Die Vielfalt internationaler feministischer Positionen steht im Fokus des Festivals „Frequenzen. Feminismen global“, zu dem das Goethe-Institut vom 19. bis zum 21. Mai auf das Pfefferberg-Gelände und in die Sophiensæle in Berlin einlädt. Auf dem Programm stehen Diskussionsrunden, Workshops, Performances, partizipative Formate, Lesungen, Musik und Filme. Das vollständige Programm wird am 27. April in einem digitalen Pressegespräch vorgestellt. Neben Johannes Ebert, dem Generalsekretär des Goethe-Instituts, sprechen die Schriftstellerin und Historikerin Urvashi Butalia über Feminismus in Indien und die Künstlerin Natacha Muziramakenga über ihre Arbeit in Ruanda.

Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts: „Ich bin überzeugt, dass wir als Gesellschaft – und auch wir als Kulturinstitution – besonders dann gut und gerecht funktionieren, wenn möglichst diverse Perspektiven produktiv in Entscheidungsprozesse einfließen. Eine gleichberechtigte Teilhabe der Geschlechter ist dafür eine zentrale Voraussetzung. Einerseits müssen Führungspositionen diverser besetzt werden, gleichzeitig sollten Themen wie etwa Sorgearbeit in der Mitte der Gesellschaft verhandelt werden. Dies sind nur einige Aspekte feministischer Debatten in Deutschland – aber auch in vielen anderen Teilen der Welt. Gerade deshalb sollten wir Feminismus global betrachten, also auch mehr kritische und andersdenkende Stimmen aus dem Ausland anhören und damit die eigenen Perspektiven erweitern. Das Goethe-Institut beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Geschlechterfragen in der Welt – ich freue mich, dass wir uns auf dem Frequenzen-Festival drei Tage konzentriert nur diesem Thema widmen.“

Das Programm des Festivals wird vorgestellt in einem digitalen Pressegespräch am 27. April um 10.30 Uhr von Johannes Ebert und der Projektleiterin Carolin Nüser. Farah Batool, Mitarbeiterin des Goethe-Instituts in Indien, spricht mit der Schriftstellerin und Historikerin Urvashi Butalia über feministische Perspektiven in Indien und anschließend spricht die in Ruanda lebende multidisziplinäre Künstlerin Natacha Muziramakenga über ihre Arbeit. Das Gespräch findet in deutscher und englischer Sprache statt. Bitte geben Sie uns per E-Mail an kirchner@kirchner-pr.de bis zum 22. April Bescheid, ob Sie an dem Gespräch teilnehmen werden.

Internationale Perspektiven feministischer Debatten

Mehr als fünfzig Teilnehmer*innen setzen sich an drei Tagen mit feministischen Fragestellungen auseinander. Widerstand und Protest von Frauen weltweit, Diskriminierung, Asymmetrien der Macht und Gewalt sowie sich wandelnde Rollenbilder stehen im Mittelpunkt.

Wie hat sich das Verständnis und die Erfahrung des weiblichen Körpers im Laufe der Jahrzehnte entwickelt und welche Unterschiede gibt es zwischen den Kulturen, Klassen und Religionen? Über Fragen zu Körperpolitiken, Sexualität und Self-Care diskutiert die multidisziplinäre Künstlerin Natacha Muziramakenga aus Ruanda in einem intergenerationalem Gespräch mit der ghanaischen Schriftstellerin Nana Darkoa, der queer-feministischen Bloggerin Emma Onekeku aus Burkina Faso und der Aktivistin Yvette Abrahams aus Südafrika. Natacha Muziramakenga wird im Festivalprogramm auch mit einer Spoken-Word-Performance vertreten sein.

Das Peer-Netzwerk aus europäischen Performance-Festivals „Imagining Futures” fragt nach Zukunftsvisionen für einen gleichberechtigten und nachhaltigen Kulturbetrieb: Anna Mülter, Amy Letman, Angela Alves und Claire Lefèvre thematisieren in den Sophiensaelen die Care-Aspekte der Festivalarbeit.

Das Festival lädt außerdem zu zahlreichen Workshops ein, so etwa zum Thema visuelle Selbstbestimmung von jüdischen FLINTA* (Frauen, Lesben, inter*, nicht-binäre, trans* und agender Personen) mit Debora Antmann, zu Anti-Rassismus und Kritischem Weißsein mit Kholoud Bidak und Rafia Shahnaz sowie zu feministischem Journalismus und zu postkolonialen-queeren-feministischen Perspektiven.

In Ko-Produktion mit dem interdisziplinären Kunstfestival „Tashweesh" erforscht die Performance-Künstlerin Rima Najdi erstmalig ihre Arbeit „I Grew an Alien Inside of Me“, die Bewegungen des Körpers und die Erfahrung von Zeit in zwei unterschiedlichen Kontexten: dem der Geburt und dem einer politischen und gesellschaftlichen Revolution. Das von Maike Mia Höhne und Jyoti Mistry kuratierte Filmprogramm erzählt von weiblichem Begehren, Gewalt, Widerstand und der Rolle der Frau als Arbeiterin.

 

Barrierefreier Zugang

Das Festival soll insbesondere auch für Menschen mit Behinderung zugänglich gemacht werden. So wurden in Zusammenarbeit mit „Expert*innen in eigener Sache“ Maßnahmen ergriffen, um eine barrierefreie Teilnahme zu ermöglichen und die Veranstaltung dadurch inklusiver zu gestalten. Das Gelände und die Veranstaltungsräume sind rollstuhlgerecht zugänglich, einige Programmpunkte werden in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt und für blinde Besucher*innen steht bei Bedarf ein Begleitservice zur Verfügung. Zudem wird eigens ein Awareness-Team vor Ort eingesetzt, um das Wolfbefinden aller Besucher*innen sicherzustellen.

Das Festival „Frequenzen. Feminismen global“ ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Partnerschaft mit dem Missy Magazine und Deutschlandfunk Kultur. Bestimmte Programmpunkte werden in Kooperation mit dem ICI Berlin und den Sophiensælen durchgeführt.

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