Die niedergelassenen Ärzte, Zahn­ärzte und Psychologischen Psy­chotherapeuten in Deutschland schätzen ihre wirtschaftliche La­ge und Aussicht nur geringfügig pessimis­tischer ein als im Herbst 2020, obwohl derzeit eine dritte Welle der Covid-19-Pandemie erwartet wird. Der Medizinklimain­dex (MKI) sank seit der vorherigen Erhebung um drei Punkte auf einen Wert von -1,4. "Damit liegt er nun auf dem Niveau, das wir auch in den zwei Jahren vor der Pandemie beobachtet haben“, berichtet Prof. Dr. Dr. Konrad Obermann, Forschungsleiter der Stiftung Gesundheit.

Der MKI gilt als Indikator für die wirtschaftliche Zuversicht der niedergelassenen Ärzte und wird seit 2006 halbjährlich von der Stiftung Gesundheit erhoben.

Stimmung der Ärzte seit Herbst weitgehend stabil

Als im vergangenen Mai die erste Welle der Covid-19-Pandemie durch Deutschland rollte, brach der MKI um 22,8 Punkte ein und verzeichnete damit den stärksten Rückgang seit Beginn der Erhebung vor 15 Jahren. „Von derart heftigen Reaktionen ist bei den Ärzten trotz einer diskutierten dritten Welle derzeit nichts zu spüren“, bilanziert Obermann. Nach der deutlichen Erholung im vergangenen Herbst habe sich die Lage stabilisiert: „Die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Lage ist bei den niedergelassenen Ärzten nahezu gleich geblieben, und bei den Erwartungen für die Zukunft hat es vor allem Verschiebungen zwischen denjenigen Ärzten gegeben, die eine günstigere oder gleich bleibende Lage erwarten.“ Derzeit erwarte weniger als ein Drittel der Ärzte eine Verschlechterung – nur etwa halb so viele wie in der ersten Pandemie-Welle im Mai 2020. „Das mag sowohl Ausdruck von Erfahrung mit der Infektion wie auch einer kritischeren Bewertung der epidemiologischen Diskussion sein“, vermutet Obermann.

Hausärzte mit Zukunftssorgen, Fachärzte optimistisch

Bei der Betrachtung der einzelnen Fachgruppen zeigt sich, dass vor allem die Hausärzte ihre wirtschaftlichen Zukunftsaussichten pessimistisch sehen: Bei ihnen erwartet mehr als ein Drittel eine Verschlechterung in den kommenden sechs Monaten. „Das ist erheblich mehr als in den anderen Fachgruppen“, so Obermann. Dadurch liege der Fachgruppenindex der Hausärzte mit einem Wert von -10,1 derzeit an letzter Stelle.

Die Fachgruppenindices der Zahn­ärzte und Psychologischen Psy­chotherapeuten gingen ebenfalls zurück, wenn auch in geringerem Maße. Positiv entwickelte sich die Stim­mung dagegen bei den Fachärzten: Ihr Index stieg um 6,2 Punkte an und liegt nun zum ersten Mal seit Herbst 2017 wieder über Null (1,3).

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Stiftung Gesundheit – Gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts
Behringstraße 28 a
22765 Hamburg
Telefon: +49 (40) 809087-0
Telefax: +49 (40) 809087-555
http://www.stiftung-gesundheit.de

Ansprechpartner:
Alexandra Köhler
E-Mail: koehler@stiftung-gesundheit-presse.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel