Die Kommission des deutsch-französischen Förderprogramms für die Entwicklung fiktionaler Serien hat das Projekt „Motel“ zur Förderung mit 50.000 Euro empfohlen. Die Serie spielt Anfang der 1980er Jahre in einem skurrilen Hotel an der deutsch-französischen Grenze im Kampf gegen eine moderne Hotelkette. Im Förderprogramm wurden seit seiner Gründung vor sechs Jahren insgesamt zwölf Entwicklungen unterstützt. Das kommende Jahr soll für eine Evaluierung vor dem Hintergrund der Weiterentwicklungen des Serienmarktes sowie der Fördermöglichkeiten für Serien genutzt werden.

„Motel“
Hinter dem Projekt „Motel“ stehen La Belle Affaire Productions mit Sitz in Montpellier und Paris und Laïdak Films mit Sitz in Berlin und Paris. Die Produzentin Flore Cavigneaux und die Produzenten Ivan Zuber und Antoine Liétout werden die Serie gemeinsam entwickeln und realisieren.

In 10 x 26 Minuten erzählt „Motel“ eine Geschichte aus der Hotelwelt, die im Jahr 1982 spielt: Gino, ein Magier im Exil, Chef eines altmodischen Hotels an der Autobahn A4 erfährt, dass sein Betrieb in Bälde einem Best Stars Hotel weichen soll, einer modernen Hotelkette, die die europäischen Autobahnen monopolisiert. Gemeinsam mit Günther, dem schlaflosen Empfangschef, und Sybille, der jungen kleptomanischen Zimmerfrau, werden sie darum kämpfen, ihr seltsames und poetisches Refugium zu retten.

Das Drehbuch schrieben die Autorinnen Leslie Menahem und Jana Buchholz. Die Kommission des deutsch-französischen Förderprogramms für die Entwicklung fiktionaler Serien fördert die Entwicklung des Projekts mit 50.000 Euro.

Deutsch-französischer Förderfonds
Im Förderprogramm deutsch-französischer Förderfonds wurden im Zeitraum 2016-2021 insgesamt zwölf Entwicklungen unterstützt, darunter die bereits realisierten Projekte „Die purpurnen Flüsse“ von EuropaCorp Télévision (Saint Denis) und maze pictures (München), „Eden“ von Port au Prince Film & Kultur Produktion (Berlin), Atlantique Productions (Boulogne-Billancourt) und Lupa Film (Berlin), „Ein paar Tage Licht“ von Eikon Media Köln und Watch Next Media (Paris) sowie „Parlament“ von Polyphon Pictures (Baden-Baden) und Cinétévé (Paris).

Der deutsch-französische Förderfonds wurde 2015 gegründet mit dem Ziel, die Entwicklung fiktionaler Serien, die in deutsch-französischer Koproduktion entstehen, zu unterstützen. Partner auf deutscher Seite sind der FilmFernsehFonds Bayern, die Film- und Medienstiftung NRW und die MFG Filmförderung Baden-Württemberg. Auf französischer Seite unterstützen das Centre national du cinéma et de l’image animée (CNC) sowie die Region Grand Est den Fonds.

Weiterentwicklung
Seit der Gründung des Programms hat sich der Serienmarkt enorm entwickelt; Förderinstitutionen haben darauf reagiert, so etwa der FFF Bayern mit der Stoffentwicklungsförderung von Serien oder die Film- und Medienstiftung NRW mit der Förderung Innovativer Serieller Formate. Bei der MFG Filmförderung Baden-Württemberg sind mit der neuen Vergabeordnung Innovative Digitale Erzählformen und in der Stoffentwicklung ebenfalls neue Förderungen von Serienentwicklungen möglich. Die Partner des Programms deutsch-französischer Förderfonds haben daher entschieden, zu evaluieren; das Programm endet damit in der bisherigen Form. Über eine Neujustierung werden wir informieren.

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