US-amerikanische Hilfsorganisation wird für Entwicklung der Software PIMS ausgezeichnet, die an 165 Standorten in Katastrophengebieten die letzte Meile in der pharmazeutischen Lieferkette transparent macht.

Projektverantwortliche erhalten Medaille im Rahmen des Gala-Empfangs der Logistics Hall of Fame in Berlin am 29. November.

Der erste Gewinner der Lynn C. Fritz Medal for Excellence in Humanitarian Logistics steht fest: Die 2023 von der Logistics Hall of Fame vergebene und vom Fritz Institute gestiftete Medaille geht an die US-amerikanische Hilfsorganisation International Medical Corps. Mit ihrer selbst entwickelten Software „Pharmaceutical Information Management System“ (PIMS) schaffte die Organisation mit Sitz in Los Angeles in kurzer Zeit eine Revolution bei der Steuerung der letzten Meile in der pharmazeutischen Lieferkette. Von dem IT-Einsatz, der in Katastrophengebieten große Zeitersparnisse und tiefe Transparenz in die Supply Chain bringt, profitieren alle: humanitäre Organisationen, Apotheken, Regierungen und vor allem die Patienten. Inzwischen ist das System an 165 Standorten in 16 Ländern mit Erfolg im Einsatz. Seit Oktober 2019 wurden mehr als 1,7 Millionen Rezepte in der Software verarbeitet und rund drei Millionen Artikel an Bedürftige ausgegeben.

Das International Medical Corps löste mit der Softwareentwicklung ein zentrales Problem aller humanitären Organisationen: die Dokumentation und Steuerung von Beschaffung, Verfolgung und Ausgabe von Arzneimitteln auf Papiervorlagen. Weil existierende Tools zu teuer oder für den Einsatz in der Katastrophenhilfe nicht geeignet waren, entwickelte ein interdisziplinäres Team nach einem Bottom-up-Ansatz seit 2018 das digitale Tool.

Da PIMS eine effiziente Datenerfassung sowie ein zeitnahes, flexibles Reporting ermöglicht, erhöht der Softwareeinsatz die Transparenz der Prozesse für Ärzte, Lieferkettenmanager, Gesundheitsbehörden sowie Geldgeber. Sie verschafft Medizinern mehr Zeit, sich auf ihre Kernkompetenz der Patientenversorgung zu konzentrieren. PIMS unterstützt die Nutzer auch bei der Quantifizierung, Pharmakovigilanz und Verwendungsprüfung von Arzneimitteln. Ein weiterer Pluspunkt: Das Tool kann leicht an jede beliebige Sprache angepasst werden und benötigt weder eine permanente Internetanbindung, noch eine konstante Stromversorgung.

Die 16-köpfige Jury entschied sich unter allen Bewerbungen für die Software des International Medical Corps, weil sie „vom Sektor für den Sektor und von Praktikern für Praktiker“ entwickelt wurde, wie es in der Begründung heißt. „Besonders beeindruckt haben der Bottom-up-Ansatz und die interdisziplinären Teams, die ein kostengünstiges System geschaffen haben, das maximale Transparenz und Effizienz in der pharmazeutischen Lieferkette in Katastrophenregionen herstellt“, betont Thilo Jörgl, geschäftsführender Juryvorsitzender der Lynn C. Fritz Medal.

Zum Votum der Juroren trugen Ergebnisse bei, die durch den Softwareeinsatz in Jordanien, dem Südsudan und dem Jemen erzielt wurden:
• PIMS drückte die Fehlbestände und Überbestände auf weniger als drei Prozent.
• Die Bestandsgenauigkeit stieg schon im ersten Monat der Nutzung auf 99,8 Prozent.
• Die Verschreibungszeit sank von durchschnittlich vier bis fünf Minuten auf 41 Sekunden.
• Die Wartezeit der Bedürftigen reduzierte sich von durchschnittlich 85 Minuten auf 16 Minuten.
• Das dynamische, proaktive Warnsystem führte zu einer 100-prozentigen Eliminierung von Wechselwirkungen und falscher Dosierung.

