Darüber berichten Hope Media Italien und EUD News, der Pressedienst der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung in Mittel- und Südeuropa (Intereuropäische Division). Die Reform stelle einen bedeutenden Meilenstein in den Beziehungen zwischen der Italienischen Republik und der adventistischen Kirche dar.

Am 30. April traf die italienische Abgeordnetenkammer (das Unterhaus des italienischen Parlaments) eine Entscheidung, die eine akademische Weiterentwicklung der adventistischen Hochschule ermöglicht: die Änderung des Abkommens (Intesa) zwischen der italienischen Regierung und der Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Italien. Diese Gesetzesänderung gewährt der adventistischen Hochschule „Villa Aurora“ in Florenz die Befugnis, neben berufsbezogenen Masterstudiengängen auch Forschungsdoktorate (Ph.D.) mit voller staatlicher Anerkennung anzubieten. Letztere sind bisher an keiner adventistischen Hochschule in Europa möglich.

Die „Intesa“: Eine Säule des religiösen Pluralismus

Das Verhältnis zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften in Italien wird durch Artikel 8 der Verfassung geregelt, der „Intese“ vorsieht – bilaterale Vereinbarungen, die gegenseitige Rechte und Pflichten festlegen.

„Alle Religionsfreiheiten, die Adventisten heute in Italien genießen, haben ihren Ursprung in dem ursprünglichen Abkommen von 1986“, erklärt Davide Romano, Leiter der Hochschule „Villa Aurora“, der auch die Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Kirchenleitung in Italien verantwortet. „Da wir uns dem 40. Jahrestag dieser Unterzeichnung im Jahr 2026 nähern, stellt die aktuelle Reform eine natürliche und notwendige Weiterentwicklung dieser grundlegenden Partnerschaft dar.“

Postgraduale Lücke wird geschlossen

Die „Villa Aurora“ vergibt bereits seit Langem vom italienischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung anerkannte Bachelor- und Master-Abschlüsse. Die neue Änderung schließt nun eine entscheidende Lücke in der postgradualen Ausbildung. „Bis heute musste ein Student aus Europa, der einen Doktortitel in adventistischer Theologie anstreben wollte, diesen an adventistischen Universitäten in den USA oder anderen Kontinenten erwerben“, erklärt Romano. „Diese Neuregelung ermöglicht es der Hochschule „Villa Aurora“, künftig Ausbildungsgänge anzubieten, die über das Master-Niveau hinausgehen. Dadurch wird unser Hochschulcampus in Florenz zu einem akademischen Ziel für Studierende aus dem gesamten europäischen Kontinent.“

Ein gemeinsamer Weg durch den Gesetzgebungsprozess

Die Verabschiedung der Gesetzesreform war durch ein ungewöhnlich hohes Maß an institutioneller Synergie gekennzeichnet. Seit 2023 waren der Vorsitz des italienischen Ministerrats, das Hochschulministerium sowie verschiedene parlamentarische Ausschüsse in den Dialog eingebunden. „Der Prozess verlief bemerkenswert zügig und ohne nennenswerte Hindernisse“, bemerkt Romano und drückt seine Dankbarkeit für die einstimmige Unterstützung in der Abgeordnetenkammer aus. „Dies spiegelt eine institutionelle Sensibilität für die Rechte religiöser Minderheiten und die Verwirklichung der in unserer Verfassung verankerten Werte wider.“

Blick in die Zukunft

Trotz dieser Parlamentsentscheidung geht die Arbeit der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit weiter. „Religionsfreiheit ist ein kostbares Gut, das ständig gefördert werden muss“, so Romano. „Unsere fortwährende Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass religiöse Vielfalt nicht als Einschränkung oder Gefahr angesehen wird, sondern als fruchtbare Chance für die Entwicklung des Landes.“ Nach der Zustimmung des Gesetzgebers wird die Hochschule „Villa Aurora“ eng mit dem italienischen Ministerium für Hochschulwesen und Forschung zusammenarbeiten, um die Parameter und Qualitätsstandards festzulegen, die für die Einführung der neuen Doktoranden- und Masterstudiengänge erforderlich sind.

Website der Hochschule „Villa Aurora“ in Florenz: https://villaaurora.it/

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