Der Bayerische Heilbäder Verband (BHV) beauftragte im ersten Halbjahr 2022 das Befragungsinstitut YouGov* mit einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage mit mehr als 2000 Teilnehmern über 18 Jahren zum Thema Gesundheit im Urlaub. Dabei ging es unter anderem darum, welche Rolle das Thema Gesundheit bei der Urlaubsplanung spielt, inwiefern die Befragten bereit wären, für medizinische und therapeutische Gesundheitsanwendungen zu bezahlen oder eigene Urlaubstage dafür zu nehmen. Darüber hinaus ging es auch um Interesse und Kenntnisstand rund um das Thema Kur, also einer beruflichen Auszeit aus gesundheitlichen Gründen, deren Kosten die Krankenkasse übernimmt.

Gesundheit ist wichtiges Urlaubsmotiv – allerdings nicht um jeden Preis  

Für knapp dreiviertel (72%) aller Befragten spielt das Thema Gesundheit bei der Urlaubsplanung eine große bzw. sehr große Rolle. Nur acht Prozent gaben an, dass das Thema gar keine Rolle für sie bei der Planung spielt. Allerdings: Obwohl 72 Prozent aller Befragten angeben, Gesundheit spielt bei der Urlaubsplanung eine große bzw. sehr große Rolle, sind nur gut ein Drittel (37%) bereit, privat für medizinische oder therapeutische Gesundheitsanwendungen zu bezahlen. Knapp die Hälfte (46%) aller Befragten, ist nicht bereit zu bezahlen. Die größte Bereitschaft existiert in der Altersgruppe von 25 bis 34 Jahren (47%) sowie von 35 bis 44 Jahren (43%). Ein ähnliches Bild zeigt sich in puncto Urlaubstagen: Auch hier sind nur 38 Prozent aller Befragten bereit, sich Urlaubstage für medizinische oder therapeutische Gesundheitsanwendungen zu nehmen, obwohl sie dem Thema Gesundheit im Urlaub eine große bzw. sehr große Rolle zuschreiben. 

Wie bewerten die Befragten eine klassische Kur? 

Für ein allgemeines Verständnis wurde zunächst die Begrifflichkeit „Kur“ in der Befragung als eine berufliche Auszeit aus gesundheitlichen Gründen, deren Kosten die Krankenkasse übernimmt definiert. Mehr als zwei Drittel (69%) aller Befragten finden dieses Konzept interessant und es zeigt sich bei allen Altersgruppen ein ähnlich hoher Zuspruch. Ähnlich hoch bleibt der Zuspruch auch wenn es etwas konkreter wird: Knapp zwei Drittel (64%) aller Befragten würden eine Gesundheitsvorsorge in Kurorten oder Heilbädern in Anspruch nehmen, wenn sich die Krankenkassen und / oder Arbeitgeber an den Kosten beteiligen. Hier gibt es zwischen den Altersgruppen ab 35 Jahren wenig Diskrepanzen und das obwohl höchstwahrscheinlich unterschiedlich Beschwerdebilder vorhanden sind. Zeigt sich hier bereits das neue Gesundheitsbewusstsein durch die Corona-Pandemie? Dem allgemeinen Interesse an der Kur steht jedoch eine allgemeine Unwissenheit gegenüber: Trotz hohen Gesundheitsbewusstsein im Urlaub und der Tatsache, dass 69 % aller Befragten das Konzept Kur interessant finden, wissen mehr als die Hälfte (56%) nicht wie man einen Antrag stellt.

BHV Vorstandsprecher Peter Berek zieht aus der Umfrage folgende Schlüsse: „Die Corona-Pandemie hat vielen Menschen den Wert von Gesundheit wieder vor Augen geführt. Generell ist das Bewusstsein, etwas für die eigene Gesundheit zu tun und dies in eine Urlaubsreise zu integrieren, gestiegen – diese Entwicklung begrüßen wir. Gleichzeitig sehen wir auch den Appell der Befragten, dass sie sich mehr Unterstützung vom Arbeitgeber und den Krankenkassen wünschen in Form von zusätzlichen Urlaubstagen und finanzieller Bezuschussung. Dabei sind wir dann wieder bei einer bereits bekannten, altbewährten Form des Gesundheitsurlaubs: die klassische Kur. Eine überwältigende Mehrheit findet das Konzept nicht nur interessant, sondern würde es auch ausprobieren. Ein weiterer deutlicher Appell an Gesundheitsministerium und Krankenkassen.“  

Die Fragen im Detail

  1. Welche Rolle spielt das Thema Gesundheit bei Ihrer Urlaubsplanung?
  2. Sich um die eigene Gesundheit zu kümmern, bevor Beschwerden auftreten oder solange sie noch nicht so sehr beeinträchtigen, bezeichnet man als präventive Gesundheitsvorsorge. Sind Sie bereit, privat für medizinische oder therapeutische Gesundheitsanwendungen im Urlaub zu bezahlen?
  3. Sind Sie bereit, Urlaubstage für medizinische oder therapeutische Gesundheitsanwendungen in Anspruch zu nehmen?
  4. Inwiefern ist für Sie das Konzept einer Kur attraktiv oder nicht attraktiv? Unter "Kur" verstehen wir eine berufliche Auszeit aus gesundheitlichen Gründen, deren Kosten die Krankenkasse übernimmt.
  5. Würden Sie innerhalb der nächsten drei Jahre eine Gesundheitsvorsorge in Kurorten oder Heilbädern in Anspruch nehmen, wenn sich die Krankenkassen und / oder der Arbeitgeber an den Kosten beteiligen?
  6. Wissen Sie, wie Sie von Krankenkassen bezuschusste Aufenthalte in Kurorten oder Heilbädern zur Gesundheitsvorsorge beantragen können?

*Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2069 Personen zwischen dem 15. und 18.04.2022 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

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Im Bayerischen Heilbäder-Verband e.V. (BHV) sind über 70 Heilbäder, Kurorte und Kurbetriebe organisiert. Unter der Qualitätsmarke Gesundes Bayern präsentieren sich die 47 bayerischen Heilbäder und Kurorte mit modernen, qualitativ hochwertigen und ganzheitlichen Gesundheitsprogrammen. Verschiedene Prädikate und Siegel kennzeichnen das hohe Niveau der Partner, die ihren Gästen "höchste Gesundheitskompetenz in bayerischer Urlaubsqualität" bieten. Die Besonderheit: Die Anwendungen basieren auf natürlichen Heilmitteln wie Moor, Sole, Heilwasser oder Heilklima sowie auf Naturheilverfahren wie Kneipp oder Schroth. Sie sind in ihrer Wirksamkeit seit Jahrhunderten bewährt und schulmedizinisch anerkannt.

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