Das Ende eines jeden Jahres regt nicht nur zum Rückblick an, sondern auch zum Ausblick, wobei letzteres nicht ohne ersteres auskommt, weshalb ein Ausblick als der wohl zu dieser Jahreszeit passende Schwerpunkt scheint. Tatsächlich könnte bereits 2024 die Zinstrendwende eintreten, die noch vor einigen Monaten als eher unwahrscheinlich galt. Und dann steht da noch die US-Wahl vor der Tür. Dies lässt auf ein ereignisreiches Jahr hoffen. Erfahren Sie in der heutigen Ausgabe des Zinskommentars mehr über die Bekannten und Unbekannten und all das, was dazwischen liegt.

Das Inflationsgespenst könnte sich schon 2024 in ein Deflationsgespenst verwandeln. Nach einer doch beeindrucken Rallye der Inflationsentwicklung sind die Preise inzwischen wieder fast auf dem Niveau vor der Pandemie. Das spiegelt sich auch in den Prognosen der Europäischen Zentralbank (EZB) wider, die für das nächste Jahr eine durchschnittliche Preissteigerung von 3,2 Prozent erwartet (Vgl. Abbildung 1). Dieses Jahr wird die Inflation voraussichtlich im Durchschnitt 5,6 Prozent betragen. Angesichts der immer noch hohen Zinsen und dem Abwärtstrend der Preisentwicklung könnte die Inflation im nächsten Jahr dauerhaft bis weit unter die Zweiprozentmarke fallen und damit nahtlos and das Vorkriseniveau anknüpfen. 3,2 Prozent scheinen damit zu hoch von der EZB angesetzt, die in den vergangenen Monaten schon öfter ihre Prognosen nach unten korrigiert hat.

Die sich stark abschwächende Inflation könnte die EZB dazu zwingen die Zinsen wesentlich schneller zu senken, als derzeit kommuniziert wird. Für die USA erwarten bereits fast 50 Prozent der Marktteilnehmer eine Zinssenkung im Mai nächsten Jahres. Ebenso wettet der bekannte amerikanische Investor Bill Ackmann auf eine Anpassung des Zinskorridors bereits im ersten Quartal 2024 durch die amerikanischen Notenbank (Fed). Die EZB könnte schon einige Monate später folgen.

Das wird auch nötig sein, denn schon jetzt leidet die europäische Wirtschaft unter den hohen Zinsen. Für dieses Jahr wird ein durchschnittliches Wachstum der Eurozonenländer von nur 0,7 Prozent erwartet, wobei das Wachstum sehr ungleich verteilt ist. Während die deutsche oder österreichische Wirtschaft schrumpft, beeindrucken südeuropäische Länder wie Spanien oder Griechenland mit Wachstumsraten über zwei Prozent.

Auch wenn, wie allseits bekannt, politische Wahlen „kurze Beine“ haben, steht doch ein wichtiges politisches Spektakel vor der Tür, welches richtungsweisend für die Wirtschaft des Westens sein könnte bzw. ist. Und zwar handelt es sich hierbei um die Wahl zum amerikanischen Präsidenten. Sollte Trump tatsächlich antreten und gewinnen, könnten sich die bereits heute bestehenden „Handelskriege“ intensivieren. Das kann sowohl als Chance, als auch als Herausforderung gesehen werden. Darüber hinaus steht die nicht unbedeutende Wahl des Europäischen Parlamentes Anfang Juni an.

Natürlich dürfen nicht die Krisenherde in der Ukraine und Israel im Kontext des nächsten Jahres außer Acht gelassen werden. Besonders im Falle des Ukrainekrieges scheint sich ein gewisser Stillstand einzuschleichen, der noch bis über 2024 hinausreichen könnte. Womit zumindest aus volkswirtschaftlicher Sicht keine Neubewertung der aktuellen Lage notwendig scheint. Lediglich im Falle eines Zurückfahrens der militärischen Unterstützung durch den Westen könnten wieder unruhigere Phasen eintreten. Das könnte im Falle eines Wahlerfolges Donald Trumps passieren. Ungeachtet dessen wird das Jahr 2024 sehr wahrscheinlich die Zinstrendwende einläuten.

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