Dem Patienten geht es schlecht, er klagt über Schmerzen und Atemnot. Seine Pupillen sind unterschiedlich groß, auch das ist ein schlechtes Zeichen. Glücklicherweise sind Notfallsanitäter und Notärzte schon vor Ort und leiten die ersten Maßnahmen ein. Plötzlich ändert sich die Situation, der Patient ist nicht mehr ansprechbar, der Monitor zeigt an, dass das Herz flimmert, die Helfer beginnen mit Herzdruckmassage und Beatmung. Diese Situation, die Ärzte, Notärzte und Notfallsanitäter aus dem Alltag gut kennen, ist in diesem Fall eine Übung  im neu geschaffenen Simulationszentrum der Alexianer gegenüber vom Hauptbahnhof.

Während einer ganztägigen Veranstaltung erhielten Rettungssanitäter, Notfallsanitäter und Notärzte aus Münster und den umliegenden Kreisen die Gelegenheit, sich zu verschiedenen Notfallszenarien weiterzubilden und auszutauschen. In mehreren Vorträgen und praktischen Übungen ging es um typische Notfälle wie Herzinfarkte, Schlaganfälle oder schwere Verletzungen. Die Möglichkeiten der Neuroradiologie waren ebenso Thema wie Auffälligkeiten im EKG. Ärzte und Pflegekräfte aus dem Clemenshospital und das Team des Simulationszentrums haben die Übungsszenarien lange bis ins Detail vorbereitet und stellten die Teilnehmer zum Teil vor kniffelige Herausforderungen. Mal kam überraschend die fassungslose „Ehefrau“ dazu und brachte die Retter durcheinander, dann stellte sich heraus, dass die Pupillen deshalb unterschiedlich groß sind, weil ein Auge ein Glasauge ist. Durch einen halbdurchlässigen Spiegel beobachteten die Instruktoren des Simulationszentrums und ein Ärzte-Team des Clemenshospitals die Teilnehmenden genauestens bei der Arbeit, steuerten die Funktionen der Hightech-Puppe und notierten jedes Detail, das die Sensoren des „Dummys“ aus dem Nebenraum übermittelten.  „Aufgrund der falschen Lage eines Beatmungsschlauchs wird nur ein Lungenflügel beatmet“, erklärt Instruktor Jethro Rotter mit Blick auf den Monitor.

„Das Konzept dieser Veranstaltung ist in Münster einzigartig“, berichtet Oliver Milbradt, Funktionsoberarzt der Anästhesie des Clemenshospitals, „Ärzte und Notfallsanitäter üben hier gemeinsam, auf der Straße sitzen schließlich auch alle in einem Boot“. Die Veranstaltung ist gewissermaßen ein „wilder Ritt durch die Notfallmedizin“, wie Milbradt schmunzelnd zusammenfasst. Neu ist der Einsatz eines mobilen Ultraschallgerätes im Rettungswagen, dessen Anwendung ebenfalls geübt wurde. Mit dem Gerät  ist es zum Beispiel möglich, Einblutungen in den Herzbeutel zu erkennen.  Spektakulär war der Blick durch die VR-Brille auf einen dreidimensionalen Körper, wobei Knochen, Organe und Gefäße realitätsnah erscheinen und der Betrachter in den Körper „eintaucht“. „Die Rückmeldungen durch die Teilnehmer waren überaus positiv. Wir werden diese Veranstaltung im nächsten Jahr sicher wieder anbieten“, freut sich das Organisationsteam über den Erfolg der Veranstaltung.

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