Wie kann die Zivilgesellschaft stärker in die Regulierung neuer Technologien eingebunden werden? Kann Kunst helfen, die wissenschaftlichen Entwicklungen der Quantentechnologie zu verstehen und zu vermitteln? Welche neuen ethischen und ökologischen Herausforderungen entstehen durch Quantentechnologie? Mit diesen Fragen befasst sich das Goethe-Institut auf der re:publica Berlin vom 8. bis 10. Juni 2022 unter dem Titel „Living in a Quantum State“. Im Rahmen dieser Initiative wird die britische Künstlerin und Quantenphysikerin Libby Heaney eine neue Videoinstallation mit dem Titel „Evolution of Ent-:QX“ präsentieren.

Der Einsatz von neuen Technologien ist eng verknüpft mit den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Systemen, in welche sie eingebettet sind. Libby Heaneys Installation „Evolution of Ent-:QX“, in Auftrag gegeben von der arebyte Gallery in London, lädt das Publikum ein, das Streben nach Lösungen und Profit, das neuen technologischen Entwicklungen zugrunde liegt, zu überdenken und zeigt Alternativen auf. Die Installation entführt das Publikum in eine surreale Science-Fiction-Geschichte und zeigt, wie künftige Quantencomputer die aktuelle Form des Überwachungskapitalismus ersetzen können. Quantencomputing basiert auf physikalischen Prinzipien, die nahelegen, dass man vom Binären in eine pluralistische Landschaft tiefgreifender Verbindungen übergehen könnte, in der sogar der Begriff des Individuums irrelevant/obsolet wird. „Evolution of Ent-:QX“ knüpft an die Ausstellung „Ent-” an, welche Anfang des Jahres in Zusammenarbeit mit der Light Art Space in der Berliner Schering Stiftung gezeigt wurde.

Am Freitag, den 10. Juni werden Jasmin Meinecke vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik und Libby Heaney in einem zweiteiligen Vortrag in Quantentechnologien einführen und sich mit ethischen Fragen und künstlerischen Antworten im Zusammenhang mit den bahnbrechenden Fortschritten im Quantencomputing auseinandersetzen. Die Veranstaltung, unterstützt von Munich Quantum Valley, wird von Jens Eisert, Professor für Quantenphysik an der Freien Universität Berlin, moderiert.

In den kommenden Monaten werden im Rahmen des Projekts „Living in a Quantum State“ eine Reihe von Interviews und Artikeln über das Quantencomputing mit Beiträgen von Expert*innen auf diesem Gebiet veröffentlicht, sowie weitere hybride Veranstaltungen in Dublin, London, San Francisco und Peking stattfinden.

Lösungen für die globale Umweltkrise durch Medienaktivismus

Auch der Klimawandel spielt bei den Programmen des Goethe-Instituts auf der re:publica eine prominente Rolle. Wie werben wir erfolgreich für eine ökologische Transformation der Gesellschaft? Wie entwickeln wir überzeugende kulturelle Leitbilder und Narrative? Im Rahmen des Projekts „Young influencers for ecological change“ haben mehr als hundert ökologische Aktivist*innen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien, Argentinien, Bolivien und Paraguay sich in digitalen Workshops genau mit diesen Fragen beschäftigt und Social Media-Kampagnen dazu entwickelt. Auf dem re:publica Special TINCON am 10. Juni ab 16:10 Uhr präsentieren sie die Ergebnisse. TINCON veranstaltet und produziert On- und Offline-Events rund um digitale Kultur und Lebensrealitäten – von, für und mit Jugendlichen.

Am gleichen Tag ab 10:45 Uhr ist das Goethe-Institut mit weiteren Programmen auf der re:publica vertreten, wie etwa „Hack Ur Culture“, bei dem die digitale Informationsarbeit des Instituts vorgestellt wird, und einer Diskussion zu Diversität, Inklusion und Zugehörigkeit.

Für mehr Informationen und das vollständige Programm:
www.goethe.de/quantum
http://www.goethe.de/spanien/ECOinfluencers
https://re-publica.com/de/

Über Goethe-Institut e. V.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Mit 158 Instituten in 98 Ländern fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein aktuelles Deutschlandbild. Durch Kooperationen mit Partnereinrichtungen an zahlreichen weiteren Orten verfügt das Goethe-Institut insgesamt über rund 1.000 Anlaufstellen weltweit. www.goethe.de

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Goethe-Institut e. V.
Oskar-von-Miller-Ring 18
80333 München
Telefon: +49 (89) 15921-0
Telefax: +49 (89) 15921-450
http://www.goethe.de

Ansprechpartner:
Katrin Figge
Pressereferentin
Telefon: +49 (89) 15921-002
E-Mail: katrin.figge@goethe.de
Viola Noll
Stv. Pressesprecherin
Telefon: +49 (30) 25906-471
E-Mail: noll@goethe.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel