Die neue Netflix-Minidokuserie „Wie wird man hundert Jahre alt? – Die Geheimnisse der Blauen Zonen“ enthält eine Diskussion über die Gesundheitsprinzipien der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und stellt einige der ältesten Adventisten in Loma Linda, Kalifornien (USA) vor. Das berichtet die nordamerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review. Die Serie feierte am 30. August Premiere und ist auch mit deutschen Untertiteln zu sehen.

Die Dokuserie des Regisseurs Dan Buettner enthält einige der Beobachtungen des Regisseurs darüber, was seiner Meinung nach dazu beiträgt, dass Adventisten über 80, 90 und sogar 100 Jahre alt werden und dabei aktiv, gesund und engagiert bleiben. Der Begriff „Blaue Zone“ bezeichnet ein Gebiet auf der Welt, in dem die Menschen eine außergewöhnlich hohe Lebenserwartung haben.

Eine neue Sicht auf Langlebigkeit

„Wie wird man hundert Jahre alt?“ basiert auf Büttners früherer Arbeit, die unter anderem in der Novemberausgabe 2005 des National Geographic Magazine veröffentlicht wurde, sowie auf seinen anschließenden Nachforschungen und zusätzlichen Erkenntnissen, die in mehreren Büchern publiziert wurden. Auf Deutsch erscheint im Oktober der Titel Das Geheimnis der 100-Jährigen: Entdeckungsreise in die Blue Zones der Welt. Wie man es schafft gesund und länger zu leben (National Geographic Deutschland).

„Ich habe herausgefunden, dass das meiste von dem, was die Menschen für ein langes, gesundes Leben halten, fehlgeleitet oder schlichtweg falsch ist“, sagt Buettner im offiziellen Trailer der Dokumentation. „Was wäre, wenn wir die Langlebigkeit neu definieren könnten? Ich habe die letzten 20 Jahre damit verbracht, genau das zu tun“.

„Eine unerwartete Entdeckung“ – Episode stellt u. a. Adventisten in Loma Linda vor

In der Netflix-Miniserie widmet Buettner die Episode mit dem Titel „Eine unerwartete Entdeckung“ einem erneuten Besuch in Loma Linda und einem Gespräch über den Lebensstil mit einigen der am längsten dort lebenden Bewohner.

Buettner erzählt, wie er auf die Adventist Health Study-2 aufmerksam wurde, die die Ernährungs- und Gesundheitsgewohnheiten von Adventisten in den Vereinigten Staaten und Kanada untersucht (siehe APD-Meldung https://www.apd.info/news/2011/04/29/studie-der-loma-linda-universitaet-vegetarier-leben-gesuender). „Da nach Gewohnheiten und Lebensstil gefragt wurde, kann man auch sehen, welche Verhaltensweisen mit einem längeren Leben verbunden sind“, erklärt er in der Einleitung des Beitrags. Anschließend reiste er nach Loma Linda, um mit einigen der ältesten Einwohner zu sprechen und herauszufinden, was diesen Ort im Umfeld von Los Angeles zu einer „Blauen Zone“ macht.

Laut Buettner geben die Menschen in den Vereinigten Staaten Milliarden von Dollar für Mitgliedschaften in Fitnessstudios aus, die größtenteils ungenutzt bleiben. Aber in Loma Linda, so stellt er fest, sorgen die Adventisten dafür, dass körperliche Aktivitäten und andere gesunde Verhaltensweisen beibehalten werden.

Buettner interviewt mehrere Einwohner, darunter Loida Medina, als 84-jährige täglich mehrere Stunden damit verbringt, mit anderen Freunden Pickleball zu spielen. „Langlebigkeit bedeutet Bewegung und Gemeinschaft“, sagt Medina. „Wenn man deprimiert ist, lebt man nicht sehr lange“.

Ein ganzheitlicher Ansatz

Während des gesamten Beitrags macht Buettner deutlich, dass Adventisten mehr sind als nur ein gesundes Volk. „Gesundheit ist Teil ihrer Mission“, erklärt er. „Sie halten wirklich zusammen, und es ist nicht so sehr ein physisches Umfeld, sondern ein religiöses und soziales Umfeld.“

In den nachfolgenden Minuten beschreibt Buettner weitere Verhaltensweisen, die er bei den Loma-Linda-Adventisten gesehen hat, darunter ehrenamtliches Engagement, pflanzenbasierte Ernährung, der Glaube und die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft.

Er interviewt Joan Sabaté, Professor für Ernährungswissenschaften und Epidemiologie an der Loma-Linda-Universität, die die von der Mitbegründerin der adventistischen Kirche, Ellen G. White, aufgestellten Grundsätze für eine gesunde Ernährung erörtert. Buettner weist darauf hin, dass die Adventisten ihre Gesundheitsbotschaft positiv formulieren und die Menschen zu einer ausgewogenen Ernährung auffordern, die auf Fleisch möglichst verzichtet und viel Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Nüsse enthält.

Buettner verweist auch auf die Bedeutung des Glaubens und insbesondere der Einhaltung des Sabbats und dessen Beziehung zur Gesundheit. „Der amerikanische Alltag ist voller Stress … Unsere Zeitpläne sind vollgepackt“, sagt er. „Die Adventisten haben dieses ‚Heiligtum in der Zeit‘ … wo sie einfach abschalten.“

Nachdem er einige der am längsten lebenden Adventisten in Loma Linda beobachtet und interviewt hat, zieht Buettner das Fazit, dass es sehr wichtig ist, sich mit Menschen zu umgeben, die die gleichen Ziele in Punkto Lebensweise anstreben. „So etwas hat einen messbaren Einfluss auf die eigenen Gewohnheiten“, sagt er.

Zweck der Gesundheit

Der Leiter der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), Peter Landless, hat wiederholt den Zweck der adventistischen Gesundheitsgrundsätze betont, wie der Adventist Review berichtet. „Gott hat sein Interesse an der Gesundheit der Menschen bewiesen, indem er eine wunderbare Umwelt geschaffen hat, um seine Geschöpfe zu erhalten“, schreibt Landless.  Der Hauptzweck der Gesundheitspflege sei nicht die Selbstoptimierung, sondern: „Sie soll uns befähigen, Gott und unseren Mitmenschen zu dienen.“

Trailer zur Dokuserie: https://www.netflix.com/de/title/81214929

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