Ein faszinierendes Filmerlebnis für alle Sinne: Der neue 3D-Film "Verborgene Welten – uriger Wald" feierte heute im Beisein der Hessischen Umweltministerin Priska Hinz, des Produzenten Gary Krosnoff, weiteren Mitwirkenden und des Nationalpark-Teams seine Premiere. Besucherinnen und Besucher des Zentrums können sich ab Freitag auf den neuen Film mit einer ausgefeilten Lichtshow und vielen technischen Effekten im 4D-SinneKino des NationalparkZentrums Kellerwald freuen.

Einzigartige Wildniseinblicke, spektakuläre Kameraperspektiven, Unterwasseraufnahmen, aufwändige Animationen, eine ausgefeilte Lichtshow und eigens komponierte Musik: Daraus ist eine faszinierende Gesamtkomposition entstanden, die im 4D-SinneKino für Gänsehautmomente sorgt. Aus dem Blickwinkel einer Wildkatze pirscht der Zuschauer durch die werdende Wildnis, schleicht durch verborgene Lebensräume und entdeckt besondere Orte im Nationalpark. Es ist ein emotional packender Naturfilm, der Wildnis auf Augenhöhe erlebbar macht. "Der Film zeigt auf beeindruckende Weise, wie vielfältig die Wildnis im Nationalpark ist. Ich freue mich, dass auch die Ausstellung im NationalparkZentrum erneuert und erweitert wird. Damit schafft der Park nicht nur ein tolles Bildungsangebot, sondern auch ein attraktives Ziel für Touristinnen und Touristen, die bei Wanderungen hier haltmachen", sagte die Hessische Umweltministerin Priska Hinz bei der heutigen Filmpremiere im NationalparkZentrum Kellerwald in Vöhl-Herzhausen.

Hinter dem 15-minütigen Film stecken eineinhalb Jahre intensive Produktionszeit, 16 Terrabyte Daten und 30, über ein Jahr verteilte Drehtage im Schutzgebiet, um auch die verschiedenen Jahreszeiten einzufangen. "Der Aufwand hat sich gelohnt", freute sich der Nationalparkleiter Manuel Schweiger. "So kann man auch an so stürmischen Tagen wie heute die Wildnis mit fast allen Sinnen erleben." Die Idee den Nationalpark als Wildkatze zu erkunden hat dem Produktionsteam im Gelände einiges körperlich abverlangt: "Es ging über Stock und Stein, durch Bäche und über Wiesen. Wir hingen an Prallhängen, kletterten über Blockhalden. Wir seilten uns mit dem 20 Kilogramm schweren Kameraequipment ab, um an die exponierten Stellen der Pfingstnelke zu gelangen", berichtete Produzent Gary Krosnoff von den aufwändigen Dreharbeiten.

Darüber hinaus sei es oft eine regelrechte Geduldsprobe gewesen, da die wilden Protagonisten und das Wetter mitspielen mussten. Um die Tiere vor die Kamera zu bekommen, hat das Produktionsteam mit Falknern, Reptilien- und Käferexperten sowie dem Wildkatzendorf Hütscheroda zusammengearbeitet. Als ein besonderes Highlight bleibt Krosnoff der 3D-Dreh eines lebenden Exemplars des seltenen und unter Schutz stehenden Veilchenblauen Wurzelhalsschnellkäfers in einer Kulisse eines Totholzstamms in Erinnerung. Vom Team des Nationalparks unterstützten die Dreharbeiten insbesondere Achim Frede, Abteilungsleiter Forschung und Planung, und Nationalpark-Ranger Markus Daume mit ihrem immensen Wissensschatz über Flora und Fauna sowie ihrer Ortskenntnis im Gebiet.

Neben den beeindruckenden 3D-Bildern des Films tragen die Musik und die neue Technik zur gelungen Gesamtkomposition bei und machen den Kinobesuch auf der vierten Dimension mit Wasser, Wind, Nebel, Licht und verschiedenen Stuhleffekten zu einem regelrechten Erlebnis. Die Musik von Mark Oliver Ullmann wurde extra für den Film komponiert – eine wichtige Ebene um Gefühle zu vermitteln und Spannung aufzubauen. Zur Stimmung trägt darüber hinaus vor allem die aufwändig gestaltete und auf den Film abgestimmte Lichtshow bei – mit vollbeweglichen Lampen, beleuchteten Silhouetten und einer indirekter LED-Beleuchtung hinter der Leinwand. Die Kosten für neue Software, Effektprogrammierung, die Technik samt neuer Leinwand im Kinosaal belaufen sich auf 248.000 Euro und die Gesamtkosten für den Film betragen rund 175.000 Euro.

"Ganz besonders wichtig war uns bei der Planung, dass der Film zu einem Perspektivwechsel anregt, einen internationalen Zuschauerkreis erreicht und auch beeinträchtigten Menschen eine Teilhabe ermöglicht", sagte Erika Hofmann, Leiterin Bildung und Vermittlung für den Nationalpark Kellerwald-Edersee. "Das ist uns mit der Mehrsprachigkeit in Deutsch, Englisch, Niederländisch und Französisch sowie der Audiodeskription gelungen." Durch die Audiodeskription wird sehbehinderten und blinden Menschen akustisch beschrieben, was sie nicht sehen können. So ist der Film auch für sie erlebbar.

Alle an der Filmproduktion Beteiligten sind sehr zufrieden mit dem Gesamtergebnis des Films und der Präsentation im Kino, stolz auf die geleistete Arbeit und freuen sich, den neuen Film künftig den Besuchern des NationalparkZentrums präsentieren zu können. Das NationalparkZentrum Kellerwald hat bis 31. Oktober täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, ab 1. November Dienstag bis Sonntag von 10 bis 16:30 Uhr.

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