Der Geo-Naturpark übernimmt erneut eine Patenschaft für ein Kalb des Auerrindprojekts, und zwar für das Ungarische Steppenrind Liesel, die Tochter seines ersten Patenkindes Donna. Am Freitag, den 20. Oktober, überreichte Landrat Christian Engelhardt, erster Vorsitzender des Geo-Naturparks, einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro an den Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße.

Am Ostersonntag 2023 war es so weit: das Ungarische Steppenrind Donna, das erste Patenrind des Geo-Naturparks, hat Nachwuchs bekommen. Die Geburt verlief reibungslos unten den Blicken zahlreicher neugieriger Wanderer und Spaziergänger, die auf ihrem Osterspaziergang stehen blieben, um dem Schauspiel beizuwohnen. Donna entpuppte sich als fürsorgliche Mutter und bald schon machte Liesel ihre ersten Gehversuche. Von Anfang an war Liesel sehr aktiv und bewegungslustig, hatte sprichwörtlich „Hummeln im Hintern“, was ihr den Spitznamen Hummel einbrachte.

Landrat Christian Engelhardt freute sich über das neue Patenkind: „Schnell war uns klar, dass wir auch für dieses Rind die Patenschaft übernehmen möchten, da es ja die Tochter unseres ersten Patenrindes ist. So bauen wir mit der Zeit eine ganze Patenfamilie auf und machen darauf aufmerksam, wie wichtig die extensive Beweidung mit Großrindern für den Erhalt einer hier für die Region typischen und wunderschönen Naturlandlandschaft, den Auenwäldern, ist.“

Claus Kropp, Vorsitzender des Förderkreises, nahm die Spende mit den Worten entgegen: „Wir bedanken uns sehr für diese Unterstützung. So können wir die Versorgung der Herde vor Ort besser sicherstellen, da wir im Winter zufüttern müssen. Das gibt uns mehr Spielräume, um uns auf das Wesentliche, nämlich die Rückzüchtung des Auerochsen und den Naturschutz, zu fokussieren.“

Liesel ist Spross des Auerrindprojekts, das der Förderkreis Große Pflanzenfresser im Kreis Bergstraße und das Freilichtlabor Lauresham 2013 ins Leben gerufen haben. Der Geo-Naturpark fördert das Projekt seit der ersten Stunde. Ziel ist es, einerseits die Geschichte des Auerochsen in der Rheinebene zu erforschen und andererseits eine Rinderrasse zu züchten, die dem Auerochsen in Aussehen, Verhalten und Genetik möglichst nahekommt. Tiere, die der Wildform ähneln, sind besonders geeignet, naturnahe Lebensräume ganzjährig extensiv zu beweiden. Um dieses Ziel zu erreichen, züchten die Experten fünf verschiedene ursprüngliche Großrinderrassen und kreuzen sie untereinander. Neben dem Ungarischen Steppenrind gehören zu den Ausgangsrassen die in der südlichen Toskana beheimatete Maremmana, die ältesten spanischen und italienischen Hausrinderrassen Sayaguesa und Chianina sowie die ostafrikanischen Watussirinder.

Durch das Fressverhalten der Großrinder entstehen halboffene Auen, die sich durch eine ganz besonders Lebensgemeinschaft auszeichnen. Mit ihren Hufen schaffen sie in den feuchten Wiesen und an den Tümpeln kleine Wasserstellen, ideale Laichplätze für Amphibien. Außerdem bietet ihr Kot Nahrung für die verschiedensten Kleinlebewesen wie unter anderem Kotkäfer, die wiederum auf dem Speiseplan für Vögel wie den Neuntöter stehen. Die Auerrinder sind also ein wichtiger Teil einer artenreichen Landschaft, den Auenwäldern.

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