Von Oliver Blackbourn, Multi-Asset Portfolio Manager bei Janus Henderson Investors

Unter, aber nahe bei 2 %

Die vorläufigen Inflationsdaten für die Eurozone haben gezeigt, dass die Europäische Zentralbank mit einer Inflationsrate von unter, aber nahe bei 2 % voll im Plan liegt. Obwohl die Konsensprognosen einen weiteren Anstieg der Inflation im Jahresverlauf erwarten, wird die heutige Zahl diejenigen beruhigen, die nach dem schnellen Anstieg im Jahr 2021 bisher nur einen vorübergehenden Anstieg vermuteten. Ökonomen gehen derzeit davon aus, dass die Inflation im Euroraum im Jahr 2022 wieder deutlich unter 2 % fallen wird, wobei sowohl die 5- als auch die 10-jährigen Breakeven-Raten für deutsche Bundesanleihen eine Inflation von unter 1,4 % einpreisen. Die 5-Jahres-Inflation des Euro wird in 5 Jahren mit nur 1,6 % bewertet, was darauf hindeutet, dass viele Anleger glauben, dass die schwache Inflation in der Eurozone verankert ist.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann vertrat in seiner jüngsten Rede die Ansicht, dass die Aufwärtsrisiken überwiegen. Wie die Märkte tat er sich jedoch schwer, Beweise dafür zu finden, dass sich die kurzfristigen Bewegungen in längerfristigem Druck niederschlagen. Trotz eines Anstiegs zu Jahresbeginn ist die Kerninflation bisher sehr niedrig geblieben und liegt nach der jüngsten Schätzung bei nur 0,9 %. Seit dem Höchststand von 3 % im Jahr 2011 und den damit einhergehenden unüberlegten Zinserhöhungen der EZB hat die Inflation in der Eurozone selten 2 % überschritten.

Die Renditen deutscher Bundesanleihen tendierten im Vorfeld der Ankündigung niedriger, nachdem sie kürzlich einen Höchststand von knapp über -0,1 % erreicht hatten. Die 10-jährige Rendite hat Mühe, über 0 % zu kommen, seit sie Anfang 2019 in den negativen Bereich gerutscht ist. Die Realrenditen waren die meiste Zeit des letzten Jahrzehnts negativ, da die EZB die Disinflation mit einer lockeren Geldpolitik bekämpfte. Mit -1,5 % liegt die 10-jährige Realrendite deutscher Bundesanleihen weiterhin nahe an ihren jüngsten Tiefstständen. Niedrige Realrenditen bleiben eine Herausforderung für den Euro gegenüber dem Pfund Sterling und dem US-Dollar.

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