Für den 30. April hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) den Tag des Wolfes ausgerufen. „Die Rückkehr des Wolfes wird vor allem von Naturschutzorganisationen als Erfolg des Artenschutzes gefeiert – leider stets unter Verharmlosung der negativen Begleiterscheinungen.

Die rheinischen Bauern fürchten aber, dass der Wolf als Raubtier unterschätzt wird. Wolfsrisse nehmen insgesamt zu. Auch solche, die von lernfähigen Tieren in Herden verübt werden, obwohl dort Herdenschutzmaßnahmen angewendet wurden“, betont der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Zuletzt hatten neue Rissereignisse im südlichen Rheinland für Unruhe unter den Tierhaltern gesorgt.

Im Rheinland gibt es inzwischen vier Wolfsgebiete: In der Eifel, am Niederrhein, im Oberbergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis. Am bekanntesten ist wohl die Wölfin „Gloria“ aus dem Wolfsgebiet Schermbeck am Niederrhein, die eine Schlagzeile nach der anderen füllt. Auf das Konto der Schermbecker Wölfin gehen seit Herbst 2018 mindestens 78 getötete und verletzte Schafe sowie 14 Stück Damwild. Im Januar wurde erstmals eine Rudel-Bildung nachgewiesen. Seit der Ausweisung des Wolfsgebietes Schermbeck kam es immer wieder zu Nutztierrissen durch die zugewanderte Wölfin, so der RLV. Nach seiner Auffassung ist es mit einem Hinweis auf Herdenschutzmaßnahmen, wie Schutzzäunen, nicht getan. Zumal hierbei nur die Materialkosten gefördert werden. Mit dem Arbeitsaufwand und den Folgekosten wird der Landwirt jedoch völlig allein gelassen. Besonders verstörend empfänden die Bauern, dass selbst bei vorgenommen Herdenschutzmaßnahmen Wolfsbefürworter ihnen die Schuld für die Risse geben würden.

„Unsere Tierhalter sind in Sorge – vor allem die Weidetierhalter. Es bedarf in NRW endlich klarer und mutiger Schritte bei der Frage, wie mit Wölfen, die wiederholt Schutzzäune überwinden und Weidetiere reißen, weiter umgegangen werden soll. Die Landwirte und ihre Tiere brauchen hierbei Sicherheit“, erklärt RLV-Präsident Bernhard Conzen. Erfahrungen aus dem benachbarten Niedersachsen zeigten, dass Problemwölfe konsequent entnommen werden müssen. Zudem sollten nach Meinung des Verbandes Lösungsansätze anderer Mitgliedstaaten auch in Deutschland in den Blick genommen werden. Eine aktive Regulierung des Wolfsbestandes, wie sie etwa in Frankreich praktiziert wird, zeige, dass gutes Wolfsmanagement beiden Zwecken dienen könne: Der Sicherheit von Nutztieren ebenso wie dem Artenschutz für den Wolf.

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