„Es ist wichtig, dass wir uns mit dem Thema Fachkräftesicherung auseinandersetzen und schauen, wo wir möglichst frühzeitig ansetzen können, um die Fachkräfte von morgen aus- oder weiterbilden und vor allem auch, in der Region halten zu können“, fügte Michael Beck, Vorsitzender der Arbeitsagentur Gießen, hinzu.
„Auch, wenn wir hier im Vogelsbergkreis eine niedrige Arbeitslosenquote und bereits einige Projekte und Initiativen zur Fachkräftesicherung erfolgreich auf den Weg gebracht haben, können wir es uns nicht erlauben, uns auf diesen Erfolgen auszuruhen“, mahnte Landrat Dr. Mischak. Entscheidend sei weiterhin die enge Zusammenarbeit, die die Region auszeichne.
So stellte Daniel Bongartz, Weiterbildungskoordinator des Technologie- und Innovationszentrums Gießen, in einem Vortrag ein neues Projekt zur Fachkräftesicherung vor: das Trio für Weiterbildung. Dabei werden Mitarbeiter eines Unternehmens zu sogenannten Weiterbildungsmentoren qualifiziert. „Diese sind erste Ansprechpartner für Weiterbildungsfragen und sollen ihre Kolleginnen und Kollegen auf Augenhöhe motivieren, sich weiterzubilden, und sie mit allen dazugehörigen wichtigen Informationen versorgen“, erklärte Bongartz. „Kleine und mittlere Unternehmen schaffen so eine interne Weiterbildungsstruktur – ohne zusätzliches Personal. Die Teilnahme am Projekt ist zudem kostenfrei.“
Eine weitere Idee, die innerhalb des Netzwerkes besprochen wurde, war der sogenannte „DUOday“: ein Aktionstag, an dem Menschen mit Beeinträchtigungen für einen Tag in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes hineinschnuppern. Dabei bilden sie mit einem Beschäftigen ein Duo. „Im besten Fall erkennen Unternehmen dadurch das Potenzial, das in einer Beschäftigung von Menschen mit Beeinträchtigung liegt – gerade auch im Bereich der Fachkräfte“, erläuterte Andrea Ortstadt von der Wirtschaftsförderung des Vogelsbergkreises. Die Teilnehmer des Netzwerkes einigten sich darauf, im Jahr 2027 einen DUOday im Vogelsbergkreis anbieten zu wollen.
Innovative Ansätze wie die Weiterbildungsmentoren zeigen, dass der Vogelsbergkreis bereit ist, neue Wege zu gehen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Landrat Dr. Mischak zog ein positives Fazit des Netzwerktreffens: „Die Fachkräftesicherung im Vogelsbergkreis ist keine Aufgabe für Einzelkämpfer, sondern kann nur durch den engen Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Bildungsträgern gelingen. Und ich denke, wir sind da auf dem richtigen Weg.“
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