Autofahrer, die vor 12 Uhr tanken, tun das offenbar unter so großem Zeitdruck, dass sie keine Zeit haben, um noch Getränke oder andere Waren im Shop-Bereich der Tankstellen einzukaufen. Deshalb leiden die Tankstellen nicht nur unter einer mehrere Stunden anhaltenden Kaufflaute nach der Preiserhöhung um 12 Uhr, sondern auch schon vorher. „Aufgrund der Vielzahl der wartenden Kunden, die noch vor der erwartbaren Preissteigerung tanken wollen, ist der Druck auf die Kunden, den Verkaufsraum schnell wieder zu verlassen, offensichtlich erheblich gewachsen“, schildert Jürgen Ziegner, Geschäftsführer des Zentralverbands des Tankstellengewerbes (ZTG), gegenüber auto motor und sport. „Das Bemühen, die Tanksäule schnell wieder zu räumen, um einem anderen Kunden die Möglichkeit zu geben zu tanken, lässt die Umsätze im Shop insgesamt deutlich sinken.“
Von der Kaufzurückhaltung sind vor allem Waren betroffen, die für das Shopgeschäft relevant sind. „Das betrifft insbesondere den Verkauf von warmen und kalten Getränken sowie vorbereiteten Speisen“, so Ziegner. „Gerade diese Produktgruppen sind für den Betrieb der Tankstelle und den Gewinn des jeweiligen Betreibers von ganz erheblicher Bedeutung.“
Redakteur: Claudius Maintz
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