Aktienanleger bräuchten in der aktuellen Phase weiterhin starke Nerven, so Thomas Grüner, Gründer und Vice Chairman von Grüner Fisher Investments. In einem schwierigen und volatilen Umfeld hätten es selbst Nachrichten über robuste Wirtschaftsdaten schwer, tatsächlich als positive Signale wahrgenommen zu werden. Denn hinter jeder positiven Datenmeldung verstecke sich die Sorge, dass dadurch die Wahrscheinlichkeit weiterer großer Zinserhöhungen seitens der Fed erhöht werde. Und diese Zinsdiskussionen dämpften die Marktstimmung bereits im gesamten Jahresverlauf.

Der Pessimismus des Unglaubens
„Die Tendenz der Anleger, jede gute Nachricht durch eine negative Brille zu betrachten, bezeichnet Ken Fisher gerne als Pessimismus des Unglaubens“, so Grüner. Verstärkt sei diese Verhaltensweise in den späten Phasen einer Marktkorrektur oder in der frühen Phase einer Erholungsbewegung zu beobachten. Sie verdeutliche immer wieder eine große Diskrepanz zwischen niedriger Erwartungshaltung und einer deutlich besseren Realität, wodurch Spielraum für positive Überraschungen entstehe.

Robuste US-Wirtschaft als gesunde Basis
Besonders in den USA seien robuste Wirtschaftsdaten auf breiter Ebene zu beobachten, deren positive Wirkung nicht wegdiskutiert werden solle. Insbesondere seien die Bestellungen für langlebige Investitionsgüter im Vormonat stabil geblieben, die weithin als Indikator für Unternehmensinvestitionen gelten und vor dem Hintergrund steigender Zinsen immer mit großer Sorge betrachtet würden. „Die Daten zeigen mittlerweile, dass der Anstieg der US-Leitzinsen in diesem Jahr um 1,5 Prozentpunkte die Unternehmen jedoch nicht davon abhalten konnte, groß angelegte und sorgfältig durchdachte Investitionen zu tätigen“, sagt Grüner.

Positiv sei in der Folge ebenso, dass sich der Abbau von Lagerbeständen, der das US-BIP im ersten Quartal noch belastet hätte, nicht zu einem groß angelegten Trend entwickelt habe. „Die Unternehmen fahren keinen harten Sparkurs, sie bleiben expansiv – dies spricht unserer Meinung nach gegen die Befürchtungen, dass eine Rezession bereits im Gange sein könnte“, erklärt Grüner. Dies werde bestätigt durch die vorläufigen US-Handelsdaten, die im Vormonat einen Anstieg der Exporte um 1,2 Prozent und einen Rückgang der Importe um 0,1 Prozent zeigten.

Es braucht keine „guten“ Nachrichten
„Die Kombination aus schlechter Stimmung, robusten Wirtschaftsdaten und geringem legislativen Risiko (ein positiver Einflussfaktor, der aktuell nahezu unbeachtet bleibt) schafft wohl gute Rahmenbedingungen für einen Fortbestand des übergeordneten Bullenmarkts“, analysiert Grüner. Anleger dürften sich nur nicht daran stören, dass gute Nachrichten in der aktuellen Phase kaum Platz einnehmen. „Zum Glück sind sie für eine Erholungsbewegung auch nicht notwendig. Es ist in der Regel eine teure Angelegenheit, an der Seitenlinie auf die herbeigesehnte ‚Klarheit‘ zu warten. Aktienmärkte blicken nach vorne und gleichen mit stoischer Ruhe die Diskrepanz zwischen Erwartungshaltung und Realität aus“, meint Grüner. In der aktuellen Phase müssten die Wirtschaftsdaten auch nicht fantastisch sein – robust genüge.

Fazit
Der „Pessimismus des Unglaubens“ habe auch seine guten Seiten. „Dadurch wird die Marktstimmung auf ein derart niedriges Niveau gedrückt, dass es die Realität relativ einfach hat, positiv zu überraschen. Gleichzeitig birgt dieses Phänomen jedoch auch Gefahren – tendenziell werden Anleger genau dann aus dem Markt gescheucht, wenn die positive Dynamik in der Folge am ausgeprägtesten ist“, stellt Grüner fest. Im Börsenjahr 2022 gelte auch weiterhin die Devise, sich emotional nicht unterkriegen zu lassen und die langfristigen Anlageziele weiterhin im Fokus zu behalten.

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Über die Grüner Fisher Investments GmbH

Grüner Fisher Investments (GFI) ist eine Vermögensverwaltungsgesellschaft mit eigenem Ermessensspielraum, die vorwiegend vermögende Privatpersonen und Familien in Deutschland, Österreich und der Schweiz betreut. Grüner Fisher Investments ist Mitglied im Verband unabhängiger Vermögensverwalter Deutschland e.V. (VuV) und ist ein durch die BaFin lizensiertes und beaufsichtigtes Institut. GFI wurde als Top-Vermögensverwalter von Capital (2019), als Top-Arbeitgeber im Mittelstand (2019) von Focus und als "Great Place to Work" (2020, 2021) von Great Places to Work ausgezeichnet. Das Unternehmen ist eine deutsche Tochtergesellschaft von Fisher Investments in den USA, einem der größten unabhängigen Vermögensverwalter der Welt. Zum 31.03.2021 verwaltete Fisher Investments und seine Tochtergesellschaften ein Vermögen von über 143 Mrd. EUR – über 93 Mrd. EUR für nordamerikanische Privatanleger, 34 Mrd. EUR für institutionelle Anleger, 14 Mrd. EUR für europäische Privatanleger und 1 Mrd. EUR für die Altersvorsorge kleiner und mittlerer Unternehmen in den USA. Fisher Investments unterhält vier Hauptgeschäftsgruppen: US Private Client, Institutional, Private Client International und 401(k) Solutions, die einen globalen Kundenstamm bedienen. Der Gründer und Executive Chairman von Fisher Investments, Ken Fisher, schrieb von 1984 bis 2016 die Forbes-Kolumne "Portfolio Strategy" und ist damit der am längsten ununterbrochene Kolumnist in der Geschichte der Zeitschrift. In den letzten Jahren erschienen Ken Fishers Kolumnen durchgängig in den wichtigsten Medien in fast allen westeuropäischen Ländern, einschließlich Focus Money in Deutschland, sowie in wichtigen asiatischen Ländern, und damit in mehr Ländern und mit mehr Umfang als jeder andere Kolumnist in der Geschichte. Fisher ist außerdem Autor von 11 Büchern, darunter vier New York Times-Bestseller zum Thema Finanzen und Investieren.

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