Die Raupen des Goldafters besitzen feine Brennhaare, die ein Nesselgift enthalten. Bei Kontakt können diese Haare Hautreizungen, Juckreiz und Ausschläge auslösen. In empfindlichen Fällen sind auch Atemwegsbeschwerden oder Augenreizungen möglich. Die Brennhaare können sich leicht lösen und durch den Wind verbreitet werden, wodurch auch indirekter Kontakt zu Beschwerden führen kann. Ähnlich wie die Brennhaare des Eichenprozesssionsspinners behalten diese ihre Wirkung über mehrere Jahre.
Der Goldafter ist wärme- und trockenheitsliebend und häufig an Sträuchern und Bäumen wie Weißdorn, Schlehe, Obstgehölzen oder Eichen zu finden. Die Raupen leben gesellig in kleinen, auffälligen Gespinsten, die meist an Zweigen oder in Astgabeln sichtbar sind. Bei großer Populationsdichte, kann es zu einem kompletten Kahlfraß der Wirtsgehölze kommen.
Empfehlungen zum richtigen Umgang mit dem Goldafter:
- Meiden Sie befallene Bäume und Sträucher, insbesondere während der Raupenzeit im Frühjahr und Frühsommer.
- Berühren Sie Raupen oder Gespinste nich mit bloßen Händen.
- Halten Sie Kinder und Haustiere fern.
- Tragen Sie bei notwendigen Arbeiten im Garten schützende Kleidung (lange Ärmel, Handschuhe, ggf. Atemschutz).
- Bei gesundheitlichen Beschwerden nach Kontakt sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Die Entfernung von Gespinsten sollte ausschließlich durch geschultes Fachpersonal erfolgen, da unsachgemäße Maßnahmen die Verbreitung der Brennhaare begünstigen können.
Bei weiteren Fragen können sie sich an die Kreisfachberatung des Landratsamtes Donau-Ries unter 0906 74 255 oder gartenbau@lra-donau-ries.de wenden.
Landratsamt Donau-Ries Stabsstelle Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit
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