Während heutige Elektroautos nur leise summen und wenig Rückmeldung zum Arbeitsniveau des Motors liefern, wird sich das mit den künftigen elektrischen High-Performance-Modellen von BMW M ändern. Die Autos werden einen deutlich hörbaren Motorsound entwickeln, der dem Fahrer eine klare Botschaft zum Arbeitsbereich des Motors gibt, kündigt BMW-M-Entwicklungschef Alexander Karajlovic im Gespräch mit auto motor und sport an. „Sound ist eine Quelle der Rückmeldung, des Feedbackloops zwischen Fahrer und Fahrzeug. Man bekommt darüber Informationen über den Zustand des Fahrzeugs“, unterstreicht Karajlovic die Bedeutung der Motorengeräusche. „Beim Verbrennungsmotor weiß der Fahrer, in welchem Drehzahlband er sich bewegt. Hinzu kommt der Sound von den Reifen und von der Fahrbahn; man spürt, wann der Haftungsabriss näherkommt.“ Diese Informationen wolle BMW M seinen Kunden künftig auch bei elektrischen M-Modellen anbieten. „Ohne den Sound fehlt dem Piloten ein wesentliches Element aus diesem Feedbackloop, aber er sollte authentisch zum Antrieb passen, abgeleitet von den Elektromaschinen.“ Wie der Sound entsteht, verrät Karajlovic noch nicht. „Allerdings ist es nicht unser Ansatz, beim E-Auto einen künstlichen Verbrennerklang zu generieren.“

Um die Emotionen beim Fahren zu verstärken, will BMW M den Fahrern der elektrischen M-Modelle verschiedene Drehzahlbereiche anbieten, die der Fahrer auswählen kann. „Wir haben mit den vier E-Maschinen in unserem M Concept ein sehr hohes Kraftpotenzial, und wenn man das mit einem konventionellen Einganggetriebe umsetzt, ist man mit einem quasi unendlichen Drehzahlband unterwegs. Deshalb segmentieren wir das. In den unterschiedlichen Segmenten, die wir als Stages bezeichnen, hat man unterschiedliche Charakteristika beim Ansprechverhalten des Fahrpedals und unterschiedliche Niveaus der Rekuperation“, erklärt Karajlovic. „Das gibt dem Fahrer eine Orientierung im Drehzahlband, was es ihm leichter macht, das Fahrzeug mit dem richtigen Ansprechverhalten zu steuern.“

Redakteur: Jörn Thomas

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