Im vergangenen Monat forderte das malische Außenministerium die Beendigung des MINUSMA-Einsatzes ("Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission in Mali") der Vereinten Nationen, nachdem die Spannungen zwischen der Regierung und der Friedenstruppe jahrelang zugenommen hatten. Am 30. Juni stimmte der UN-Sicherheitsrat dafür, dass die 13.000 Mann starke Friedenstruppe das Land bis Dezember 2023 schrittweise verlassen soll.

Der islamistische Aufstand in Mali hatte 2012 begonnen und führte 2013 zur Entsendung der UN-MINUSMA. Infolge der dschihadistischen Gewalt fehlen im Norden und in einigen zentralen Regionen des Landes die grundlegende öffentliche Verwaltung und die wichtigsten Dienstleistungen des malischen Staates völlig. Das Mandat der UN-Friedenstruppe konzentrierte sich auf den Schutz der Zivilbevölkerung vor militanter Gewalt sowie auf die Unterstützung der Grundversorgung und der humanitären Hilfe und untermauerte das Friedensabkommen von 2015. Die Enttäuschung über die zunehmende Unsicherheit führte zu zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021. Aufgrund der sich verschlechternden Beziehungen zur Militärjunta wurden Frankreich und die westlichen Verbündeten im vergangenen Jahr dazu gedrängt, ihre Militäroperationen zugunsten einer verstärkten militärischen Zusammenarbeit mit der russischen Wagner-Gruppe zurückzuziehen. Aufgrund der jüngsten Entscheidung, die UN-Truppen abzuziehen, stehen der unterausgestatteten malischen Armee nur noch 1.000 Wagner-Kämpfer zur Verfügung, um den Kampf gegen dschihadistische Kämpfer zu unterstützen, die große Teile des Landes kontrollieren. Außerdem herrscht seit dem Zusammenstoß zwischen Präsident Putin und dem Söldnerführer Prigozhin große Unsicherheit über die Modalitäten des Wagner-Einsatzes. Es wird erwartet, dass Wagner dem Halten einiger wichtiger Stützpunkte durch lokale Razzien und Patrouillen Vorrang einräumt – ein harter Ansatz, der die Tuareg- und Fulani-Gemeinschaften weiter entfremden könnte -, anstatt auf eine strukturelle Konfliktlösung zu drängen.

Angesichts dieser Entwicklungen befürchtet der europäische Kreditversicherer Credendo in naher Zukunft eine weitere Verschlechterung der Sicherheitslage in Mali. Credendo hat daher einen negativen Ausblick für Mali, das bereits in die höchste Risikoklasse 7/7 beim mittel- bis langfristigen und in die Kategorie 6/7 für das kurzfristige politische Risikorating eingestuft ist.

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