • Rothauben-Erdfresser (Geophagus steindachneri), nicht aufgeführt

Salzwasser:

  • Banggai-Kardinalbarsch (Pterapogon kauderni), EN
  • Tigerschwanz-Seepferdchen (Hippocampus comes), VU
  • Langschnäuziges Seepferdchen (Hippocampus reidi), NT
  • Falscher Clownfisch (Amphiprion ocellaris), nicht aufgeführt
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