Große Einigkeit beim Strategie-Meeting der vier Tourismusverbände. Sie bündeln ihre Kräfte für richtungsweisende Zukunftsgestaltung. Was genau geplant ist.

Wo stehen wir eigentlich und wie soll es weitergehen? Die Kitzbüheler Alpen Marketing GmbH zog jüngst Bilanz über die vergangenen fünf Jahre und fokussierte die Ziele für die kommenden fünf Jahre. Was sich beim Strategie-Meeting herausstellte: Die vier Ferienregionen – Hohe Salve, Brixental, St. Johann in Tirol und Pillerseetal – haben sich unter dem Dach der Kitzbüheler Alpen inzwischen derart abgestimmt, dass sie in den zentralen Fragen an einem Strang ziehen. Dieses positive Fazit ist die Grundlage für eine erfolgreiche, gemeinsame Zukunftsgestaltung. Haupthemen sind Nachhaltigkeit, Regionalität und Digitalisierung.

„Es ging darum, zunächst den eingeschlagenen Weg kritisch zu hinterfragen und auf dieser Basis Nachschärfungen vorzunehmen“, sagt Gernot Riedel. Der Geschäftsführer des Tourismusverbands St. Johann in Tirol spricht stellvertretend für seine GF-Kollegen Stefan Astner (Hohe Salve), Max Salcher (Brixental) und Armin Kuen (Pillerseetal): Die vier Tourismusverbände sind hervorragend als Team eingespielt.

Klar ins Zentrum des Quartetts gerückt ist das Thema Nachhaltigkeit mit seinen unterschiedlichen Facetten. So will man demnächst unter anderem mit der Beratung von Vermietern in Sachen Energieeffizienz starten und konkrete Angebote schaffen. „Wir verstehen uns als Dienstleister für unsere Betriebe, die wir besonders auch in diesem Bereich unterstützen wollen“, führt Riedel aus.

Sehr weit gekommen ist man bereits jetzt mit dem Mobilitätskonzept: Urlauber können ihr Auto getrost zuhause lassen, weil sie sich aufgrund des gut ausgebauten Netzes und der engen Taktung der öffentlichen Verkehrsmittel problemlos ohne eigenen fahrbaren Untersatz bewegen. Und das über alle vier Regionen hinweg. Dabei gilt die übergreifende Gästekarte für Urlauber als Fahrschein. Dieses Mobilitäts-Plus der Kitzbüheler Alpen werde auf den unterschiedlichsten Marketingkanälen gespielt. Riedel betont: „Die nachhaltige Anreise führt auch vor Ort zur Entspannung der Verkehrslage.“

Teil der Nachhaltigkeits-Strategie ist selbstverständlich auch das Thema Regionalität, das nun einen Schub bekommen soll. Speisen und Produkte „von daheim“ gab es schon immer. Jetzt aber sind Initiativen geplant, die das Authentische gezielt fördern und erlebbar machen. Den ersten Schritt in diese Richtung ging man bereits mit der Gründung der KochArt-Betriebe: Sie stehen für regionale Küche auf hohem Niveau und vermarkten sich gemeinsam.

„Nicht jeder muss das Rad neu erfinden“, sagt Riedel und hebt in diesem Zusammenhang auch die Digitalisierungsoffensive besonders hervor. Am Anfang gab es nur eine Internet-Plattform. Wer heute unter www.kitzbueheler-alpen.com nachschaut, findet interaktive Karten, eine Online-Buchungsplattform und vieles mehr. „Auf diesem Sektor entwickeln wir uns kontinuierlich weiter“, führt Riedel aus. Besonders stolz sind die vier Regionen auf gemeinsame Produkte wie KAT Walk und KAT Bike: Die Mehrtagestouren quer durch die Kitzbüheler Alpen erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Die Angebote sind als Rundum-sorglos-Pakete in diversen Varianten buchbar – selbstverständlich online und mit nur wenigen Klicks. „Mehr Service geht kaum“, so Riedel.

Was man aus der Pandemie lernen kann? „Unter anderem, wie wichtig Digitalisierung ist.“ Riedel verweist auf das „Corona Gästebuch“, die österreichweit erste App zur Registrierung in Restaurants und anderen Einrichtungen, die bereits im vergangenen Herbst für die Mitgliedsbetriebe kostenlos zum Einsatz kam. „Nicht nur in den Kitzbüheler Alpen, sondern auch in den Nachbarregionen – wir sind einfach vorgeprescht“, sagt er und empfiehlt ohnehin, über den Tellerrand hinauszuschauen. „Vernetzung und die Bündelung von Kompetenzen und Ressourcen ist ein zentrales Thema. In den Kitzbüheler Alpen sind wir auf jeden Fall auf dem richtigen Weg“, so Riedel.

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