Verwundert nimmt der Laie über die Medien zur Kenntnis, dass die Stadt München derzeit sehr viele Immobilien angeboten bekommt. Dem zuständigen Kommunalreferat liegen aktuell mehr als 80 Offerten mit rund 2.500 Wohneinheiten zur Prüfung vor.

Da stellt man sich die Frage: Warum? Was ist da los? Das gab es doch in den vergangenen Jahren nicht. Die Antwort darauf ist relativ einfach: Die Stadt tritt als solventer Käufer auf. Das ist für viele verkaufswillige Eigentümer mangels Alternativen angesichts hoher Zinsen eine lukrative Möglichkeit, ihr Objekt zu veräußern.

Und das lohnt sich: Spätestens seit dem Kauf des Rischart-Geländes – einer anspruchsvollen, etwa 3.800 Quadratmeter großen Entwicklungsfläche in bester Lage im Glockenbachviertel, von der so mancher Projektentwickler aus Respekt vor der Komplexität die Finger gelassen hat – ist bekannt, dass die Stadt bereit ist, sehr hohe Preise zu bezahlen. In diesem Fall nämlich 87 Mio. Euro. Entstehen sollen 100 Wohnungen. Da die Gesamtbaukosten nach ersten Schätzungen etwa 80 Mio. betragen, wird die Stadt im Schnitt pro Wohnung also deutlich mehr als eine Mio. Euro ausgeben! Bitte rechnen Sie selbst aus, wie hoch die Pro-Kopf-Ausgabe je Mieter ist, wenn pro Wohnung im Schnitt 1,5 Personen leben (in München ist die Belegungsdichte mit unter zwei Personen je Wohnung äußerst gering).

Die Verschuldung geht munter weiter

Wir reden hier übrigens von Steuereinnahmen, derer sich die Stadt bei diesen Transaktionen bedient. Man könnte auch beschönigend sagen: Man belädt sich hier mit einer Hypothek. Denn im Juli 2023 hat die Stadt die Hürde von drei Mrd. Euro Schulden gerissen. Der städtische Haushalt ist durch die rot-grüne Stadtpolitik der vergangenen Jahre ohne Rücksicht auf finanzielle Ressourcen komplett ausgeblutet, und dennoch wollen die politischen Entscheider daran festhalten, weitere Ankäufe zu tätigen. Gelegenheiten dafür gibt es ja wie gesagt genug: Derzeit stapeln sich die Angebote beim zuständigen Kommunalreferat, und es ist nicht nur dem Personalmangel geschuldet, dass die Bearbeitung hier gerade recht zögerlich geschieht. Dies hat – neben der knappen Kasse – durchaus noch andere Gründe:

Zum einen sind die dort aufschlagenden Angebote hinsichtlich der Größenordnung, der Objektkategorie und der Lage für die Stadt meist vollkommen uninteressant.

Zum anderen ist das städtische Wohnungsbauunternehmen „Münchner Wohnen“ (hervorgegangen aus dem Zusammenschluss von GWG und Gewofag) mit den bereits angekauften, zum Großteil sanierungsbedürftigen Bestandsimmobilien sowohl organisatorisch als auch personell vollkommen überfordert. Von den Möglichkeiten einer Entwicklung der Bestände oder auch einer kompletten Neuentwicklung wie dem Rischart-Gelände brauchen wir daher gar nicht erst reden. Nicht nur die Führungsebene ist hier bekanntlich mit sich selbst bzw. internen Querelen beschäftigt.

So wird man zukünftig doch recht häufig noch von der „Münchner Wohnen“ hören. Einen Beitrag zu günstigeren Wohnungen werden die nun gebündelten städtischen Wohnungsunternehmen aber nicht leisten, denn der notwendige „große Wurf“ mit einer beträchtlichen Anzahl von neu zu errichtenden Wohnungen – was den Markt spürbar entlasten würde – wird mit den Ankauf von Bestandsimmobilien nicht gelingen.

Politisch gesehen ist der Kauf von Bestandswohnungen natürlich eine attraktive, wenngleich jedoch teure Wahlkampfmethode auf Kosten der Stadtkasse bzw. des Steuerzahlers.

So bleibt es halt doch bei der – für manche äußerst unbequemen – Wahrheit: Das Wohnungsproblem in München löst man nur mit dem Bau von neuen Wohnungen bzw. der Ausweisung von Bauland. Und zwar über das Stadtgebiet hinaus.

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