Daimler-Chef Ola Källenius sieht in der Beherrschung der Zelltechnologie eine neue Kernkompetenz des Autobauers. Im Gespräch mit der Zeitschrift auto motor und sport betont Källenius: „Die Zelle ist eine zentrale Komponente der Batterie. Wir legen viel Wert darauf, ihre Chemie zu verstehen.“ Deshalb erforsche Mercedes verschiedene Zelltechnologien und sei noch offen, welche Akkutechnik die beste ist. „Bislang haben wir uns nicht auf eine Zellchemie festgelegt“, so Källenius. „Dabei beschäftigen wir uns auch mit Festkörperbatterien.“ Es sei das Ziel des Konzerns, „erfolgskritische Faktoren der E-Mobilität auch in der Produktion selbst zu beherrschen“.

Ein Stück relativiert der Daimlerchef die wachsende Abhängigkeit des Autobauers von China und seinem Großaktionär Geely. Der Absatzzuwachs in China habe auch viel damit zu tun, dass das Land deutlich schneller als andere die Coronapandemie überwunden hat. „Weil die Nachfrage in China stark anzog, konnten wir im Jahresverlauf 2020 die Produktion schneller wieder hochfahren.“ Das tue aber auch den Arbeitsplätzen in Deutschland gut. „Davon haben nicht zuletzt die deutschen Standorte profitiert. Auch in diesem Jahr spüren wir Rückenwind aus China. Das nutzt dem gesamten Unternehmen.“

Die Verlagerung der Produktion von Verbrennungsmotoren nach China ist offenbar nur der Anfang einer sich verstärkenden Entwicklung. „Wir sehen noch viel Potenzial: nicht nur als weltgrößter Markt, sondern auch als wichtiger Produktions- und Innovationsstandort“, so Källenius. „Um diese Chancen zu nutzen, werden wir unsere Präsenz dort weiter gezielt ausbauen.“ Zuletzt war Daimler dafür kritisiert worden, zunehmend auch Kernkompetenzen wie die Motorenfertigung von Deutschland nach China zu verlagern. Chinesische Unternehmen halten inzwischen knapp 15 % an Daimler.

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