Vertreter des International Medical Corps nehmen die Medaille im Rahmen des Gala-Empfangs der Logistics Hall of Fame in Berlin am 29. November entgegen. An diesem Abend werden die Cube Storage-Pioniere Ingvar Hognaland und Jakob Hatteland in die Ruhmeshalle der Logistik aufgenommen. Zudem wird der Logistics Leader of the Year 2023 Award verliehen. Die Trophäe geht an Axel Frey und Harry Seifert.

Am 29. November vormittags präsentieren Vertreter des International Medical Corps ihr ausgezeichnetes Projekt ausführlich im Bundesministerium für Digitales und Verkehr. An diesem Tag findet dort die Premiere der ConnectChains – The Humanitarian Supply Chain Conference statt, zu der internationale Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Hilfsorganisationen und den Vereinten Nationen anreisen.

Die Ruhmeshalle ist jederzeit kostenlos unter www.logisticshalloffame.net zugänglich und bietet detaillierte Informationen und Bilder über die Lynn C. Fritz Medal sowie über die logistischen Meilensteine und ihre Macher.

Hintergrund International Medical Corps: International Medical Corps ist weltweit in rund 30 Ländern tätig und leistet medizinische Hilfe und Ausbildung für Menschen, die von Konflikten, Katastrophen und Krankheiten betroffen sind. Gleichzeitig schafft es die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung in Krisenregionen. Die Programme der Organisation werden sowohl aus öffentlichen als auch aus privaten Quellen finanziert. Geldgeber sind unter anderem die US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID), die Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe (ECHO) sowie eine Reihe von Unternehmen und Stiftungen. Die Organisation hat ihren Sitz in Los Angeles und unterhält Büros in Washington, D.C., USA, London, Großbritannien, und Split, Kroatien. International Medical Corps beschäftigt mehr als 8.000 Mitarbeitende und hat seit seiner Gründung im Jahr 1984 in rund 80 Ländern Hilfe im Wert von mehr als 4,2 Milliarden US-Dollar geleistet.

Hintergrund Logistics Hall of Fame: Die Logistics Hall of Fame ehrt internationale Persönlichkeiten, die sich um die Weiterentwicklung von Logistik und Supply Chain Management außergewöhnlich verdient gemacht haben. Ziel ist es, als weltweite Plattform die Meilensteine der Logistik zu dokumentieren und ihre Macher auszuzeichnen, um so die Bedeutung der Logistik für Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstreichen. Die Logistics Hall of Fame verleiht zudem die Auszeichnung Logistics Leader of the Year an aktuelle Taktgeber der Logistik. Stifter ist die STILL GmbH. Außerdem zeichnet die Logistics Hall of Fame innovative Logistikprojekte von humanitären Organisationen mit der Lynn C. Fritz Medal for Excellence in Humanitarian Logistics aus. Stifter ist das Fritz Institute.
Die Non-Profit-Initiative wird unterstützt von Politik, Verbänden, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft. Die Schirmherrschaft hat Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, inne.

Mitglieder im Unterstützerkreis: 24/7 ASSISTANCE, ADAC Truckservice, AEB, Arbeitsgemeinschaft Logistik-Initiativen Deutschlands, Baumann Paletten, BLG LOGISTICS, Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV), Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME), Bundesverband Paket und Expresslogistik (BIEK), Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV), Bundesverband Wirtschaft Verkehr und Logistik (BWVL), Bundesvereinigung Logistik (BVL), Business+Logistic, COYOTE LOGISTICS, Deutsches Verkehrsforum (DVF), Duisburger Hafen (duisport), EPAL, Förderverein Logistics Alliance Germany, Fritz Institute (Stifter), GARBE Industrial Real Estate, Gebrüder Weiss, Goldbeck, HHLA, HIAB, impact media projects, International Federation of Freight Forwarders Associations (FIATA), International Road Transport Union (IRU), Interroll Group, Krone, Lebensmittel Zeitung, LIP Invest, Locus Robotics, LOGISTIK-Kurier, LOGISTIC PEOPLE, LTG – Landauer Transportgesellschaft Doll, materialfluss, METRO LOGISTICS, pfenning logistics, PSI Logistics, RIO – THE LOGISTICS FLOW, Schnellecke Logistics, SCHUNCK Group, Seifert Logistics, SETLOG, SSI Schäfer, STILL (Stifter), TGW Logistics Group, trans aktuell, Verband der Automobilindustrie (VDA), Wiltsche Fördersysteme, Winner Spedition, WISAG.

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