Die norddeutschen Metall- und Elektro-Arbeitgeber blicken mit großer Sorge und Skepsis auf die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin. „Wir begrüßen das Festhalten an der Schuldenbremse und den Verzicht auf Steuererhöhungen als erste Ergebnisse, auf die sich SPD, Grüne und FDP offenbar verständigt haben. Aber wir sind befremdet, dass mit einer Mindestlohnkommission und anderen Initiativen in die Tarifhoheit eingegriffen werden soll, dass die dringende Flexibilisierung der Arbeitszeit nur als Experiment geplant ist und dass die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit im Land bisher nicht im Fokus der Ampel-Verhandlungen steht“, sagte NORDMETALL-Präsident Folkmar Ukena in seiner Rede zum 44. Martinsgans-Essen der norddeutschen Metall- und Elektro-Arbeitgeber im Hotel Grand Elysée in Hamburg. An dem Arbeitgebergipfel nahmen auch Gesamtmetall-Präsident Dr. Stefan Wolf und BDA-Ehrenpräsident Ingo Kramer teil.

Kramer forderte von einer neuen Bundesregierung ein Belastungsmoratorium für die Wirtschaft und ein „Stoppschild für steigende Sozialabgaben“. In seiner Festrede appellierte der Ehrenpräsident von BDA und NORDMETALL an die geladenen und zugeschalteten Gäste aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Hotel Grand Elysée Hamburg – vor allem aber in Richtung Berlin: „Nun muss durchgestartet werden, um Wirtschaftsstandort, Wachstum und Wohlstand langfristig zu sichern. Uns steht ein riesiger Strukturwandel bevor – getrieben von Digitalisierung, Dekarbonisierung und Demografie. Eine gemeinsame Kraftanstrengung, die nicht gegen, sondern nur mit der Wirtschaft geht.“ Zugleich warb Kramer für eine Zukunftsagenda 2030 als gemeinsames Aufbruchsignal nach Corona.

Dr. Wolf verwies darauf, dass wirksamer Klimaschutz nur mit einer erfolgreichen Industrie gelingen könne: „Wir entwickeln klimafreundliche Technologie. Und dem Weltklima ist dann richtig geholfen, wenn wir diese zu Rahmenbedingungen hier fertigen können, die sie auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sein lässt.“

Seit 1978 lädt NORDMETALL, der Arbeitgeberverband der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie, einmal im Jahr zum traditionellen Martinsgans-Essen nach Hamburg ein. In diesem Jahr fand die Veranstaltung nach den Corona-Regelungen des Hamburger 2G-Modells mit den rund 250 geladenen Gästen in Präsenz sowie zahlreichen Zuschauern im Netz statt.

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